Ich (Nicole) wachte bereits um 4.15 Uhr auf - Durchfall! Na prima, damit hatte ich ja jetzt lange Zeit nichts mehr zu tun. Ausgerechnet heute, wo wir doch wieder den ganzen Tag im Bus verbringen werden. Dennoch wollte ich es riskieren - nach mehreren Toilettengaengen machten wir uns um 7.15 Uhr mit der Faehre nach Panajachel.
Von hier wollten wir eigentlich in den Bus nach Chichicastenango (kurz Chichi) steigen, doch der Busjunge aus dem kommenden Bus winkte uns gleich zu. Steigt hier mit ein, das geht schneller. OK, wir vertrauten ihm. In der Tat waren wir im Nu im naechsten Ort und konnten in den Bus nach Chichi umsteigen. Wir wunderten uns zwar, dass die Fahrt guenstiger als die erste war, dachten uns aber nichts dabei. Wir wurden rausgelassen und fragten gleich nach, wo es denn hier nach Nebaj geht und man wies uns die Richtung. Es war richtig kalt hier und es nieselte. Wir stellten uns unter und liessen ein paar Busse an uns vorbei fahren, da nirgends Nebaj angeschrieben stand. Wir wunderten uns und fragten nach - tja, wir sind noch gar nicht in Chichi. Aber steigt ruhig hier ein. Nach Nebaj muesst ihr dann noch einmal umsteigen. Man, war das kompliziert.
Doch nach insgesamt 7 Stunden erreichten wir unser heutiges Ziel, wo wir uns ein schoenes Zimmer mit heisser Dusche und TV goennten. Der Ort an sich war nichts Besonderes, also gingen wir gleich los, die Umgebung zu erkunden. Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs doch atemberaubende Landschaften, wie im Reisefuehrer beschrieben, konnten wir nicht sehen. Vielleicht lag es aber auch am stroemenden Regen oder am vielen Muell, der im Fluss und auch am Wegesrand lag.
Wir assen zu Abend eine richtig leckere Pizza und fielen frueh todmuede ins Bett.
Montag, Juni 21, 2004
Samstag, Juni 19, 2004
Antigua - Santa Cruz La Laguna
Bereits um 6.30 Uhr waren wir auf dem Weg zum Bus. Wir wollten den Local Bus nehmen und nicht mit einem teuren Shuttle fahren, der extra fuer die Touristen angeboten wird. Doch als wir um die Ecke kamen ... ja, was ist denn das? Warum stehen denn dort nur Touristen?! Unfassbar - der komplette Bus war voll! Das kann ja heiter werden.
Wir kamen in Panajachel an und gingen gleich zum Tauchshop. Doch der hatte zu und man sagte uns, wir sollten nach Santa Cruz La Laguna fahren. Da es dort auch Uebernachtungsmoeglichkeiten gibt und Panajachel - das hatten wir bereits auf dem Weg zum Tauchshop gesehen - ein reines Touristenzentrum ist, war die Entscheidung gleich gefaellt.
Mit einer Lancha (kleines Boot) ging es ueber den Lake Atitlan nach Santa Cruz La Laguna. Der See gilt als einer der schoensten Seen der Welt und ist eine eingestuerzte Caldera (An der Spitze von Vulkanen bilden sich oft Krater als Folge von einsinkender Lava in den Schlot, nachdem sich der Vulkan beruhigt hat. Manchmal wird dieser Krater so tief, dass die Wände instabil werden und in sich zusammenbrechen. Es entsteht eine breite Senke, die man Caldera nennt. Ihr Durchmesser kann mehrere Kilometer betragen.)
Die Fahrt ueber den bis zu 320m tiefen See nach Santa Cruz dauerte nur 10 Minuten und kurz darauf hatten wir uns schon im Hostel einquartiert. Alles wunderbar, allerdings gab es keine Elektrizitaet! Normalerweise auch kein Problem, doch wo sehen wir uns nun das Deutschland-Spiel an?? Wir hatten keine Chance - es musste heute ohne unsere Unterstuetzung statt finden.
Stattdessen schauten wir uns die Gegend etwas an und marschierten los. Santa Cruz ist ein richtig kleiner Ort, allerdings verteilt er sich in den Bergen. Ganz schoen anstrengend, wenn man bis zum letzten Haus moechte. Unterwegs kamen wir bei einem Einheimischen vorbei, der Radio hoerte. Fussball? Ja ... aber noch kein Tor gefallen. Na super! Und nur noch 10 Minuten zu spielen. Da ist ja klar, dass da nichts mehr passiert!
Wir machten im Hotel unseren Tauchkurs fuer morgen klar und verbrachten den Rest des Tages mit Faulenzen. Abends gab es ein Barbeque mit den anderen Gaesten des Hauses.
Wir kamen in Panajachel an und gingen gleich zum Tauchshop. Doch der hatte zu und man sagte uns, wir sollten nach Santa Cruz La Laguna fahren. Da es dort auch Uebernachtungsmoeglichkeiten gibt und Panajachel - das hatten wir bereits auf dem Weg zum Tauchshop gesehen - ein reines Touristenzentrum ist, war die Entscheidung gleich gefaellt.
Mit einer Lancha (kleines Boot) ging es ueber den Lake Atitlan nach Santa Cruz La Laguna. Der See gilt als einer der schoensten Seen der Welt und ist eine eingestuerzte Caldera (An der Spitze von Vulkanen bilden sich oft Krater als Folge von einsinkender Lava in den Schlot, nachdem sich der Vulkan beruhigt hat. Manchmal wird dieser Krater so tief, dass die Wände instabil werden und in sich zusammenbrechen. Es entsteht eine breite Senke, die man Caldera nennt. Ihr Durchmesser kann mehrere Kilometer betragen.)
Die Fahrt ueber den bis zu 320m tiefen See nach Santa Cruz dauerte nur 10 Minuten und kurz darauf hatten wir uns schon im Hostel einquartiert. Alles wunderbar, allerdings gab es keine Elektrizitaet! Normalerweise auch kein Problem, doch wo sehen wir uns nun das Deutschland-Spiel an?? Wir hatten keine Chance - es musste heute ohne unsere Unterstuetzung statt finden.
Stattdessen schauten wir uns die Gegend etwas an und marschierten los. Santa Cruz ist ein richtig kleiner Ort, allerdings verteilt er sich in den Bergen. Ganz schoen anstrengend, wenn man bis zum letzten Haus moechte. Unterwegs kamen wir bei einem Einheimischen vorbei, der Radio hoerte. Fussball? Ja ... aber noch kein Tor gefallen. Na super! Und nur noch 10 Minuten zu spielen. Da ist ja klar, dass da nichts mehr passiert!
Wir machten im Hotel unseren Tauchkurs fuer morgen klar und verbrachten den Rest des Tages mit Faulenzen. Abends gab es ein Barbeque mit den anderen Gaesten des Hauses.
Donnerstag, Juni 17, 2004
San Salvador - Antigua (Guatemala)
Armando erwartete uns bereits. Zum letzten Mal wollten wir mit ihm Taxi fahren. Bis zum Busterminal, um nach Guatemala City zu fahren. Die Fahrt war kurz und bereits um 7.45 Uhr hatten wir unser Ticket in der Hand. Wir holten unser Gepaeck aus dem Auto und verabschiedeten uns von Armando. Halt, war da nicht noch was? Ach herrje, wir hatten ganz vergessen, Armando zu bezahlen. Natuerlich sollte er sein Geld bekommen! Dass er aber auch nichts gesagt hatte!!
Die Fahrt im Kuehlschrank-Bus dauerte 5 Stunden. Die Klimaanlage lief mal wieder auf vollen Touren und wir waren Eiskloetze als wir um 13.45 Uhr in Guatemala City ankamen. Wir nahmen gleich ein Taxi, um zum anderen Busterminal zu kommen. Schliesslich sollte es gleich weiter nach Antigua gehen.
Antigua ist ein kleines Kolonialstaedtchen, umgeben von 3 Vulkanen. Die Stadt erinnert uns etwas an Granada (Nicaragua) mit den vielen bunten Haeusern und den gepflasterten Strassen.
Nach dem Einchecken im Hotel "Place to stay" machten wir uns gleich an das Erkunden der Stadt. Und buchten ausserdem gleich ein Ticket fuer die morgige Tour nach Monterrico.
Den Abend verbrachten wir seit langer Zeit mal wieder im Internet. Hier hatten sich doch eine Menge eMails angesammelt, die beantwortet werden wollten.
Die Fahrt im Kuehlschrank-Bus dauerte 5 Stunden. Die Klimaanlage lief mal wieder auf vollen Touren und wir waren Eiskloetze als wir um 13.45 Uhr in Guatemala City ankamen. Wir nahmen gleich ein Taxi, um zum anderen Busterminal zu kommen. Schliesslich sollte es gleich weiter nach Antigua gehen.
Antigua ist ein kleines Kolonialstaedtchen, umgeben von 3 Vulkanen. Die Stadt erinnert uns etwas an Granada (Nicaragua) mit den vielen bunten Haeusern und den gepflasterten Strassen.
Nach dem Einchecken im Hotel "Place to stay" machten wir uns gleich an das Erkunden der Stadt. Und buchten ausserdem gleich ein Ticket fuer die morgige Tour nach Monterrico.
Den Abend verbrachten wir seit langer Zeit mal wieder im Internet. Hier hatten sich doch eine Menge eMails angesammelt, die beantwortet werden wollten.
Dienstag, Juni 15, 2004
San Salvador
Puenktlich um 7.30 Uhr wurden wir von Armando abgeholt. Es sollte zum Cerro Verde gehen. Dieser Berg ist ein Nationalpark auf einem alten Vulkan. Von hier soll man schoene Aussichten auf den Lago de Coatepeque sowie den noch rauchenden Vulkan Izalco haben. Izalco war bis vor 1770 lediglich ein Loch in der Erde und erst im Laufe der Zeit bildete sich der Vulkan bis auf seine heutige Hoehe von 1910 m. Der Izalco wird aufgrund seiner Aktivitaeten - Ausstossen von Rauch, Steinen und Flammen - auch als Leuchtturm des Pazifik bezeichnet. 1957 stoppte der Vulkan seine Aktivitaeten, nach 187 Jahren kontinuierlichen Ausbrechens. Dennoch gilt der Vulkan noch als aktiv.
Am Eingang des Nationalparks muessen wir 1$ pro Person Eintritt sowie 0,69$ Parkgebuehr zahlen. Auf dem Parkplatz erfuhren wir dann, dass es zu gefaehrlich sei, den Izalco alleine zu besteigen. Wir sollten bis 11 Uhr warten, dann koennen wir mit einem Guide und einem Polizisten gehen. Um 11 Uhr erst? Das sind ja fast 1,5 Stunden. Warum denn gefaehrlich? Wegen rumlungender Banditen, es ist zu eurer eigenen Sicherheit. Hmmm... Und warum ist der Park bereits um 8 Uhr geoeffnet, wenn die Guides erst um 11 Uhr erscheinen? Das ist nur in der Woche so. Grrrrrrr! Was blieb uns uebrig? Wir nutzten die Chance und gingen wenigstens den 1300 m langen Rundkurs und kamen so zum Aussichtspunkt fuer den See und den Vulkan Santa Ana (2365 m).
Um kurz vor 10 Uhr waren wir mit dem Rundkurs fertig. Auch Armando, der uns begleitet hatte und noch nie hier gewesen war, hatte es gefallen. Da wir nicht noch eine Stunde auf den Guide warten wollten, entschieden wir ueber Santa Ana nach Suchitoto zu fahren. So koennen wir zwei Sachen machen, die wir urspruenglich fuer 2 Tage vorgesehen hatten und somit einen Tag gewinnen.
Armando war einverstanden. Doch er fuhr einfach nicht den Weg, den wir wollten. Ueber Santa Ana sei viel weiter. Ein Blick auf unsere Karte verriet uns, dass das nicht stimmt, aber es interessierte ihn gar nicht. Er fuhr einfach ueber San Salvador. So geht es aber nicht! Wir zahlen, dann musst du auch so fahren, wie wir wollen...
Wir kamen auch so nach Suchitoto, das 47 km noerdlich von Sann Salvador liegt - 380 m ueber dem Meeresspiegel. Einige der ersten Kaempfe des Buergerkrieges begannen in Suchitoto und hielten fuer 13 Jahre an. Seit 1993 ist die Kleinstadt (ca. 16.000 Einwohner) dabei, die Stadt wieder aufzubauen. Wir wollten uns die kolonialen Gebaeude, die gepflasterten Strassen sowie den Lago Suchitlan mal naeher anschauen.
Am See fuehlten wir uns fast wie zu Hause: saftig gruene Wiesen, auf denen die Kuehe grasen, auf der einen Seite der See, im Hintergrund die Berge. Richtig schoen idyllisch und prima, um etwas abzuhaengen. Wir goennten uns eine kalte Cola in einem "Café" und genossen die herrliche Ruhe.
Zurueck in San Salvador machten wir noch ein paar kleine Besorgungen und dann fuhr Armando uns zum Hotel. Wir gaben ihm die abgemachte Summe des Geldes, doch wollte er sich damit nicht zufrieden geben. Schliesslich haetten wir ihm gestern ja nichts von Suchitoto erzaehlt. ?? Das ist zwar richtig, aber wir hatten ihn fuer den ganzen Tag gebucht und auch nach diesem Preis gefragt. Ich (Nicole) blieb ganz ruhig und war so froh, dass mir die richtigen Worte auf Spanisch eingefallen sind. Letztendlich gab Armando nach - ob es daran lag, dass ich erwaehnte, dass wir ihn doch morgen auch noch mal brauchen wuerden?
Heute abend war Fussball angesagt. Deutschland - Holland, der Knueller! Das Spiel war zwar schon lange aus, aber da wir das Ergebnis noch nicht kannten, schauten wir uns die Partie in der Wiederholung an. Fuer uns war es wie live! Schade nur, dass es nicht zu einem Sieg gereicht hat. Allerdings waren wir vom Auftreten der deutschen Mannschaft doch positiv ueberrascht.
Am Eingang des Nationalparks muessen wir 1$ pro Person Eintritt sowie 0,69$ Parkgebuehr zahlen. Auf dem Parkplatz erfuhren wir dann, dass es zu gefaehrlich sei, den Izalco alleine zu besteigen. Wir sollten bis 11 Uhr warten, dann koennen wir mit einem Guide und einem Polizisten gehen. Um 11 Uhr erst? Das sind ja fast 1,5 Stunden. Warum denn gefaehrlich? Wegen rumlungender Banditen, es ist zu eurer eigenen Sicherheit. Hmmm... Und warum ist der Park bereits um 8 Uhr geoeffnet, wenn die Guides erst um 11 Uhr erscheinen? Das ist nur in der Woche so. Grrrrrrr! Was blieb uns uebrig? Wir nutzten die Chance und gingen wenigstens den 1300 m langen Rundkurs und kamen so zum Aussichtspunkt fuer den See und den Vulkan Santa Ana (2365 m).
Um kurz vor 10 Uhr waren wir mit dem Rundkurs fertig. Auch Armando, der uns begleitet hatte und noch nie hier gewesen war, hatte es gefallen. Da wir nicht noch eine Stunde auf den Guide warten wollten, entschieden wir ueber Santa Ana nach Suchitoto zu fahren. So koennen wir zwei Sachen machen, die wir urspruenglich fuer 2 Tage vorgesehen hatten und somit einen Tag gewinnen.
Armando war einverstanden. Doch er fuhr einfach nicht den Weg, den wir wollten. Ueber Santa Ana sei viel weiter. Ein Blick auf unsere Karte verriet uns, dass das nicht stimmt, aber es interessierte ihn gar nicht. Er fuhr einfach ueber San Salvador. So geht es aber nicht! Wir zahlen, dann musst du auch so fahren, wie wir wollen...
Wir kamen auch so nach Suchitoto, das 47 km noerdlich von Sann Salvador liegt - 380 m ueber dem Meeresspiegel. Einige der ersten Kaempfe des Buergerkrieges begannen in Suchitoto und hielten fuer 13 Jahre an. Seit 1993 ist die Kleinstadt (ca. 16.000 Einwohner) dabei, die Stadt wieder aufzubauen. Wir wollten uns die kolonialen Gebaeude, die gepflasterten Strassen sowie den Lago Suchitlan mal naeher anschauen.
Am See fuehlten wir uns fast wie zu Hause: saftig gruene Wiesen, auf denen die Kuehe grasen, auf der einen Seite der See, im Hintergrund die Berge. Richtig schoen idyllisch und prima, um etwas abzuhaengen. Wir goennten uns eine kalte Cola in einem "Café" und genossen die herrliche Ruhe.
Zurueck in San Salvador machten wir noch ein paar kleine Besorgungen und dann fuhr Armando uns zum Hotel. Wir gaben ihm die abgemachte Summe des Geldes, doch wollte er sich damit nicht zufrieden geben. Schliesslich haetten wir ihm gestern ja nichts von Suchitoto erzaehlt. ?? Das ist zwar richtig, aber wir hatten ihn fuer den ganzen Tag gebucht und auch nach diesem Preis gefragt. Ich (Nicole) blieb ganz ruhig und war so froh, dass mir die richtigen Worte auf Spanisch eingefallen sind. Letztendlich gab Armando nach - ob es daran lag, dass ich erwaehnte, dass wir ihn doch morgen auch noch mal brauchen wuerden?
Heute abend war Fussball angesagt. Deutschland - Holland, der Knueller! Das Spiel war zwar schon lange aus, aber da wir das Ergebnis noch nicht kannten, schauten wir uns die Partie in der Wiederholung an. Fuer uns war es wie live! Schade nur, dass es nicht zu einem Sieg gereicht hat. Allerdings waren wir vom Auftreten der deutschen Mannschaft doch positiv ueberrascht.
Sonntag, Juni 13, 2004
León - Choluteca (Honduras)
Wir waren ganz aufgeregt, der juengste und aktivste Vulkan Nicaraguas steht auf dem Programm - der Cerro Negro. Nur durch Zufall hatten wir von diesem Vulkan erfahren, in unserem Reisefuehrer ist er mit keinem Wort erwaehnt.
Um 7 Uhr klopfte es an unserer Tuer. Wir wurden also puenktlich abgeholt. Erst jetzt erfuhren wir jedoch, dass wir bis um 11 Uhr ausgecheckt haben muessen. Besetzen wir das Zimmer auch nur eine halbe Stunde laenger, muessen wir fuer die naechste Nacht zahlen. Der Hit! Also noch schnell die Sachen zusammen gepackt und das Zimmer geraeumt.
Um 7.10 Uhr ging es los. Mit dabei das Haeschen, bei der wir gestern die Tour gebucht hatten, ihr Vater und ihr Freund. Dann holten wir noch ihre Mutter und einen Tourguide ab. Wir waren uns gestern ueberhaupt nicht bewusst gewesen, dass wir einen Familienausflug gebucht hatten!?
Wir fragten nach, ob sie jeden Sonntag an den Vulkan fahren und das Haeschen antwortete mit ja. Oh, dann muss es ja wirklich langweilig fuer sie sein. Doch das Haeschen musste uns falsch verstanden haben - an unserem Spanisch lag es sicher nicht! :), denn ganz schnell stellte sich heraus, dass niemand wirklich den Weg kannte. Na, das kann ja heiter werden! Zwar gab es Schilder, aber nicht an jeder Kreuzung. Es war also abzusehen, dass wir frueher oder spaeter die falsche Abzweigung nehmen werden. Der Vater wurde richtig laut und wuetend, ihm war das wohl peinlich. Ramona und ich lachten nur. Irgendwann werden wir schon ankommen ...
Um 8.20 Uhr war es soweit - es galt, den 726m hohen und noch aktiven Vulkan zu erklimmen. Ueber die grossen und kleinen schwarzen Lavasteine mussten wir laufen. Dieser Vulkan war so ganz anders als alle bisher gesehenen. An einigen Stellen waren die Steine auch gelb, weiss oder rot. Rot wie gluehende Lava. Ramona und ich waren gut drauf und bald konnten uns der Tourguide und des Haeschens Freund nicht mehr folgen. Dabei war es doch gar nicht so steil ... und der Tourguide war da, um uns den Weg zu zeigen. Pah! Was brauchen wir 'nen Tourguide?!
Wir schauten uns die Stellen, an denen der Vulkan noch raucht, naeher an. Der Schwefelgeruch war so stark, dass wir staendig husten mussten. Allzu lange konnten wir uns hier also nicht aufhalten und so gingen wir weiter bis zum Gipfel.
Der Ausblick war gigantisch: der schwarze Sand von der letzten Eruption aus dem Jahre 1992, dazwischen das saftige Gruen der Baeume. Genial! Der Blick vom Gipfel direkt in den Krater raubte uns den Atem. Es war einfach unbeschreiblich.
Je hoeher wir kamen, um so mehr Insekten und Kaefer liessen sich blicken. Sie schwirrten nicht nur um uns, nein sie setzten sich auch auf uns und unsere Klamotten. Wir waren im Nu voll mit Insekten ... So lange sie uns nichts tun!
Der heutige Abstieg sollte auch etwas Besonderes sein. Ohne Schmerzen in den Knien, ohne Blasen an den Fuessen ... wir gingen zur sandigen Seite des Vulkans, wollten einfach den Hang hinunter rutschen. Es war sehr steil und am Anfang kostete es etwas Ueberwindung. Doch schnell hatten wir den Dreh raus und liefen fast schon den steilen Abhang hinunter. Wir traten richtige Sand-/Steinlawinen los - es war ein riesen Spass! Fast so gut wie das Sand-Skifahren. Nur viel zu schnell vorbei!
Um 12 Uhr hiess es fuer uns erneut Aufbrechen. Wir wollten heute wenigstens noch bis Honduras kommen. Die erste Fahrt bis nach Chinandega verlief ohne weitere Vorkommnisse. Dort angekommen deutete man uns an, dass wir auf den Bus nach Guasaule noch einige Minuten warten muessen. Kein Problem. Ramona hatte sich gerade einen Hot dog gekauft, als langsam der Bus nach Guasaule an uns vorbei fuhr. Ich rannte sofort los, wollte ihn anhalten. Wir hatten doch schliesslich keine Zeit zu verlieren. Einige Maenner halfen mir und schrien laut los. Der Bus hielt tatsaechlich. Genial. Ich rannte zurueck zu Ramona, wir schnappten unsere Rucksaecke und liefen in Richtung Bus. Der kam uns schon rueckwaerts entgegen, die Tuer hatte man schon geoeffnet, so dass wir schnell aufspringen konnten. Wir hatten gerade Platz genommen, da realisierten wir es. Der Bus setzte weiter zurueck und blieb stehen. Nur gut, dass wir uns so beeilt hatten, in einen parkenden Bus zu kommen! 10 Minuten spaeter war dann Abfahrt.
Die Fahrt war die reinste Hoelle, da sie ueberwiegend ueber ungeteerte Strassen fuehrte. Das hielt den Busfahrer jedoch nicht davon ab, schnell zu fahren und die Schlagloecher zu so mitzunehmen, wie es ihm passte. Mehrmals kam es vor, dass wir hoch in die Luft flogen als wir ueber ein solches Loch bretterten.
Wir waren so froh als wir um 16.30 Uhr endlich in Guasaule ankamen. Von dem ganzen Dreck und Staub sahen Ramona und ich schon aus wie Schornsteinfeger. Ob man uns so ueberhaupt noch ueber die Grenze laesst?!
Ein junger Kerl bot uns seinen Fahrdienst an - mit seinem Spezial-Fahrrad wollte er uns ueber die Grenze fahren zu den entsprechenden Aus- und Einreisebueros, ja sogar bis zum Bus. Na prima. Bei der bulligen Hitze waren wir froh, keinen Meter laufen zu muessen.
Um 17 Uhr war Abfahrt und eine Stunde spaeter waren wir in Choluteca in unserem Quartier fuer die Nacht. Fuer 5$ gab es nicht nur ein grosses sauberes Zimmer, nein, auch Handtuecher, Seife und sogar TV. Allerdings haette das Wasser in der Dusche kaelter sein koennen! Und es waere auch schoen gewesen, wenn wir Wasser fuer die Toilette gehabt haetten - aber wir sind ja nur eine Nacht hier.
Um 7 Uhr klopfte es an unserer Tuer. Wir wurden also puenktlich abgeholt. Erst jetzt erfuhren wir jedoch, dass wir bis um 11 Uhr ausgecheckt haben muessen. Besetzen wir das Zimmer auch nur eine halbe Stunde laenger, muessen wir fuer die naechste Nacht zahlen. Der Hit! Also noch schnell die Sachen zusammen gepackt und das Zimmer geraeumt.
Um 7.10 Uhr ging es los. Mit dabei das Haeschen, bei der wir gestern die Tour gebucht hatten, ihr Vater und ihr Freund. Dann holten wir noch ihre Mutter und einen Tourguide ab. Wir waren uns gestern ueberhaupt nicht bewusst gewesen, dass wir einen Familienausflug gebucht hatten!?
Wir fragten nach, ob sie jeden Sonntag an den Vulkan fahren und das Haeschen antwortete mit ja. Oh, dann muss es ja wirklich langweilig fuer sie sein. Doch das Haeschen musste uns falsch verstanden haben - an unserem Spanisch lag es sicher nicht! :), denn ganz schnell stellte sich heraus, dass niemand wirklich den Weg kannte. Na, das kann ja heiter werden! Zwar gab es Schilder, aber nicht an jeder Kreuzung. Es war also abzusehen, dass wir frueher oder spaeter die falsche Abzweigung nehmen werden. Der Vater wurde richtig laut und wuetend, ihm war das wohl peinlich. Ramona und ich lachten nur. Irgendwann werden wir schon ankommen ...
Um 8.20 Uhr war es soweit - es galt, den 726m hohen und noch aktiven Vulkan zu erklimmen. Ueber die grossen und kleinen schwarzen Lavasteine mussten wir laufen. Dieser Vulkan war so ganz anders als alle bisher gesehenen. An einigen Stellen waren die Steine auch gelb, weiss oder rot. Rot wie gluehende Lava. Ramona und ich waren gut drauf und bald konnten uns der Tourguide und des Haeschens Freund nicht mehr folgen. Dabei war es doch gar nicht so steil ... und der Tourguide war da, um uns den Weg zu zeigen. Pah! Was brauchen wir 'nen Tourguide?!
Wir schauten uns die Stellen, an denen der Vulkan noch raucht, naeher an. Der Schwefelgeruch war so stark, dass wir staendig husten mussten. Allzu lange konnten wir uns hier also nicht aufhalten und so gingen wir weiter bis zum Gipfel.
Der Ausblick war gigantisch: der schwarze Sand von der letzten Eruption aus dem Jahre 1992, dazwischen das saftige Gruen der Baeume. Genial! Der Blick vom Gipfel direkt in den Krater raubte uns den Atem. Es war einfach unbeschreiblich.
Je hoeher wir kamen, um so mehr Insekten und Kaefer liessen sich blicken. Sie schwirrten nicht nur um uns, nein sie setzten sich auch auf uns und unsere Klamotten. Wir waren im Nu voll mit Insekten ... So lange sie uns nichts tun!
Der heutige Abstieg sollte auch etwas Besonderes sein. Ohne Schmerzen in den Knien, ohne Blasen an den Fuessen ... wir gingen zur sandigen Seite des Vulkans, wollten einfach den Hang hinunter rutschen. Es war sehr steil und am Anfang kostete es etwas Ueberwindung. Doch schnell hatten wir den Dreh raus und liefen fast schon den steilen Abhang hinunter. Wir traten richtige Sand-/Steinlawinen los - es war ein riesen Spass! Fast so gut wie das Sand-Skifahren. Nur viel zu schnell vorbei!
Um 12 Uhr hiess es fuer uns erneut Aufbrechen. Wir wollten heute wenigstens noch bis Honduras kommen. Die erste Fahrt bis nach Chinandega verlief ohne weitere Vorkommnisse. Dort angekommen deutete man uns an, dass wir auf den Bus nach Guasaule noch einige Minuten warten muessen. Kein Problem. Ramona hatte sich gerade einen Hot dog gekauft, als langsam der Bus nach Guasaule an uns vorbei fuhr. Ich rannte sofort los, wollte ihn anhalten. Wir hatten doch schliesslich keine Zeit zu verlieren. Einige Maenner halfen mir und schrien laut los. Der Bus hielt tatsaechlich. Genial. Ich rannte zurueck zu Ramona, wir schnappten unsere Rucksaecke und liefen in Richtung Bus. Der kam uns schon rueckwaerts entgegen, die Tuer hatte man schon geoeffnet, so dass wir schnell aufspringen konnten. Wir hatten gerade Platz genommen, da realisierten wir es. Der Bus setzte weiter zurueck und blieb stehen. Nur gut, dass wir uns so beeilt hatten, in einen parkenden Bus zu kommen! 10 Minuten spaeter war dann Abfahrt.
Die Fahrt war die reinste Hoelle, da sie ueberwiegend ueber ungeteerte Strassen fuehrte. Das hielt den Busfahrer jedoch nicht davon ab, schnell zu fahren und die Schlagloecher zu so mitzunehmen, wie es ihm passte. Mehrmals kam es vor, dass wir hoch in die Luft flogen als wir ueber ein solches Loch bretterten.
Wir waren so froh als wir um 16.30 Uhr endlich in Guasaule ankamen. Von dem ganzen Dreck und Staub sahen Ramona und ich schon aus wie Schornsteinfeger. Ob man uns so ueberhaupt noch ueber die Grenze laesst?!
Ein junger Kerl bot uns seinen Fahrdienst an - mit seinem Spezial-Fahrrad wollte er uns ueber die Grenze fahren zu den entsprechenden Aus- und Einreisebueros, ja sogar bis zum Bus. Na prima. Bei der bulligen Hitze waren wir froh, keinen Meter laufen zu muessen.
Um 17 Uhr war Abfahrt und eine Stunde spaeter waren wir in Choluteca in unserem Quartier fuer die Nacht. Fuer 5$ gab es nicht nur ein grosses sauberes Zimmer, nein, auch Handtuecher, Seife und sogar TV. Allerdings haette das Wasser in der Dusche kaelter sein koennen! Und es waere auch schoen gewesen, wenn wir Wasser fuer die Toilette gehabt haetten - aber wir sind ja nur eine Nacht hier.
Freitag, Juni 11, 2004
Laguna de Apoyo
Um 7.30 Uhr gab's Fruehstueck: Gallopinto mit Ei, das typische Fruehstueck in Nicaragua - Reis mit roten Bohnen gemischt, dazu Ruehrei. Wirklich lecker, auch wenn Reis am fruehen Morgen nicht jedermanns Sache ist.
Unser Divemaster Lorenzo hatte sich verspaetet aber um 9.40 Uhr konnten wir endlich loslegen. Wir suchten unser Equipment zusammen und waren 20 Minuten spaeter im Wasser. Da wir ja heute in einem Kratersee tauchen gehen, muessen wir auch nicht mit dem Boot rausfahren. Wir konnten in den See laufen und nach ein paar Metern ging es ganz steil nach unten, so dass wir abtauchen konnten. Aber Ramona, wo bleibst du denn? Ramona war noch immer an der Wasseroberflaeche, kam einfach nicht nach unten. Da braucht sie wohl noch etwas Gewicht. Lorenzo gab ihr erst einmal in paar Steine vom Boden, aber die nutzten ja ueberhaupt nichts. Die Steine hier sind ja federleicht. Nee, da muss Lorenzo nochmal zurueck gehen. Beim zweiten Anlauf klappte es dann. Auch Ramona konnte abtauchen. Die Sicht im See war leider nicht wie erhofft, wir sahen leider nur etwa 5m weit. Der Boden hier war sandig mit einigen Steinen. Viel Unterwasserleben gibt es hier nicht, aber das, was wir hier sahen, war einzigartig. 3 verschiedene Fischarten, die es nur hier in dieser Lagune gibt! Darunter waren sogar Fische, die zwar Augen haben, aber nicht sehen koennen sowie Fische, die zwar Vorrichtungen fuer Augen haben, aber keine Augen haben. Die sahen wirklich komisch aus. Ausserdem sahen wir eine relativ grosse Krabbe, das war schon fast ein Erlebnis hier im See. Wie die wohl hierher gekommen ist?
Nach dem zweiten Tauchgang ging es schnell unter die Dusche und um 14 Uhr waren wir "on the road again". Auf nach León - 1524 von Francisco Fernández de Cordoba gegruendet. Die heutige Stadt liegt 32 km von dort, wo sie damals gegruendet wurde am Fusse des Vulkan Momotombo. 1610 verursachte die Aktivitaet des Vulkans ein Erdbeben, das die alte Stadt zerstoerte. Bis 1857 war León Hauptstadt Nicaraguas (heute ist es Managua) und ist heute eine der wenigen Staedte Nicaraguas, die klar mit Strassenschildern ausgezeichnet ist.
Wir erkundeten die Stadt ein wenig und assen vor der Kathedrale einen Hot Dog zu Abend. Die werden hier an jeder Ecke angeboten, also etwas, was die Einheimischen auch viel essen.
Unser Divemaster Lorenzo hatte sich verspaetet aber um 9.40 Uhr konnten wir endlich loslegen. Wir suchten unser Equipment zusammen und waren 20 Minuten spaeter im Wasser. Da wir ja heute in einem Kratersee tauchen gehen, muessen wir auch nicht mit dem Boot rausfahren. Wir konnten in den See laufen und nach ein paar Metern ging es ganz steil nach unten, so dass wir abtauchen konnten. Aber Ramona, wo bleibst du denn? Ramona war noch immer an der Wasseroberflaeche, kam einfach nicht nach unten. Da braucht sie wohl noch etwas Gewicht. Lorenzo gab ihr erst einmal in paar Steine vom Boden, aber die nutzten ja ueberhaupt nichts. Die Steine hier sind ja federleicht. Nee, da muss Lorenzo nochmal zurueck gehen. Beim zweiten Anlauf klappte es dann. Auch Ramona konnte abtauchen. Die Sicht im See war leider nicht wie erhofft, wir sahen leider nur etwa 5m weit. Der Boden hier war sandig mit einigen Steinen. Viel Unterwasserleben gibt es hier nicht, aber das, was wir hier sahen, war einzigartig. 3 verschiedene Fischarten, die es nur hier in dieser Lagune gibt! Darunter waren sogar Fische, die zwar Augen haben, aber nicht sehen koennen sowie Fische, die zwar Vorrichtungen fuer Augen haben, aber keine Augen haben. Die sahen wirklich komisch aus. Ausserdem sahen wir eine relativ grosse Krabbe, das war schon fast ein Erlebnis hier im See. Wie die wohl hierher gekommen ist?
Nach dem zweiten Tauchgang ging es schnell unter die Dusche und um 14 Uhr waren wir "on the road again". Auf nach León - 1524 von Francisco Fernández de Cordoba gegruendet. Die heutige Stadt liegt 32 km von dort, wo sie damals gegruendet wurde am Fusse des Vulkan Momotombo. 1610 verursachte die Aktivitaet des Vulkans ein Erdbeben, das die alte Stadt zerstoerte. Bis 1857 war León Hauptstadt Nicaraguas (heute ist es Managua) und ist heute eine der wenigen Staedte Nicaraguas, die klar mit Strassenschildern ausgezeichnet ist.
Wir erkundeten die Stadt ein wenig und assen vor der Kathedrale einen Hot Dog zu Abend. Die werden hier an jeder Ecke angeboten, also etwas, was die Einheimischen auch viel essen.
Mittwoch, Juni 09, 2004
Moyogalpa - Granada
Bereits um 6.45 Uhr (!) waren wir auf der Faehre zurueck zum Festland. Dort dann gleich wieder in ein Taxi zur Bushaltestelle. Der Bus nach Granada faehrt aber erst um 10.30 Uhr. Oh nein! Dann fahren wir eben Richtung Managua und steigen nochmal um. Wir sind doch nicht umsonst so frueh aufgestanden. Nach einer Stunde mussten wir umsteigen - unser Gepaeck schaffte das schneller als wir. Wir konnten gar nicht so schnell gucken wie die Jungs unsere Rucksaecke nach unten in die Arme eines anderen Jungens warfen, der dann mit dem Rucksack zum naechsten Bus lief. Ganz schoen fix die Kerle.
Da es schon am fruehen Morgen richtig heiss war, standen auch hier in dem Bus die Fenster sperrangelweit offen. So ein Fahrtwind tut doch wirklich gut! ... Aber iih, was ist das denn? Da werden wir doch glatt nass. Wo kommt das denn her? Es regnet doch gar nicht! Sicher ist oben auf dem Dach etwas ausgelaufen. Das Fenster wurde geschlossen und wir sassen im Trockenen. Es dauerte jedoch nicht lange und wir wussten, woher das Wasser kam - ein Schwein, das auf dem Dach transportiert wurde, hatte gemeint, sich seines Wassers entledigen zu muessen. Jetzt verstanden wir auch, warum jeder im Bus eben so gelacht hatte!!!
Bereits um 10.30 Uhr hatten wir uns in Granada einquartiert und machten uns gleich auf den Weg nach Managua, der Hauptstadt Nicaraguas. Hier wollten wir nun endlich unsere Fluege buchen und uns um das Vulkan-Skilaufen kuemmern. Doch das dauerte wesentlich laenger als erwartet. Zwar schafften wir es, den Flug zu buchen, aber was das Skifahren angeht, sind wir immer noch nicht schlauer. Dafuer muss man naemlich noch bis nach Leon fahren, von wo es angeboten wird.
Also zurueck nach Granada - dann muessen wir morgen eben mal telefonieren und sehen, wie gut wir uns am Telefon auf Spanisch verstaendigen koennen.
Granada ist die einzige Stadt, die noch in ihrer Original-Ansiedlung besteht und gilt als die aelteste Stadt in der westlichen Hemisphaere, da sie an dem gleichen Platz liegt wo sie im Jahre 1524 von Francisco Hernandez de Cordoba gegruendet wurde. Obwohl sie die meist bekaempfte Stadt von Piraten ist, in Zivilkriegen gepluendert wurde und von William Walker im Jahre 1856 zerstoert wurde, ist Granada eine der schoensten Staedte in Nicaragua. Die Stadt besticht durch viele bunte Gebaeude im Barrock- oder Renaissance-Stil, unter ihnen die herausstechende Iglesia de San Francisco im Kolonialstil, der aeltesten in Nicaragua. Und Granada ist wirklich schoen - so friedlich und ruhig. Wir kamen aus dem Fotografieren gar nicht mehr raus.
Da es schon am fruehen Morgen richtig heiss war, standen auch hier in dem Bus die Fenster sperrangelweit offen. So ein Fahrtwind tut doch wirklich gut! ... Aber iih, was ist das denn? Da werden wir doch glatt nass. Wo kommt das denn her? Es regnet doch gar nicht! Sicher ist oben auf dem Dach etwas ausgelaufen. Das Fenster wurde geschlossen und wir sassen im Trockenen. Es dauerte jedoch nicht lange und wir wussten, woher das Wasser kam - ein Schwein, das auf dem Dach transportiert wurde, hatte gemeint, sich seines Wassers entledigen zu muessen. Jetzt verstanden wir auch, warum jeder im Bus eben so gelacht hatte!!!
Bereits um 10.30 Uhr hatten wir uns in Granada einquartiert und machten uns gleich auf den Weg nach Managua, der Hauptstadt Nicaraguas. Hier wollten wir nun endlich unsere Fluege buchen und uns um das Vulkan-Skilaufen kuemmern. Doch das dauerte wesentlich laenger als erwartet. Zwar schafften wir es, den Flug zu buchen, aber was das Skifahren angeht, sind wir immer noch nicht schlauer. Dafuer muss man naemlich noch bis nach Leon fahren, von wo es angeboten wird.
Also zurueck nach Granada - dann muessen wir morgen eben mal telefonieren und sehen, wie gut wir uns am Telefon auf Spanisch verstaendigen koennen.
Granada ist die einzige Stadt, die noch in ihrer Original-Ansiedlung besteht und gilt als die aelteste Stadt in der westlichen Hemisphaere, da sie an dem gleichen Platz liegt wo sie im Jahre 1524 von Francisco Hernandez de Cordoba gegruendet wurde. Obwohl sie die meist bekaempfte Stadt von Piraten ist, in Zivilkriegen gepluendert wurde und von William Walker im Jahre 1856 zerstoert wurde, ist Granada eine der schoensten Staedte in Nicaragua. Die Stadt besticht durch viele bunte Gebaeude im Barrock- oder Renaissance-Stil, unter ihnen die herausstechende Iglesia de San Francisco im Kolonialstil, der aeltesten in Nicaragua. Und Granada ist wirklich schoen - so friedlich und ruhig. Wir kamen aus dem Fotografieren gar nicht mehr raus.
Montag, Juni 07, 2004
Tamarindo - Moyogalpa/Isla de Ometepe (Nicaragua)
Um kurz nach 9 Uhr sassen wir im Bus nach Liberia. Wir wollen Costa Rica heute verlassen und nach Nicaragua, das Land der Vulkane und Seen, reisen. Unser Plan war, bis nach Moyogalpa zu kommen... Unser Gepaeck mussten wir mit in den Bus nehmen. Klar doch, kein Problem, aber der Bus wurde immer voller und letztendlich sassen wir mit unserem schweren Rucksack auf dem Schoss gequetscht im Sitz. Es war total heiss, die Beine schliefen ein ... auf solche Busfahrten hatten wir uns doch in Mittelamerika gefreut!
In Liberia mussten wir dann laenger als geplant warten. Oh je, ob wir die letzte Faehre auf die Insel noch erreichen werden?? Sollte unser Plan etwa schon hier scheitern? Um 12.30 Uhr ging es los nach Penas Blancas, dem letzten Ort vor der Grenze zu Nicaragua. Wir konnten unser Gepaeck wieder im Gepaeckraum verstauen. Die Fahrt sollte zwei Stunden dauern, prima, so haben wir viel Zeit zum Lesen. Doch bereits nach knapp 1,5 Stunden waren wir da.
Ruckzuck hatten wir den Ausreisestempel und gingen zu Fuss ueber die Grenze nach Nicaragua. Fuer die Touristenkarte mussten wir 7$ zahlen und dann gab's auch den Einreisestempel. Schnell noch Geld gewechselt in der Bank nebenan und ein paar Touri-Blaetter an der Information geschnappt, dann ab in den naechsten Bus nach Rivas.
Ich (Nicole) las in den Blaettchen und war auf einmal ganz begeistert! Hier kann man auf einem Vulkan Ski fahren - allerdings nicht auf Schnee sondern auf Sand! Genial! Wo ist das? Cerro Negro, noch nie gehoert. Warum steht nichts davon in unserem Reisefuehrer??? Mehr Informationen dazu solls im Internet geben ... war klar, wo ich bald mal hin muss.
36km weiter stiegen wir aus dem Bus direkt in ein Taxi, das uns zur Faehre bringen sollte. Wir lagen wieder gut in der Zeit, verliessen das Festland mit einer Rostlaube - hier nennt man das wirklich noch Faehre :) - um 16.30 Uhr ueber den Lago de Nicaragua und waren etwa eine Stunde spaeter an unserem Tagesziel: Moyogalpa.
Der See ist mit 177km Laenge und einer durchschnittlichen Breite von 58km der drittgroesste See in Lateinamerika. Insgesamt fliessen 45 Fluesse in den See. Die Isla de Ometepe ("zwischen zwei Huegeln" in der Nahuatl-Sprache) ist die groesste Insel in dem See und von zwei Vulkanen umgeben: Vulkan Concepcion, 1610m, und Vulkan Madera, 1394m. Vulkan Concepcion ist noch immer aktiv, sein letzter Ausbruch liegt jedoch bereits 48 Jahre zurueck.
Auf Ometepe leben inzwischen ca. 50.000 Menschen, die sich mit Fischen, Bananen, Zitrusfruechten, Mais, Sesam und Bohnen den Lebensunterhalt verdienen. Ometepe ist bekannt fuer seine Steinstatuen und Petroglyphen (Felszeichnung) bekannt, die Menschen, Tiere und geometrische Formen, insbesondere Spiralen darstellen.
Die Stadt Moyogalpa hatten Ramona und ich schnell durchquert. Abendessen gab es im Restaurant unseres Hotels und wir verbrachten den Abend mit Lesen.
In Liberia mussten wir dann laenger als geplant warten. Oh je, ob wir die letzte Faehre auf die Insel noch erreichen werden?? Sollte unser Plan etwa schon hier scheitern? Um 12.30 Uhr ging es los nach Penas Blancas, dem letzten Ort vor der Grenze zu Nicaragua. Wir konnten unser Gepaeck wieder im Gepaeckraum verstauen. Die Fahrt sollte zwei Stunden dauern, prima, so haben wir viel Zeit zum Lesen. Doch bereits nach knapp 1,5 Stunden waren wir da.
Ruckzuck hatten wir den Ausreisestempel und gingen zu Fuss ueber die Grenze nach Nicaragua. Fuer die Touristenkarte mussten wir 7$ zahlen und dann gab's auch den Einreisestempel. Schnell noch Geld gewechselt in der Bank nebenan und ein paar Touri-Blaetter an der Information geschnappt, dann ab in den naechsten Bus nach Rivas.
Ich (Nicole) las in den Blaettchen und war auf einmal ganz begeistert! Hier kann man auf einem Vulkan Ski fahren - allerdings nicht auf Schnee sondern auf Sand! Genial! Wo ist das? Cerro Negro, noch nie gehoert. Warum steht nichts davon in unserem Reisefuehrer??? Mehr Informationen dazu solls im Internet geben ... war klar, wo ich bald mal hin muss.
36km weiter stiegen wir aus dem Bus direkt in ein Taxi, das uns zur Faehre bringen sollte. Wir lagen wieder gut in der Zeit, verliessen das Festland mit einer Rostlaube - hier nennt man das wirklich noch Faehre :) - um 16.30 Uhr ueber den Lago de Nicaragua und waren etwa eine Stunde spaeter an unserem Tagesziel: Moyogalpa.
Der See ist mit 177km Laenge und einer durchschnittlichen Breite von 58km der drittgroesste See in Lateinamerika. Insgesamt fliessen 45 Fluesse in den See. Die Isla de Ometepe ("zwischen zwei Huegeln" in der Nahuatl-Sprache) ist die groesste Insel in dem See und von zwei Vulkanen umgeben: Vulkan Concepcion, 1610m, und Vulkan Madera, 1394m. Vulkan Concepcion ist noch immer aktiv, sein letzter Ausbruch liegt jedoch bereits 48 Jahre zurueck.
Auf Ometepe leben inzwischen ca. 50.000 Menschen, die sich mit Fischen, Bananen, Zitrusfruechten, Mais, Sesam und Bohnen den Lebensunterhalt verdienen. Ometepe ist bekannt fuer seine Steinstatuen und Petroglyphen (Felszeichnung) bekannt, die Menschen, Tiere und geometrische Formen, insbesondere Spiralen darstellen.
Die Stadt Moyogalpa hatten Ramona und ich schnell durchquert. Abendessen gab es im Restaurant unseres Hotels und wir verbrachten den Abend mit Lesen.
Samstag, Juni 05, 2004
Playa del Coco - Tamarindo
Es war schon um 8 Uhr so laut, dass wir nicht mehr schlafen konnten. Ausgerechnet heute, an einem Samstag! Wir troedelten lange rum, besuchten Kevin nochmal im Tauchshop und sassen endlich um 11.45 Uhr im Bus nach Filadelfia. Leider ohne die beiden Jungs von gestern.
In Filadelfia hatten wir etwa eine Stunde Aufenthalt bevor es weiter ging nach Tamarindo. Die Fahrt war ziemlich ruckelig und es war so heiss, dass wir froh waren, endlich aussteigen zu duerfen.
Sofort wurden wir von Victoria, einer Italienerin angesprochen, die uns ein Zimmer fuer 10$ pro Person anbot. Ui, das ist aber ziemlich teuer... aber mit Kueche, heissem Wasser, sauber, sicher, ... Wir liessen uns ueberreden und schauten es uns an. Die Preise der Restaurants ueberzeugten uns davon, dass es hier am besten ist, sich selbst zu versorgen. Also buchten wir das Zimmer fuer eine Nacht!
Wir kauften im Supermarkt Lebensmittel ein und machten uns anschliessend zum Strand. Hier roch es unangenehm nach Fisch und wirklich schoen war es nicht. Also gleich weiter zum Nationalpark, wo wir eigentlich Schildkroeten sehen wollten - aber es ist momentan keine Saison. Aber wir kamen eh nicht weit, denn es fing gewaltig an zu regnen. Fast eine Stunde hatten wir uns irgendwo untergestellt ... dann wurde es auch schon dunkel und wir machten uns auf den Heimweg! Ein wirklich erfolgreicher Tag! Ob wir nicht doch noch eine Nacht bleiben sollten und wenigstens morgen surfen sollten? Wir fanden ein Angebot fuer 20$/2 Stunden ... morgen um 14 Uhr geht's los!
Zu Abend gab es leckere Nudeln mit Kaesesosse und wir waelzten bis Mitternacht unsere Reisebuecher und stellten einen Plan zusammen, wie wir in den verbleibenden Wochen weiter reisen werden. Das war natuerlich ganz neu fuer uns, denn so sind wir bisher noch nicht gereist ... Mal sehen, wie lange unser Plan haelt!
In Filadelfia hatten wir etwa eine Stunde Aufenthalt bevor es weiter ging nach Tamarindo. Die Fahrt war ziemlich ruckelig und es war so heiss, dass wir froh waren, endlich aussteigen zu duerfen.
Sofort wurden wir von Victoria, einer Italienerin angesprochen, die uns ein Zimmer fuer 10$ pro Person anbot. Ui, das ist aber ziemlich teuer... aber mit Kueche, heissem Wasser, sauber, sicher, ... Wir liessen uns ueberreden und schauten es uns an. Die Preise der Restaurants ueberzeugten uns davon, dass es hier am besten ist, sich selbst zu versorgen. Also buchten wir das Zimmer fuer eine Nacht!
Wir kauften im Supermarkt Lebensmittel ein und machten uns anschliessend zum Strand. Hier roch es unangenehm nach Fisch und wirklich schoen war es nicht. Also gleich weiter zum Nationalpark, wo wir eigentlich Schildkroeten sehen wollten - aber es ist momentan keine Saison. Aber wir kamen eh nicht weit, denn es fing gewaltig an zu regnen. Fast eine Stunde hatten wir uns irgendwo untergestellt ... dann wurde es auch schon dunkel und wir machten uns auf den Heimweg! Ein wirklich erfolgreicher Tag! Ob wir nicht doch noch eine Nacht bleiben sollten und wenigstens morgen surfen sollten? Wir fanden ein Angebot fuer 20$/2 Stunden ... morgen um 14 Uhr geht's los!
Zu Abend gab es leckere Nudeln mit Kaesesosse und wir waelzten bis Mitternacht unsere Reisebuecher und stellten einen Plan zusammen, wie wir in den verbleibenden Wochen weiter reisen werden. Das war natuerlich ganz neu fuer uns, denn so sind wir bisher noch nicht gereist ... Mal sehen, wie lange unser Plan haelt!
Donnerstag, Juni 03, 2004
La Fortuna - Playa del Coco
Heute wollen wir nach Playa del Coco. Dort soll die schoenste Tauchgegend in ganz Costa Rica sein, da muessen wir also hin! Ein langer Tag in vier verschiedenen Bussen stand uns bevor:
08.20 - 11.20 Uhr: La Fortuna - Tilaran
11.30 - 12.15 Uhr: Tilaran - Canan
13.00 - 14.25 Uhr: Canan - Liberia
14.30 - 15.30 Uhr: Liberia - Playa del Coco
Wir waren ueberrascht, wie zuegig das alles ging und wir mussten wirklich nirgends laenger als ein paar Minuten auf den Anschlussbus warten.
Playa del Coco ist ein kleiner Ort an der Pazifikkueste. Leider auch hier ziemlich touristisch, was man allerdings von den Unterkuenften nicht gerade behaupten kann. Das sauberste - sauber und unser Zimmer ist nicht das gleiche - fuer 8$/Person!! Hammerpreise. Aber es soll ja nur fuer eine Nacht sein.
Viel zu sehen gab es nicht und so haben wir das Tauchen fuer morgen klar gemacht und hatten eine fruehe Nacht.
08.20 - 11.20 Uhr: La Fortuna - Tilaran
11.30 - 12.15 Uhr: Tilaran - Canan
13.00 - 14.25 Uhr: Canan - Liberia
14.30 - 15.30 Uhr: Liberia - Playa del Coco
Wir waren ueberrascht, wie zuegig das alles ging und wir mussten wirklich nirgends laenger als ein paar Minuten auf den Anschlussbus warten.
Playa del Coco ist ein kleiner Ort an der Pazifikkueste. Leider auch hier ziemlich touristisch, was man allerdings von den Unterkuenften nicht gerade behaupten kann. Das sauberste - sauber und unser Zimmer ist nicht das gleiche - fuer 8$/Person!! Hammerpreise. Aber es soll ja nur fuer eine Nacht sein.
Viel zu sehen gab es nicht und so haben wir das Tauchen fuer morgen klar gemacht und hatten eine fruehe Nacht.
Dienstag, Juni 01, 2004
Manuel Antonio - San Jose
Bereits um 7.45 Uhr waren wir am Eingang zum Manuel Antonio Nationalpark. Das ist der kleinste und populaerste Nationalpark in ganz Costa Rica. Da aber in der Vergangenheit zu viele Besucher kamen und somit immer mehr Hotels gebaut wurden, hatte das grossen Einfluss auf die wild lebenden Tiere und die Umgebung. Aus diesem Grund ist nun der Park montags geschlossen und an den anderen Tagen auf 600 Besucher begrenzt.
Am Eingang stehen die Tourguides, die uns eine professionelle Tour anboten. Gar kein Zweifel, dass sie professionell sind, aber 20$ pro Person? Ich glaube, es geht los! Wir gehen auf eigene Faust los. Unsere Mission lautete: Findet ein Faultier ohne Tourguide! Ramona war schon ganz aufgeregt, sie wollte schon immer mal ein Faultier in Natur sehen. Hier in Mittelamerika hat sie nun die Chance. Aber es ist gar nicht so einfach ... doch wir sind ja nicht dumm! Wir liefen langsam durch den Park, vor uns ein Tourguide mit Gruppe, hinter uns ein Tourguide mit Gruppe. Da wo sie stehen bleiben, muss es etwas zu sehen geben. Tja, und so sahen wir tatsaechlich unser erstes Faultier. Es lag im Baum und bewegte sich nicht. Im Tarnen sind die Faultiere Weltmeister, sie sind fast nicht von Termitennestern zu unterscheiden.
Wir verbrachten mehr als 3 Stunden in dem Nationalpark und fanden am Ende sogar zwei Faultiere ohne Hilfe. Also hatten wir doch recht: Was brauchen wir einen Tourguide??
Um 12 Uhr dann sassen wir bereits im Bus nach San Jose, der Hauptstadt Costa Ricas, mit 330.000 Einwohnern. San Jose soll fuer uns aber nur Zwischenstation sein, denn wir fahren morgen schon weiter nach La Fortuna.
Wir hatten uns eine Unterkunft in der Naehe des Busterminals ausgesucht, mit nicht mal 5$ fuer zwei Personen wirklich guenstig. Aber so sah das Zimmer auch aus - wie eine ehemalige Gefaengniszelle. Hat das etwa was mit Ramonas Traum von vor ein paar Tagen zu tun??? Was haben wir wohl verbrochen? Doch es soll ja nur fuer eine Nacht sein. Hoffentlich!
Wir liefen etwas durch San Jose. Auch hier gibt es wieder eine Fussgaengerzone und wir fuehlten uns gleich wie in Trier. Ueberall kommen uns Menschen entgegen und es ist ziemlich hektisch, man muss aufpassen, dass man nicht staendig angerempelt wird. Wirklich vermisst haben wir das nicht!
Informationen zum Faultier:
Das Faultier bewegt sich ausschließlich im Zeitlupen-Tempo - immer mit dem Rücken nach unten und dem Bauch nach oben. Dieses träge Dahinbewegen verlieh dem Tier auch seinen Namen. Es gilt als das langsamste Säugetier der Erde. Im Geäst der Baumkronen bewegt es sich mit einem Tempo von durchschnittlich 0,27 km/h (ca. 270 m pro Stunde).
Um ein Bein vor das andere zu stellen, braucht es bis zu 1 1/2 Minuten. Am Boden auf dem Bauch liegend können sie sich mühsam vorwärts ziehen, wobei sie für 120 bis 200 m eine Stunde brauchen. Im Wasser erweisen sie sich jedoch als recht gute Schwimmer.
Das Faultier gibt noch heute viele Rätsel auf. Bis heute ist nicht einmal sicher, wie alt Faultiere überhaupt werden können, vermutlich 30 - 40 Jahre. Sie werden etwa 10 kg schwer. Die Faultiere gehören zur Familie der Zahnarmen.
Faultiere sind Hängekletterer mit rundem, affenähnlichem Kopf. Der Kopf ist ausgesprochen beweglich. Er kann wie bei Vögeln um 180° auf den Rücken gedreht werden. Ihre Ohren sind im Pelz verborgen. Sie haben starke Sichelkrallen und einen dichten, langhaarigen Pelz. Sie haben keine Schneidezähne und sind Blätterfresser.
Das Faultier bewegt sich so langsam, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen und dementsprechend weniger fressen zu müssen. Die Muskulatur ist nur halb so stark ausgebildet wie bei den meisten anderen Säugetieren. Es kann eine ganze Woche dauern, bis ihre Nahrung durch das Verdauungssystem gewandert ist. Der dicke Pelz verringert den Wärme- bzw. Energieverlust.
Wenn Faultiere schlafen (rund 15 Stunden am Tag), hängen sie in den Ästen der Bäume. Sie benötigen kein Nest oder einen anderen festen Schlafplatz. Sie schützen sich, indem sie Kopf und Beine zu einer Kugel zusammenziehen. In dieser Stellung schlafen sie sicher und geschützt. Durch ihr Haarkleid mit dem leicht grünlichen Schimmer sind die Tiere in den Baumwipfeln sehr gut getarnt.
Am Eingang stehen die Tourguides, die uns eine professionelle Tour anboten. Gar kein Zweifel, dass sie professionell sind, aber 20$ pro Person? Ich glaube, es geht los! Wir gehen auf eigene Faust los. Unsere Mission lautete: Findet ein Faultier ohne Tourguide! Ramona war schon ganz aufgeregt, sie wollte schon immer mal ein Faultier in Natur sehen. Hier in Mittelamerika hat sie nun die Chance. Aber es ist gar nicht so einfach ... doch wir sind ja nicht dumm! Wir liefen langsam durch den Park, vor uns ein Tourguide mit Gruppe, hinter uns ein Tourguide mit Gruppe. Da wo sie stehen bleiben, muss es etwas zu sehen geben. Tja, und so sahen wir tatsaechlich unser erstes Faultier. Es lag im Baum und bewegte sich nicht. Im Tarnen sind die Faultiere Weltmeister, sie sind fast nicht von Termitennestern zu unterscheiden.
Wir verbrachten mehr als 3 Stunden in dem Nationalpark und fanden am Ende sogar zwei Faultiere ohne Hilfe. Also hatten wir doch recht: Was brauchen wir einen Tourguide??
Um 12 Uhr dann sassen wir bereits im Bus nach San Jose, der Hauptstadt Costa Ricas, mit 330.000 Einwohnern. San Jose soll fuer uns aber nur Zwischenstation sein, denn wir fahren morgen schon weiter nach La Fortuna.
Wir hatten uns eine Unterkunft in der Naehe des Busterminals ausgesucht, mit nicht mal 5$ fuer zwei Personen wirklich guenstig. Aber so sah das Zimmer auch aus - wie eine ehemalige Gefaengniszelle. Hat das etwa was mit Ramonas Traum von vor ein paar Tagen zu tun??? Was haben wir wohl verbrochen? Doch es soll ja nur fuer eine Nacht sein. Hoffentlich!
Wir liefen etwas durch San Jose. Auch hier gibt es wieder eine Fussgaengerzone und wir fuehlten uns gleich wie in Trier. Ueberall kommen uns Menschen entgegen und es ist ziemlich hektisch, man muss aufpassen, dass man nicht staendig angerempelt wird. Wirklich vermisst haben wir das nicht!
Informationen zum Faultier:
Das Faultier bewegt sich ausschließlich im Zeitlupen-Tempo - immer mit dem Rücken nach unten und dem Bauch nach oben. Dieses träge Dahinbewegen verlieh dem Tier auch seinen Namen. Es gilt als das langsamste Säugetier der Erde. Im Geäst der Baumkronen bewegt es sich mit einem Tempo von durchschnittlich 0,27 km/h (ca. 270 m pro Stunde).
Um ein Bein vor das andere zu stellen, braucht es bis zu 1 1/2 Minuten. Am Boden auf dem Bauch liegend können sie sich mühsam vorwärts ziehen, wobei sie für 120 bis 200 m eine Stunde brauchen. Im Wasser erweisen sie sich jedoch als recht gute Schwimmer.
Das Faultier gibt noch heute viele Rätsel auf. Bis heute ist nicht einmal sicher, wie alt Faultiere überhaupt werden können, vermutlich 30 - 40 Jahre. Sie werden etwa 10 kg schwer. Die Faultiere gehören zur Familie der Zahnarmen.
Faultiere sind Hängekletterer mit rundem, affenähnlichem Kopf. Der Kopf ist ausgesprochen beweglich. Er kann wie bei Vögeln um 180° auf den Rücken gedreht werden. Ihre Ohren sind im Pelz verborgen. Sie haben starke Sichelkrallen und einen dichten, langhaarigen Pelz. Sie haben keine Schneidezähne und sind Blätterfresser.
Das Faultier bewegt sich so langsam, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen und dementsprechend weniger fressen zu müssen. Die Muskulatur ist nur halb so stark ausgebildet wie bei den meisten anderen Säugetieren. Es kann eine ganze Woche dauern, bis ihre Nahrung durch das Verdauungssystem gewandert ist. Der dicke Pelz verringert den Wärme- bzw. Energieverlust.
Wenn Faultiere schlafen (rund 15 Stunden am Tag), hängen sie in den Ästen der Bäume. Sie benötigen kein Nest oder einen anderen festen Schlafplatz. Sie schützen sich, indem sie Kopf und Beine zu einer Kugel zusammenziehen. In dieser Stellung schlafen sie sicher und geschützt. Durch ihr Haarkleid mit dem leicht grünlichen Schimmer sind die Tiere in den Baumwipfeln sehr gut getarnt.
Sonntag, Mai 30, 2004
Chirripo Base Camp - San Isidro
2.45 Uhr - endlich, der Wecker klingelt. Ich (Nicole) hatte seit 21.20 Uhr kein Auge mehr zugemacht. Ob das an der Hoehe lag? Wir machten uns startklar und um 3.20 Uhr ging es los.
Es war natuerlich noch stockdunkel draussen, einige Sterne waren zu sehen. Vielleicht bekommen wir ja tatsaechlich einen schoenen Sonnenaufgang zu sehen. Im Schein unserer Taschenlampen liefen wir los. Wie bei der Besteigung des Mt. Fuji ... alte Erinnerungen wurden wach! Hoffentlich wird es nicht wieder so anstrengend!!
Es fing jedoch schon gleich mit einem steilen Stueck an. Na, das kann ja heiter werden. Zwar sollen es nur noch 5,1 km bis zum Gipfel sein, aber das waren auch 427 Hoehenmeter! Und das soll man in zwei Stunden schaffen?
Wir waren noch keine Viertelstunde unterwegs, da trafen wir auf das kanadische Paerchen, das wir schon gestern gesehen hatten. Ihre Taschenlampe hatte den Geist aufgegeben! Wie bitte? Wie kann man denn nachts auf einen Berg kraxeln wollen und kein Licht dabei haben? Wir verstanden die Welt nicht mehr! Aber natuerlich konnten sie mit uns laufen ... aber unser Tempo war ihr nicht passend. Wir mussten schon bald eine Pause einlegen. Oh je ...
Um 4.11 Uhr erreichten wir das erste Hinweisschild, noch 2,8 km bis zum Gipfel. Die Hoehe war leider nicht angegeben. Aber 2,8 km, das ist ja nicht mehr so weit. Aber es wird steil sein und somit mindestens eine Stunde dauern. Ein letztes Schild, das uns den Weg zum Gipfel zeigte, sahen wir um 5.12 Uhr. Doch auch hier keine Hoehenangabe. Wirklich noetig war das allerdings nicht, denn das Gipfelkreuz war bereits zu sehen und es sah verdammt steil aus!
Langsam zeigte sich bereits die Sonne hinter einem anderen Berg und wir erlebten einen wunderschoenen Sonnenaufgang. Wir hatten Glueck, dass kaum Wolken am Himmel waren.
Los aber jetzt, auf zum Endspurt. Die deutschen Jungs waren schon halb oben. Wir folgten und wir merkten, wie die Luft immer duenner wurde. Doch fast noch mehr zu schaffen machten mir die hohen Stufen. Ich war so froh, dass man teilweise richtig klettern, die Haende einsetzen musste, denn so konnte ich mich mit den Armen hochziehen. Langsam, ganz langsam naeherte ich mich dem Gipfel. Wo aber bleibt Ramona? Ich konnte sie gar nicht mehr sehen. Ich musste aber weiter gehen, war relativ gut im Tritt. Nur ab und zu musste ich stehen bleiben, um kurz zu verschnaufen. Ramona wird sich ihre Kraefte schon einteilen. Sie ist doch auch ein alter Berghase!
Um 5.32 Uhr hatte ich es geschafft, den Chirripo erklommen. Ramona folgte ein paar Minuten spaeter. Auf 3.820 m befanden wir uns nun und waren stolz wie Oskar. Die Aussicht liess uns mal wieder alle Strapazen der vergangenen Stunden vergessen. Da es jedoch sehr windig und saukalt war - uns fielen fast die Finger ab - machten wir uns schon bald wieder an den Abstieg.
Wir erreichten das Base Camp um 7.30 Uhr, packten unsere restlichen Sachen ein und staerkten uns nochmal mit einem heissen Kakao. Um kurz nach 8 Uhr machten wir uns an den langen Fussmarsch zurueck nach San Gerardo.
Wir hatten schoenes Wetter, die Sonne schien und bei uns lief alles wie am Schnuerchen. Wir kamen wirklich gut voran, auch wenn Ramona nach 5 km bereits ueber ihre schmerzenden Fusssohlen klagte. Nach nur 2,5 Stunden hatten wir die Haelfte hinter uns und wir goennten uns eine lange Pause. Die deutschen Jungs sassen auch wieder bei uns und zusammen setzten wir unseren Rueckweg fort. Ramona ging vor und gab das Tempo an, die Jungs folgten uns erst noch, doch bald schon hatten wir sie abgehaengt. *grins*
Wenn Ramona dieses Tempo beibehaelt, sind wir wirklich richtig gut. Doch nicht nur der ueberaus matschige Weg, nein auch unsere Fuesse bzw. Knie machten uns schwer zu schaffen. Es waren noch ca. 7 km, da wollten auch meine Knie nicht mehr. Jeder Schritt war ein Stich mit dem Messer ins Knie. Ramona ging es auch nicht gut.
Wir sprachen nicht mehr miteinander. Jeder war fuer sich mit seinen eigenen Schmerzen beschaeftigt. Ich versuchte, mich abzulenken - wie gerne wuerde ich jetzt in der Sandkaul sitzen, mit den Frauen Uno spielen und einen Pott Viez-Limo trinken - doch alles half nur fuer Sekundenbruchteile. Die Meter zogen sich endlos lange hin. Aber was nutzte es. Irgendwie musste es doch gehen. Wie sehr wir uns das naechste km-Schild herbei sehnten... und wie gross die Enttaeuschung, wenn es nach der naechsten Kurve immer noch nicht zu sehen war. Die Zeit verrann wie im Fluge, doch Meter machten wir keine.
Ich schaute irgendwann nur noch auf den Boden, wollte sicher gehen, dass ich auch bloss nicht ausrutsche oder umknicke. Doch das bereitete mir Genickschmerzen und ich verkrampfte meine Schultern. Von den Blasen an den Fuessen ganz zu schweigen.
Ramona kam schneller voran als ich, innerhalb von Sekunden war sie mehrere Schritte voraus. Zum ersten Mal war fuer mich der Abstieg schlimmer als der Aufstieg.
Wir waren uebergluecklich, als wir um 13.39 Uhr Kilometer 0 erreichten. Doch wie weit ist es jetzt eigentlich noch zum Hostel?? Wir konnten uns nicht mehr erinnern. Bis 14 Uhr wollte ich am Hostel sein, doch es war schnell klar, dass das nicht zu schaffen war. Unser Bus nach San Isidro faehrt um 16 Uhr - ob wir das wohl schaffen werden? Wir hatten Glueck ... ein Einheimischer musste Mitleid mit uns gehabt haben, er gabelte uns unterwegs auf und fuhr uns die letzten Kilometer zu unserem Hostel.
Total erschoepft und muede setzten wir uns hin. Muede, kaputt, voller Schmerzen. Wir wollten uns nicht mehr bewegen. Heute gibt es einen ruhigen Abend im Hotel in San Isidro. Darauf freuten wir uns!
Um 16 Uhr ging es wieder zwei Stunden mit dem Bus zurueck nach San Isidro. Gott sei Dank war es vom Busterminal bis zum Hotel nicht so weit - mit dem schweren Rucksack lief es sich noch besch....er. Wir erhielten das gleiche Zimmer. Das Treppen steigen war eine Qual. Dennoch machten wir uns nochmal auf den Weg, um Nudelsuppen zu besorgen. Nach einer lauwarmen Dusche goennten wir uns diese zum Abendessen.
Wie froh wir waren, dann endlich im Bett zu liegen und uns nicht mehr bewegen zu muessen.
Es war natuerlich noch stockdunkel draussen, einige Sterne waren zu sehen. Vielleicht bekommen wir ja tatsaechlich einen schoenen Sonnenaufgang zu sehen. Im Schein unserer Taschenlampen liefen wir los. Wie bei der Besteigung des Mt. Fuji ... alte Erinnerungen wurden wach! Hoffentlich wird es nicht wieder so anstrengend!!
Es fing jedoch schon gleich mit einem steilen Stueck an. Na, das kann ja heiter werden. Zwar sollen es nur noch 5,1 km bis zum Gipfel sein, aber das waren auch 427 Hoehenmeter! Und das soll man in zwei Stunden schaffen?
Wir waren noch keine Viertelstunde unterwegs, da trafen wir auf das kanadische Paerchen, das wir schon gestern gesehen hatten. Ihre Taschenlampe hatte den Geist aufgegeben! Wie bitte? Wie kann man denn nachts auf einen Berg kraxeln wollen und kein Licht dabei haben? Wir verstanden die Welt nicht mehr! Aber natuerlich konnten sie mit uns laufen ... aber unser Tempo war ihr nicht passend. Wir mussten schon bald eine Pause einlegen. Oh je ...
Um 4.11 Uhr erreichten wir das erste Hinweisschild, noch 2,8 km bis zum Gipfel. Die Hoehe war leider nicht angegeben. Aber 2,8 km, das ist ja nicht mehr so weit. Aber es wird steil sein und somit mindestens eine Stunde dauern. Ein letztes Schild, das uns den Weg zum Gipfel zeigte, sahen wir um 5.12 Uhr. Doch auch hier keine Hoehenangabe. Wirklich noetig war das allerdings nicht, denn das Gipfelkreuz war bereits zu sehen und es sah verdammt steil aus!
Langsam zeigte sich bereits die Sonne hinter einem anderen Berg und wir erlebten einen wunderschoenen Sonnenaufgang. Wir hatten Glueck, dass kaum Wolken am Himmel waren.
Los aber jetzt, auf zum Endspurt. Die deutschen Jungs waren schon halb oben. Wir folgten und wir merkten, wie die Luft immer duenner wurde. Doch fast noch mehr zu schaffen machten mir die hohen Stufen. Ich war so froh, dass man teilweise richtig klettern, die Haende einsetzen musste, denn so konnte ich mich mit den Armen hochziehen. Langsam, ganz langsam naeherte ich mich dem Gipfel. Wo aber bleibt Ramona? Ich konnte sie gar nicht mehr sehen. Ich musste aber weiter gehen, war relativ gut im Tritt. Nur ab und zu musste ich stehen bleiben, um kurz zu verschnaufen. Ramona wird sich ihre Kraefte schon einteilen. Sie ist doch auch ein alter Berghase!
Um 5.32 Uhr hatte ich es geschafft, den Chirripo erklommen. Ramona folgte ein paar Minuten spaeter. Auf 3.820 m befanden wir uns nun und waren stolz wie Oskar. Die Aussicht liess uns mal wieder alle Strapazen der vergangenen Stunden vergessen. Da es jedoch sehr windig und saukalt war - uns fielen fast die Finger ab - machten wir uns schon bald wieder an den Abstieg.
Wir erreichten das Base Camp um 7.30 Uhr, packten unsere restlichen Sachen ein und staerkten uns nochmal mit einem heissen Kakao. Um kurz nach 8 Uhr machten wir uns an den langen Fussmarsch zurueck nach San Gerardo.
Wir hatten schoenes Wetter, die Sonne schien und bei uns lief alles wie am Schnuerchen. Wir kamen wirklich gut voran, auch wenn Ramona nach 5 km bereits ueber ihre schmerzenden Fusssohlen klagte. Nach nur 2,5 Stunden hatten wir die Haelfte hinter uns und wir goennten uns eine lange Pause. Die deutschen Jungs sassen auch wieder bei uns und zusammen setzten wir unseren Rueckweg fort. Ramona ging vor und gab das Tempo an, die Jungs folgten uns erst noch, doch bald schon hatten wir sie abgehaengt. *grins*
Wenn Ramona dieses Tempo beibehaelt, sind wir wirklich richtig gut. Doch nicht nur der ueberaus matschige Weg, nein auch unsere Fuesse bzw. Knie machten uns schwer zu schaffen. Es waren noch ca. 7 km, da wollten auch meine Knie nicht mehr. Jeder Schritt war ein Stich mit dem Messer ins Knie. Ramona ging es auch nicht gut.
Wir sprachen nicht mehr miteinander. Jeder war fuer sich mit seinen eigenen Schmerzen beschaeftigt. Ich versuchte, mich abzulenken - wie gerne wuerde ich jetzt in der Sandkaul sitzen, mit den Frauen Uno spielen und einen Pott Viez-Limo trinken - doch alles half nur fuer Sekundenbruchteile. Die Meter zogen sich endlos lange hin. Aber was nutzte es. Irgendwie musste es doch gehen. Wie sehr wir uns das naechste km-Schild herbei sehnten... und wie gross die Enttaeuschung, wenn es nach der naechsten Kurve immer noch nicht zu sehen war. Die Zeit verrann wie im Fluge, doch Meter machten wir keine.
Ich schaute irgendwann nur noch auf den Boden, wollte sicher gehen, dass ich auch bloss nicht ausrutsche oder umknicke. Doch das bereitete mir Genickschmerzen und ich verkrampfte meine Schultern. Von den Blasen an den Fuessen ganz zu schweigen.
Ramona kam schneller voran als ich, innerhalb von Sekunden war sie mehrere Schritte voraus. Zum ersten Mal war fuer mich der Abstieg schlimmer als der Aufstieg.
Wir waren uebergluecklich, als wir um 13.39 Uhr Kilometer 0 erreichten. Doch wie weit ist es jetzt eigentlich noch zum Hostel?? Wir konnten uns nicht mehr erinnern. Bis 14 Uhr wollte ich am Hostel sein, doch es war schnell klar, dass das nicht zu schaffen war. Unser Bus nach San Isidro faehrt um 16 Uhr - ob wir das wohl schaffen werden? Wir hatten Glueck ... ein Einheimischer musste Mitleid mit uns gehabt haben, er gabelte uns unterwegs auf und fuhr uns die letzten Kilometer zu unserem Hostel.
Total erschoepft und muede setzten wir uns hin. Muede, kaputt, voller Schmerzen. Wir wollten uns nicht mehr bewegen. Heute gibt es einen ruhigen Abend im Hotel in San Isidro. Darauf freuten wir uns!
Um 16 Uhr ging es wieder zwei Stunden mit dem Bus zurueck nach San Isidro. Gott sei Dank war es vom Busterminal bis zum Hotel nicht so weit - mit dem schweren Rucksack lief es sich noch besch....er. Wir erhielten das gleiche Zimmer. Das Treppen steigen war eine Qual. Dennoch machten wir uns nochmal auf den Weg, um Nudelsuppen zu besorgen. Nach einer lauwarmen Dusche goennten wir uns diese zum Abendessen.
Wie froh wir waren, dann endlich im Bett zu liegen und uns nicht mehr bewegen zu muessen.
Freitag, Mai 28, 2004
San Isidro - San Gerardo de Rivas
Es war schon nach Mitternacht und wir schliefen immer noch nicht. Draussen goss es wie aus Eimern und wir waren froh, im warmen Bett zu liegen. Hoffentlich regnet es nicht so, wenn wir den hoechsten Vulkan Costa Ricas, den Chirripo, hochkraxeln wollen. Irgendwann muessen wir wohl doch eingeschlafen sein.
Unser erster Weg am morgen war zur Bank. Wir wollen unsere US-Dollar in Colones umtauschen. Wir mussten erst einmal lange anstehen. Die Wartelinie war wie am Flughafen auf dem Boden vorgegeben. Nach einer knappen halben Stunde - Gott sei Dank hatten sie hier einen Fernseher - waren wir dran. Das Umtauschen war mit Personalausweis nicht moeglich, nur der Reisepass wurde akzeptiert. Alles muss seine Richtigkeit haben ...
Der naechste Weg ging zur Post. Wir wollten zwei kleine Paeckchen verschicken. Wieder mussten wir anstehen. Als wir an der Reihe waren, erfuhren wir, dass wir Umschlaege auf der Post nicht kaufen koennen. Dafuer muessen wir in das Geschaeft, 50m zurueck! Also wirklich ...
Im Supermarkt kauften wir uns dann noch Verpflegung fuer unsere morgige Wandertour. Ruckzuck war es 12 Uhr und Zeit zum Auschecken. Da es schon wieder regnete und unser Bus erst um 14 Uhr fuhr, nutzten wir die Zeit fuer unser Fruehstueck. Kalte Pizza - der Rest von gestern. Wie lecker!
Die Busfahrt nach San Gerardo dauerte 2 Stunden. In der Unterkunft El Bosque soll's sogar heisses Wasser geben ... Fehlanzeige! In der Ranger Station gegenueber bezahlten wir den Eintritt fuer den Nationalpark und buchten die Nacht im Chirripo Base Camp, wo wir morgen uebernachten wollen.
Heute war frueh schlafen angesagt, da der Wecker bereits um 4.30 Uhr klingeln wird.
Unser erster Weg am morgen war zur Bank. Wir wollen unsere US-Dollar in Colones umtauschen. Wir mussten erst einmal lange anstehen. Die Wartelinie war wie am Flughafen auf dem Boden vorgegeben. Nach einer knappen halben Stunde - Gott sei Dank hatten sie hier einen Fernseher - waren wir dran. Das Umtauschen war mit Personalausweis nicht moeglich, nur der Reisepass wurde akzeptiert. Alles muss seine Richtigkeit haben ...
Der naechste Weg ging zur Post. Wir wollten zwei kleine Paeckchen verschicken. Wieder mussten wir anstehen. Als wir an der Reihe waren, erfuhren wir, dass wir Umschlaege auf der Post nicht kaufen koennen. Dafuer muessen wir in das Geschaeft, 50m zurueck! Also wirklich ...
Im Supermarkt kauften wir uns dann noch Verpflegung fuer unsere morgige Wandertour. Ruckzuck war es 12 Uhr und Zeit zum Auschecken. Da es schon wieder regnete und unser Bus erst um 14 Uhr fuhr, nutzten wir die Zeit fuer unser Fruehstueck. Kalte Pizza - der Rest von gestern. Wie lecker!
Die Busfahrt nach San Gerardo dauerte 2 Stunden. In der Unterkunft El Bosque soll's sogar heisses Wasser geben ... Fehlanzeige! In der Ranger Station gegenueber bezahlten wir den Eintritt fuer den Nationalpark und buchten die Nacht im Chirripo Base Camp, wo wir morgen uebernachten wollen.
Heute war frueh schlafen angesagt, da der Wecker bereits um 4.30 Uhr klingeln wird.
Mittwoch, Mai 26, 2004
Cerro Punta - Paso Canoas (Costa Rica)
Nur langsam machten wir uns heute auf. Was steht an? Wandern mit John in Cerro Punta? Rueber auf die andere Vulkanseite nach Boquete? Oder doch lieber direkt nach Costa Rica? Wir entschieden uns fuer letzteres.
John wollte auch nicht mehr wandern, es goss naemlich aus Stroemen. Also ging's zusammen in den Bus Richtung David. Ramona und ich stiegen am Buero von Maria und Raphael nochmal aus und die beiden freuten sich, uns nochmal zu sehen. Raphael brachte uns sogar zum Bus nach Rio Sereno. Dort wollten wir ueber die Grenze nach Costa Rica. Die Strasse nach Rio Sereno gilt als eine der schoensten Panamas. Sie war es auch wirklich: enge Strassen, dicht bewachsen, kurvenreich ... aehnlich wie im Serriger Bachtal. Die Berglandschaft um uns war eingetaucht in Nebel und Wolken. Es sah wirklich schoen aus. Ich frage mich, ob ich das zu Hause nun auch schaetzen werde und schoen finden werde, oder ob ich mich dort eher wieder beschweren wuerde, weil die Sonne nicht scheint.
In Rio Sereno waren es von der Bushaltestelle bis zum Grenzuebergang noch einige Hundert Meter. Doch die Frau dort wies uns gleich zurueck. Dieser Grenzuebergang ist nicht mehr fuer Touristen. Na toll! Was nun? Ihr muesst die Grenze in Paso Canoas ueberqueren. 2 Stunden sind es bis dorthin. Na, wenn wir das mal gewusst haetten, dann waeren wir gleich mit John bis nach David gefahren...
Der Bus nach Paso Canoas fuhr erst um 16 Uhr und einige Stunden spaeter waren wir da. Den Ausreisestempel gab's ohne Probleme. Wir gingen zu Fuss ueber die Grenze und erhielten dann in Costa Rica genauso schnell den Einreisestempel. Gott sei Dank fragte auch hier niemand nach einem Ausreiseticket!
Eigentlich wollten wir gleich weiter nach Santa Elena, doch es fuhren keine Busse mehr. Also suchten wir uns hier eine Unterkunft. Unser erster Eindruck von Costa Rica war nicht wirklich berauschend. Dreck, ueberall liegt Dreck auf der Strasse. Das hatten wir nun wirklich schon lange nicht mehr.
Nach dem Abendessen gings ins Internet.
John wollte auch nicht mehr wandern, es goss naemlich aus Stroemen. Also ging's zusammen in den Bus Richtung David. Ramona und ich stiegen am Buero von Maria und Raphael nochmal aus und die beiden freuten sich, uns nochmal zu sehen. Raphael brachte uns sogar zum Bus nach Rio Sereno. Dort wollten wir ueber die Grenze nach Costa Rica. Die Strasse nach Rio Sereno gilt als eine der schoensten Panamas. Sie war es auch wirklich: enge Strassen, dicht bewachsen, kurvenreich ... aehnlich wie im Serriger Bachtal. Die Berglandschaft um uns war eingetaucht in Nebel und Wolken. Es sah wirklich schoen aus. Ich frage mich, ob ich das zu Hause nun auch schaetzen werde und schoen finden werde, oder ob ich mich dort eher wieder beschweren wuerde, weil die Sonne nicht scheint.
In Rio Sereno waren es von der Bushaltestelle bis zum Grenzuebergang noch einige Hundert Meter. Doch die Frau dort wies uns gleich zurueck. Dieser Grenzuebergang ist nicht mehr fuer Touristen. Na toll! Was nun? Ihr muesst die Grenze in Paso Canoas ueberqueren. 2 Stunden sind es bis dorthin. Na, wenn wir das mal gewusst haetten, dann waeren wir gleich mit John bis nach David gefahren...
Der Bus nach Paso Canoas fuhr erst um 16 Uhr und einige Stunden spaeter waren wir da. Den Ausreisestempel gab's ohne Probleme. Wir gingen zu Fuss ueber die Grenze und erhielten dann in Costa Rica genauso schnell den Einreisestempel. Gott sei Dank fragte auch hier niemand nach einem Ausreiseticket!
Eigentlich wollten wir gleich weiter nach Santa Elena, doch es fuhren keine Busse mehr. Also suchten wir uns hier eine Unterkunft. Unser erster Eindruck von Costa Rica war nicht wirklich berauschend. Dreck, ueberall liegt Dreck auf der Strasse. Das hatten wir nun wirklich schon lange nicht mehr.
Nach dem Abendessen gings ins Internet.
Montag, Mai 24, 2004
Pedasi - Cerra Punta
Wir checkten aus und fragten nach der Bushaltestelle. Unser Ziel heute: Boquete. Ein kleiner Ort in der Vulkangegend. Doch was erzaehlt uns die gute Frau vom Hotel? Streik, keine Busse, Benzinpreise zu hoch ... Haben wir sie wirklich richtig verstanden?
Auf dem Weg zur Bushaltestelle hielt ein Taxifahrer an. Er bringt uns fuer 2$ nach Las Tablas. Soviel haetten wir auch mit dem Bus bezahlt. OK, warum also nicht? In Las Tablas brachte er uns auch gleich zum richtigen Bus. Bis nach Divisa geht's, von dort weiter nach David. Alles lief wie am Schnuerchen, lange warten muss man hier auf den Anschlussbus nie. Von Streik also keine Spur. Wahrscheinlich hatten wir die gute alte Frau doch falsch verstanden.
Um 15.50 Uhr erreichten wir David und hatten den Bus nach Boquete um 5 Minuten verpasst. Aber kein Problem, denn der naechste faehrt bereits in 15 Minuten. Doch die Leute um uns rum faselten irgendetwas von "kein Bus nach Boquete" ... ??? Warum das denn? Streik! Also doch! Wann faehrt der naechste? Vielleicht spaeter am Nachmittag, vielleicht morgen. Keiner wusste es! Hmmmm... was tun? Wir entschieden uns um und fuhren stattdessen nach Cerro Punta. Es liegt auf der anderen Seite des Vulkans Baru, also genau gegenueber von Boquete.
Die Fahrt nach Cerro Punta zog sich endlos lange hin und erst gegen 19.30 Uhr waren wir endlich bei der Pension Primavera angekommen. Unser Zimmer 2,5m x 2,5m gross. Nix Dolles, aber das guenstigste, was es in diesem Ort gibt.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle hielt ein Taxifahrer an. Er bringt uns fuer 2$ nach Las Tablas. Soviel haetten wir auch mit dem Bus bezahlt. OK, warum also nicht? In Las Tablas brachte er uns auch gleich zum richtigen Bus. Bis nach Divisa geht's, von dort weiter nach David. Alles lief wie am Schnuerchen, lange warten muss man hier auf den Anschlussbus nie. Von Streik also keine Spur. Wahrscheinlich hatten wir die gute alte Frau doch falsch verstanden.
Um 15.50 Uhr erreichten wir David und hatten den Bus nach Boquete um 5 Minuten verpasst. Aber kein Problem, denn der naechste faehrt bereits in 15 Minuten. Doch die Leute um uns rum faselten irgendetwas von "kein Bus nach Boquete" ... ??? Warum das denn? Streik! Also doch! Wann faehrt der naechste? Vielleicht spaeter am Nachmittag, vielleicht morgen. Keiner wusste es! Hmmmm... was tun? Wir entschieden uns um und fuhren stattdessen nach Cerro Punta. Es liegt auf der anderen Seite des Vulkans Baru, also genau gegenueber von Boquete.
Die Fahrt nach Cerro Punta zog sich endlos lange hin und erst gegen 19.30 Uhr waren wir endlich bei der Pension Primavera angekommen. Unser Zimmer 2,5m x 2,5m gross. Nix Dolles, aber das guenstigste, was es in diesem Ort gibt.
Samstag, Mai 22, 2004
Chitre - Pedasi
Ich (Nicole) war mal wieder verdammt frueh wach. 5.50 Uhr zeigte die Uhr. Viel zu frueh, um aufzustehen. Ich waelzte mich hin und her, doch irgendwann hielt ich es nicht mehr aus. Ich duschte und machte mich auf den Weg, die 10 Kugelschreiber zu kaufen, die ich gestern schon gesehen hatte. Nicht, dass ich 10 Stueck brauche, aber sie kosteten nur 1$. Als ich zurueck kam, war Ramona auch auf. Der Fernseher lief ... was ist das denn? Ein deutscher Film!! Mit spanischem Untertitel. Na, so was!
Um kurz nach 10 Uhr sassen wir im Bus nach Las Tablas. Irgendwie ist das Bus fahren hier gar nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es ist nicht laut, nicht wirklich eng, die Musik, wenn es welche gibt, ist ertragbar. Es war nicht wirklich abenteuerlich. Schade!
In Las Tablas stiegen wir um in einen Bus nach Pedasi. Ein 3.000-Seelen-Ort an der Pazifik-Kueste. Der Busfahrer liess uns direkt vor unserer Unterkunft raus, wo wir ein Zimmer fuer 4$ pro Person ergattern konnten. Ohne Bad und TV versteht sich! Aber wozu brauchen wir auch TV?
Im einzigen Tauchshop des Ortes machten wir die Tauchgaenge fuer den naechsten Tag klar. Im Touristenbuero nebenan - wir wunderten uns, dass es in diesem abgelegenen Ort ueberhaupt so etwas gibt - versuchten wir uns, ueber Pedasi und die Umgebung zu informieren. Der Mann konnte kein Englisch, wir kaum Spanisch ... mit Haenden und Fuessen ging es irgendwie. Er machte sich aber auch wirklich Muehe.
Dann ging es an den Strand, wo wir fuer mehrere Stunden barfuss spazieren gingen. Der Sand war quarz-farben und nass. Klar, ist ja Regenzeit! Schon von weitem sahen wir Voegel auf Aas sitzen. Was das wohl ist? Robben? Nein, es waren 3 Haie. Sicher illegal gefangen und dann dorthin gelegt. Tzztzz - wollen wir hoffen, dass wir morgen im Meer auch noch welche sehen.
Im Supermarkt kauften wir etwas Verpflegung. Der Kassierer war klasse, er hatte ein Buch mit den Kontinenten und wichtigsten Laendern der Welt. Dort mussten sich alle Touristen, die in den Supermarkt einkaufen kommen, sich eintragen. Wir hatten Glueck, wir waren die ersten aus Cadenberge bzw. Serrig.
Ein paar Meter weiter probierten wir in der Dulceria Yely den besten Kuchen des Ortes. Die Frau ist in Panama ganz bekannt fuer ihren Kuchen und der Laden ist fuer jeden Pedasi-Besucher ein Muss. Aber ehrlich gesagt, der Kuchen war ok aber etwas Besonderes?!
Den Abend verbrachten wir mit Tagebuch schreiben und lesen ueber die restlichen Laender Mittelamerikas ... Was uns wohl noch so erwarten wird?
Um kurz nach 10 Uhr sassen wir im Bus nach Las Tablas. Irgendwie ist das Bus fahren hier gar nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es ist nicht laut, nicht wirklich eng, die Musik, wenn es welche gibt, ist ertragbar. Es war nicht wirklich abenteuerlich. Schade!
In Las Tablas stiegen wir um in einen Bus nach Pedasi. Ein 3.000-Seelen-Ort an der Pazifik-Kueste. Der Busfahrer liess uns direkt vor unserer Unterkunft raus, wo wir ein Zimmer fuer 4$ pro Person ergattern konnten. Ohne Bad und TV versteht sich! Aber wozu brauchen wir auch TV?
Im einzigen Tauchshop des Ortes machten wir die Tauchgaenge fuer den naechsten Tag klar. Im Touristenbuero nebenan - wir wunderten uns, dass es in diesem abgelegenen Ort ueberhaupt so etwas gibt - versuchten wir uns, ueber Pedasi und die Umgebung zu informieren. Der Mann konnte kein Englisch, wir kaum Spanisch ... mit Haenden und Fuessen ging es irgendwie. Er machte sich aber auch wirklich Muehe.
Dann ging es an den Strand, wo wir fuer mehrere Stunden barfuss spazieren gingen. Der Sand war quarz-farben und nass. Klar, ist ja Regenzeit! Schon von weitem sahen wir Voegel auf Aas sitzen. Was das wohl ist? Robben? Nein, es waren 3 Haie. Sicher illegal gefangen und dann dorthin gelegt. Tzztzz - wollen wir hoffen, dass wir morgen im Meer auch noch welche sehen.
Im Supermarkt kauften wir etwas Verpflegung. Der Kassierer war klasse, er hatte ein Buch mit den Kontinenten und wichtigsten Laendern der Welt. Dort mussten sich alle Touristen, die in den Supermarkt einkaufen kommen, sich eintragen. Wir hatten Glueck, wir waren die ersten aus Cadenberge bzw. Serrig.
Ein paar Meter weiter probierten wir in der Dulceria Yely den besten Kuchen des Ortes. Die Frau ist in Panama ganz bekannt fuer ihren Kuchen und der Laden ist fuer jeden Pedasi-Besucher ein Muss. Aber ehrlich gesagt, der Kuchen war ok aber etwas Besonderes?!
Den Abend verbrachten wir mit Tagebuch schreiben und lesen ueber die restlichen Laender Mittelamerikas ... Was uns wohl noch so erwarten wird?
Donnerstag, Mai 20, 2004
Panama City
Das kann jetzt aber nicht sein. Noch ein Blick auf die Uhr - 11 Uhr! Wir wollten doch um 8.30 Uhr aufstehen. Das gibt es doch nicht! Jetzt aber schnell auf ... unter die Dusche und ab zum Kanal.
Wo ist die Bushaltestelle? Oh je, soweit weg? Dann fahren wir mit dem Taxi dorthin. Doch der Fahrer bot uns an, fuer 5$ direkt zum Kanal zu fahren. Ja, warum eigentlich nicht? 15 Minuten spaeter waren wir dort. 10$ kostet der Eintritt - zum Museum, zum Restaurant, zum Souvenir-Shop und zur Aussichtsplattform ... Hmmm! Stolzer Preis, aber was hilft's?!
Das naechste Schiff faehrt erst um 13.30 Uhr durch den Kanal, also haben wir noch 1,5 Stunden Zeit, um uns im Museum umzuschauen. Es verteilt sich ueber 4 Etagen und informiert ueber den Bau des Kanals, die Bedeutung des Wassers im allgemeinen und fuer den Kanal, die Tierwelt im umliegenden Regenwald und die Bedeutung des Kanals in der Welt. Schnell ist die Zeit um und wir muessen auf die Aussichtsplattform. Hier koennen wir beobachten, wie mehrere Schiffe durch die Miraflores-Schleusen geschleust werden. Eigentlich nichts anderes wie an der Serriger Staustufe, und dennoch ... ein Meisterwerk! An die 14.000 Schiffe werden jaehrlich durchgeschleust. Weltweit werden die Schiffe nach den Massen des Kanals gebaut. Die Schiffe zahlen fuer das Durchschleusen eine Gebuehr, die sich nach deren Gewicht richtet, im Durchschnitt 30.000 US-Dollar. Der hoechste Betrag, der je bezahlt wurde, war 184.114,80 US-Dollar (Januar 2000) fuer die M/V Sisler, ein US-amerikanisches Containerschiff. Der niedrigste Betrag war 0,36 US-Dollar im Jahre 1928 bezahlt von Richard Halliburton. Er schwamm durch den Kanal (Dauer: 10 Tage)
Mit dem Bus fuhren wir zurueck nach Panama City, wo wir uns nochmal in der Fussgaengerzone rumluemmelten. Im Park Cinco de Mayo genossen wir die Sonne und versuchten, die Weiterreise zu planen. Mal wieder gar nicht so einfach und abhaengig von den Preisen, die wir morgen rausfinden muessen.
INFORMATIONEN ZUM PANAMAKANAL
Wie funktioniert der Panamakanal?
Der Kanal, der mittels eines Schleusensystems funktioniert, ist ca. 80 km lang und verbindet den atlantischen mit dem pazifischen Ozean an einem der engsten Punkte des Isthmus von Panama und des amerikanischen Kontinents. Am 15. August 1914 wurde er nach einer 10jaehrigen Bauphase fuer die internationale Schifffahrt eroeffnet. Seitdem haben ihn mehr als 880.000 Schiffe durchquert.
Die drei zweispurigen Kanalschleusen dienen als Wasseraufzuege und heben die Schiffe auf die Hoehe des Wasserspiegels des Gatun-Sees, 26 Meter ueber Meeresspiegelhoehe, um den Uebergang ueber die zentrale Gebirgskette des Isthmus zu ermoeglichen, und die Schiffe danach auf der anderen Seite des Isthmus wieder auf Meeresspiegelhoehe zu senken. Zu diesem Zwecke wird das im Gatun-See gespeicherte Wasser benutzt.
Waehrend dieses Prozesses werden die Tore der Schleusenkammern geschlossen, um mit Hilfe der Schwerkraft den Abfluss des Wassers von oben nach unten zu ermoeglichen. Ungefaehr 197 Mio. Liter Suesswasser werden bei jeder Schleusenoperation verbraucht, die schliesslich ins Meer fliessen. Diese Operation wird von der Kontrollkabine aus geleitet, die sich in der Zentralmauer auf der oberen Kammer einer jeden der drei Schleusen befindet.
Obwohl die Schiffe waehrend der Kanaldurchfahrt ihren eigenen Antrieb benutzen, werden sie auf der Fahrt durch die Schleusen von Elektrolokomotiven, die durch Kabel mit ihnen verbunden sind, unterstuetzt. Die paarweise arbeitenden, auf elektrischen Schienen laufenden Lokomotiven halten die Schiffe waehrend der Fahrt durch die Schleusenkammern in Position. Je nach Groesse des Schiffes werden vier bis acht Lokomotiven benoetigt.
Der 12,6 km lange Corte Gaillard oder Corte Culebra ist die engste Kanalstelle und entspricht 15 % der Gesamtausdehnung des Wasserweges. Der Corte kreuzt die zentrale Gebirgskette des Isthmus und erstreckt sich von den Pedro-Miguel-Schleusen bis nach Gamboa.
Allgemeine Informationen ueber den Panamkanal
- die Schleusenkammern sind 33,5 Meter breit und 305 Meter lang
- fuer den Kanalbetrieb wird Suesswasser aus den Fluessen des Einzugsgebietes benutzt. Wuerde man Salzwasser verwenden, muesste es gepumpt werden, da das Bett des Kanals 26 Meter ueber dem Meeresspiegel liegt. Die Kosten fuer die Einrichtung und Wartung der Pumpen waeren sehr hoch. Ausserdem wuerde das Salzwasser den Schleuseneinrichtungen schaden und die Vegetation vernichten.
- Da die Pazifikkueste hoehere Gezeitenschwankungen hat, sind die Schleusentore auf der Pazifikseite, d.h. in der suedlichen Einfahrt der Miraflores-Schleusen (da wo wir waren), die hoechsten (25m) und schwersten des ganzen Kanalsystems (730 Tonnen).
- Waehrend der Zeit des Kanalbaus wurden ueber 152,9 Millionen Kubikmeter Material bewegt, fast die Haelfte davon aus dem Corte Gaillard oder Corte Culebra. Wuerde man das urspruenglich ausgegrabene Material auf einen Gueterzug bringen, entspraeche dessen Laenge dem vierfachen Erdumfang.
Haupthandelsrouten, die durch den Kanal fuehren:- von der Ostkueste der USA nach Fernost
- von der Ostkueste der USA zur suedamerikanischen Westkueste
- von Europa zur Westkueste der USA und Kanada
Hauptprodukte- Fracht in Containern
- Getreide
- Erdoel und Nebenprodukte
Wo ist die Bushaltestelle? Oh je, soweit weg? Dann fahren wir mit dem Taxi dorthin. Doch der Fahrer bot uns an, fuer 5$ direkt zum Kanal zu fahren. Ja, warum eigentlich nicht? 15 Minuten spaeter waren wir dort. 10$ kostet der Eintritt - zum Museum, zum Restaurant, zum Souvenir-Shop und zur Aussichtsplattform ... Hmmm! Stolzer Preis, aber was hilft's?!
Das naechste Schiff faehrt erst um 13.30 Uhr durch den Kanal, also haben wir noch 1,5 Stunden Zeit, um uns im Museum umzuschauen. Es verteilt sich ueber 4 Etagen und informiert ueber den Bau des Kanals, die Bedeutung des Wassers im allgemeinen und fuer den Kanal, die Tierwelt im umliegenden Regenwald und die Bedeutung des Kanals in der Welt. Schnell ist die Zeit um und wir muessen auf die Aussichtsplattform. Hier koennen wir beobachten, wie mehrere Schiffe durch die Miraflores-Schleusen geschleust werden. Eigentlich nichts anderes wie an der Serriger Staustufe, und dennoch ... ein Meisterwerk! An die 14.000 Schiffe werden jaehrlich durchgeschleust. Weltweit werden die Schiffe nach den Massen des Kanals gebaut. Die Schiffe zahlen fuer das Durchschleusen eine Gebuehr, die sich nach deren Gewicht richtet, im Durchschnitt 30.000 US-Dollar. Der hoechste Betrag, der je bezahlt wurde, war 184.114,80 US-Dollar (Januar 2000) fuer die M/V Sisler, ein US-amerikanisches Containerschiff. Der niedrigste Betrag war 0,36 US-Dollar im Jahre 1928 bezahlt von Richard Halliburton. Er schwamm durch den Kanal (Dauer: 10 Tage)
Mit dem Bus fuhren wir zurueck nach Panama City, wo wir uns nochmal in der Fussgaengerzone rumluemmelten. Im Park Cinco de Mayo genossen wir die Sonne und versuchten, die Weiterreise zu planen. Mal wieder gar nicht so einfach und abhaengig von den Preisen, die wir morgen rausfinden muessen.
INFORMATIONEN ZUM PANAMAKANAL
Wie funktioniert der Panamakanal?
Der Kanal, der mittels eines Schleusensystems funktioniert, ist ca. 80 km lang und verbindet den atlantischen mit dem pazifischen Ozean an einem der engsten Punkte des Isthmus von Panama und des amerikanischen Kontinents. Am 15. August 1914 wurde er nach einer 10jaehrigen Bauphase fuer die internationale Schifffahrt eroeffnet. Seitdem haben ihn mehr als 880.000 Schiffe durchquert.
Die drei zweispurigen Kanalschleusen dienen als Wasseraufzuege und heben die Schiffe auf die Hoehe des Wasserspiegels des Gatun-Sees, 26 Meter ueber Meeresspiegelhoehe, um den Uebergang ueber die zentrale Gebirgskette des Isthmus zu ermoeglichen, und die Schiffe danach auf der anderen Seite des Isthmus wieder auf Meeresspiegelhoehe zu senken. Zu diesem Zwecke wird das im Gatun-See gespeicherte Wasser benutzt.
Waehrend dieses Prozesses werden die Tore der Schleusenkammern geschlossen, um mit Hilfe der Schwerkraft den Abfluss des Wassers von oben nach unten zu ermoeglichen. Ungefaehr 197 Mio. Liter Suesswasser werden bei jeder Schleusenoperation verbraucht, die schliesslich ins Meer fliessen. Diese Operation wird von der Kontrollkabine aus geleitet, die sich in der Zentralmauer auf der oberen Kammer einer jeden der drei Schleusen befindet.
Obwohl die Schiffe waehrend der Kanaldurchfahrt ihren eigenen Antrieb benutzen, werden sie auf der Fahrt durch die Schleusen von Elektrolokomotiven, die durch Kabel mit ihnen verbunden sind, unterstuetzt. Die paarweise arbeitenden, auf elektrischen Schienen laufenden Lokomotiven halten die Schiffe waehrend der Fahrt durch die Schleusenkammern in Position. Je nach Groesse des Schiffes werden vier bis acht Lokomotiven benoetigt.
Der 12,6 km lange Corte Gaillard oder Corte Culebra ist die engste Kanalstelle und entspricht 15 % der Gesamtausdehnung des Wasserweges. Der Corte kreuzt die zentrale Gebirgskette des Isthmus und erstreckt sich von den Pedro-Miguel-Schleusen bis nach Gamboa.
Allgemeine Informationen ueber den Panamkanal
- die Schleusenkammern sind 33,5 Meter breit und 305 Meter lang
- fuer den Kanalbetrieb wird Suesswasser aus den Fluessen des Einzugsgebietes benutzt. Wuerde man Salzwasser verwenden, muesste es gepumpt werden, da das Bett des Kanals 26 Meter ueber dem Meeresspiegel liegt. Die Kosten fuer die Einrichtung und Wartung der Pumpen waeren sehr hoch. Ausserdem wuerde das Salzwasser den Schleuseneinrichtungen schaden und die Vegetation vernichten.
- Da die Pazifikkueste hoehere Gezeitenschwankungen hat, sind die Schleusentore auf der Pazifikseite, d.h. in der suedlichen Einfahrt der Miraflores-Schleusen (da wo wir waren), die hoechsten (25m) und schwersten des ganzen Kanalsystems (730 Tonnen).
- Waehrend der Zeit des Kanalbaus wurden ueber 152,9 Millionen Kubikmeter Material bewegt, fast die Haelfte davon aus dem Corte Gaillard oder Corte Culebra. Wuerde man das urspruenglich ausgegrabene Material auf einen Gueterzug bringen, entspraeche dessen Laenge dem vierfachen Erdumfang.
Haupthandelsrouten, die durch den Kanal fuehren:- von der Ostkueste der USA nach Fernost
- von der Ostkueste der USA zur suedamerikanischen Westkueste
- von Europa zur Westkueste der USA und Kanada
Hauptprodukte- Fracht in Containern
- Getreide
- Erdoel und Nebenprodukte
Dienstag, Mai 18, 2004
Panama City
Mich traf fast der Schlag als ich aufwachte: 11.30 Uhr - da muessen wir den Schlaf aber wirklich noetig gehabt haben.
14 Uhr und wir machen uns auf Erkundungstour durch Panama City. Wir lassen uns an der Rezeption unser Hotel, das recht zentral liegt, im Stadtplan einzeichnen und waren schon bald in der Fussgaengerzone. A propos Fussgaengerzone: so etwas haben wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und wir erinnern uns noch, dass wie in vielen Laendern nach einem Cafe in einer Fussgaengerzone Ausschau gehalten haben. Ob wir so etwas hier finden?
Nein, die Fussgaengerzone erstreckt sich zwar ueber einen guten Kilometer aber Cafes? Nein, die gibt's auch hier nicht. Stattdessen zwischen McDonalds, Burger King Einkaufshaeuser, die z. Bsp. 3 Unterhosen fuer 1$ im Angebot haben. Ueberhaupt ist hier wieder alles spottbillig. 1 Hamburger mit Cola auch nur 1$. War klar, dass wir heute an der Strasse essen.
Doch erst einmal in den Kolonialteil Casco Antiguo, auch San Felipe oder Casco Viejo genannt. Dieser Stadtteil ragt auf der suedwestlichen Seite der Stadt hinaus in das Meer und gilt als einer der interessantesten Teile der Stadt. Leider sind heutzutage allerdings viele der Gebaeude baufaellig. In unserem Reisefuehrer steht, dass es hier gefaehrlich ist, nachts zu spazieren und man auch tagsueber auf der Hut sein muss. Wir fuehlen uns jedoch ziemlich sicher, zumal man ueberall Touristen-Polizisten auf Fahrraedern sieht. Ihr Englisch laesst leider noch zu wuenschen uebrig, aber gemischt mit unseren Spanischkenntnissen funktioniert die Unterhaltung dann meistens doch.
Am aeussersten Punkt des Stadtteils liegt der Plaza de Francia. Hier erzaehlen grosse Steintafeln und Statuen die Geschichte der Franzosen bei der Erbauung des Panama-Kanals. Leider auf Spanisch! Der Platz ist den 22.000 Arbeitern (meist aus Frankreich, Guadeloupe und Martinique) gewidmet, die beim Bau des Kanals ums Leben kamen. Die meisten starben durch Gelbfieber und Malaria. Eine der Buesten stellt Carlos J Finlay dar, der entdeckte, wie Moskitos Gelbfieber uebertragen. Seine Arbeit fuehrte zur Ausrottung der Krankheit in Panama.
Weiter ging's ins Museum des Panama-Kanals. Wir hatten Glueck, denn ausgerechnet heute war "Internationaler Tag" und somit freier Eintritt. Nicht, dass 1$ Eintritt viel Geld gewesen waere. :) Das Museum war gut gemacht und auch interessant gestaltet, wenn nicht alle Informationen auf Spanisch gewesen waeren. Nicht ein einziges Wort auf Englisch. Das eine oder andere verstanden wir zwar, aber ...
Als wir um 17.30 Uhr aus dem Museum kamen, war es noch hell. Welch eine Freude! Aber die Wolken zogen sich zusammen - lange dauert es nicht mehr, dann regnet es. Wir sollten uns auch nicht wundern, immerhin sind wir in der Regenzeit hier.
Unser Abendessen bestand aus einem Jumbo-Hotdog. Eine Wurst mit etwas Kraut im Broetchen, darueber Ketchup, Senf und Mayo. Fuer 0,50$. Perfekt! Dazu Chicha, DAS Getraenk in Panama. Es ist ein frischer Fruchtsaft, gezuckert und mit Wasser gemischt.
Da auch das Internet nur 0,50$ die Stunde kostet, verbrachten wir den Abend dort. Haben immerhin eine Menge nachzuholen...
14 Uhr und wir machen uns auf Erkundungstour durch Panama City. Wir lassen uns an der Rezeption unser Hotel, das recht zentral liegt, im Stadtplan einzeichnen und waren schon bald in der Fussgaengerzone. A propos Fussgaengerzone: so etwas haben wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und wir erinnern uns noch, dass wie in vielen Laendern nach einem Cafe in einer Fussgaengerzone Ausschau gehalten haben. Ob wir so etwas hier finden?
Nein, die Fussgaengerzone erstreckt sich zwar ueber einen guten Kilometer aber Cafes? Nein, die gibt's auch hier nicht. Stattdessen zwischen McDonalds, Burger King Einkaufshaeuser, die z. Bsp. 3 Unterhosen fuer 1$ im Angebot haben. Ueberhaupt ist hier wieder alles spottbillig. 1 Hamburger mit Cola auch nur 1$. War klar, dass wir heute an der Strasse essen.
Doch erst einmal in den Kolonialteil Casco Antiguo, auch San Felipe oder Casco Viejo genannt. Dieser Stadtteil ragt auf der suedwestlichen Seite der Stadt hinaus in das Meer und gilt als einer der interessantesten Teile der Stadt. Leider sind heutzutage allerdings viele der Gebaeude baufaellig. In unserem Reisefuehrer steht, dass es hier gefaehrlich ist, nachts zu spazieren und man auch tagsueber auf der Hut sein muss. Wir fuehlen uns jedoch ziemlich sicher, zumal man ueberall Touristen-Polizisten auf Fahrraedern sieht. Ihr Englisch laesst leider noch zu wuenschen uebrig, aber gemischt mit unseren Spanischkenntnissen funktioniert die Unterhaltung dann meistens doch.
Am aeussersten Punkt des Stadtteils liegt der Plaza de Francia. Hier erzaehlen grosse Steintafeln und Statuen die Geschichte der Franzosen bei der Erbauung des Panama-Kanals. Leider auf Spanisch! Der Platz ist den 22.000 Arbeitern (meist aus Frankreich, Guadeloupe und Martinique) gewidmet, die beim Bau des Kanals ums Leben kamen. Die meisten starben durch Gelbfieber und Malaria. Eine der Buesten stellt Carlos J Finlay dar, der entdeckte, wie Moskitos Gelbfieber uebertragen. Seine Arbeit fuehrte zur Ausrottung der Krankheit in Panama.
Weiter ging's ins Museum des Panama-Kanals. Wir hatten Glueck, denn ausgerechnet heute war "Internationaler Tag" und somit freier Eintritt. Nicht, dass 1$ Eintritt viel Geld gewesen waere. :) Das Museum war gut gemacht und auch interessant gestaltet, wenn nicht alle Informationen auf Spanisch gewesen waeren. Nicht ein einziges Wort auf Englisch. Das eine oder andere verstanden wir zwar, aber ...
Als wir um 17.30 Uhr aus dem Museum kamen, war es noch hell. Welch eine Freude! Aber die Wolken zogen sich zusammen - lange dauert es nicht mehr, dann regnet es. Wir sollten uns auch nicht wundern, immerhin sind wir in der Regenzeit hier.
Unser Abendessen bestand aus einem Jumbo-Hotdog. Eine Wurst mit etwas Kraut im Broetchen, darueber Ketchup, Senf und Mayo. Fuer 0,50$. Perfekt! Dazu Chicha, DAS Getraenk in Panama. Es ist ein frischer Fruchtsaft, gezuckert und mit Wasser gemischt.
Da auch das Internet nur 0,50$ die Stunde kostet, verbrachten wir den Abend dort. Haben immerhin eine Menge nachzuholen...
Sonntag, Mai 16, 2004
Sydney - Miami
Der Rotwein gestern abend/nacht hat mir (Nicole) gar nicht gut getan. Ich fuehlte mich ueberhaupt nicht gut. Ausgerechnet heute, wo wir den ganzen Tag im Flugzeug verbringen werden.
Ja, es hiess Abschied nehmen. Abschied von Antonia und Thomas, von einer Wohnung, von gutem Essen und Wein, von einer taeglichen Dusche - ja, Abschied nehmen von zu Hause!
Nachdem wir nochmal saemtliche Tipps an die beiden gegeben haben (sie werden noch nach Thailand, China, Japan und Tibet fahren), wurden wir von den beiden zum Flughafen gebracht. Sie zogen uns auf, dass wir in 2 Monaten schon wieder zu Hause sind waehrend sie noch mind. 6 Monate vor sich haben. Grrrr ...
Unser Flug nach Los Angeles ging um 14.55 Uhr. Wir kamen an um 10.45 Uhr. ??? Ja, richtig gelesen. Wir kommen frueher an als wir weg geflogen sind und erleben somit den 16.05.2004 zwei Mal. Ein wirklich komisches Gefuehl. Allerdings passiert ja weiter nichts Spektakulaeres, da wir ja nur noch weiter nach Miami fliegen muessen.
Um 14.55 Uhr flogen wir von Los Angeles nach Miami, wo wir um 22 Uhr ankamen. Oh je, wo sollen wir nur uebernachten? Unser Flug nach Panama City ist doch erst morgen frueh. Na, der Boden am Flughafen bietet sich doch gerade zu an. Und nach so vielen Naechten auf einer guten Matratze duerfen wir uns da ja nun wirklich nicht beschweren. Ich (Nicole) legte mich direkt zum Schlafen, Ramona las. Bis ein aelterer Herr aus Costa Rica auf uns aufmerksam wurde. Er bot Ramona an, dass wir in seinem Hotelzimmer uebernachten koennen. Aber Ramona tat gut daran, abzusagen. Wer weiss, was der noch will? Der Mann ging weiter ... und kam wieder. Dieses Mal bot er nicht nur das Bett im Zimmer an sondern das komplette Zimmer. Er wuerde schon irgendwie klar kommen, er haette eh einen fruehen Flug und brauche sein Zimmer gar nicht. ??? Er sei frueher selbst viel gereist und kann einfach nicht mit ansehen, dass wir auf dem Boden schlafen muessen. Na gut! Wenn er unbedingt will! Er gab uns den Zimmerschluessel und als waere es das normalste von der Welt spazierten wir in das Hotel, Zimmer-Nr. 414. In dem Zimmer standen zwei grosse Betten und wir legten uns gleich rein. Fernseh an - wer haette gedacht, dass es uns nochmal so gut geht!? ... Zu frueh gefreut, denn es dauerte nicht lange und es klopfte an der Tuer. Oh nein, und was jetzt? Ramona sollte sich zu mir ins Bett legen. Sie oeffnete und herein kam ein betrunkener Costa Ricaner. Er entschuldigte sich mehrmals, dass er das Zimmer nun doch in Anspruch nehmen muesse. Ich stellte mich schlafend, wollte nicht in ein Gespraech verwickelt werden. Bernie stellte sich wirklich als betrunken heraus, denn er hielt mich fuer drogenabhaengig (weil ich schlafe!), sprach von sich als Daemon, wiederholte sich staendig ... Wir waren beide auf der Hut, aber es passierte nichts. Er schlief irgendwann ein - und unsere Befuerchtung, heute nacht wieder nicht schlafen zu koennen, war umsonst.
Ja, es hiess Abschied nehmen. Abschied von Antonia und Thomas, von einer Wohnung, von gutem Essen und Wein, von einer taeglichen Dusche - ja, Abschied nehmen von zu Hause!
Nachdem wir nochmal saemtliche Tipps an die beiden gegeben haben (sie werden noch nach Thailand, China, Japan und Tibet fahren), wurden wir von den beiden zum Flughafen gebracht. Sie zogen uns auf, dass wir in 2 Monaten schon wieder zu Hause sind waehrend sie noch mind. 6 Monate vor sich haben. Grrrr ...
Unser Flug nach Los Angeles ging um 14.55 Uhr. Wir kamen an um 10.45 Uhr. ??? Ja, richtig gelesen. Wir kommen frueher an als wir weg geflogen sind und erleben somit den 16.05.2004 zwei Mal. Ein wirklich komisches Gefuehl. Allerdings passiert ja weiter nichts Spektakulaeres, da wir ja nur noch weiter nach Miami fliegen muessen.
Um 14.55 Uhr flogen wir von Los Angeles nach Miami, wo wir um 22 Uhr ankamen. Oh je, wo sollen wir nur uebernachten? Unser Flug nach Panama City ist doch erst morgen frueh. Na, der Boden am Flughafen bietet sich doch gerade zu an. Und nach so vielen Naechten auf einer guten Matratze duerfen wir uns da ja nun wirklich nicht beschweren. Ich (Nicole) legte mich direkt zum Schlafen, Ramona las. Bis ein aelterer Herr aus Costa Rica auf uns aufmerksam wurde. Er bot Ramona an, dass wir in seinem Hotelzimmer uebernachten koennen. Aber Ramona tat gut daran, abzusagen. Wer weiss, was der noch will? Der Mann ging weiter ... und kam wieder. Dieses Mal bot er nicht nur das Bett im Zimmer an sondern das komplette Zimmer. Er wuerde schon irgendwie klar kommen, er haette eh einen fruehen Flug und brauche sein Zimmer gar nicht. ??? Er sei frueher selbst viel gereist und kann einfach nicht mit ansehen, dass wir auf dem Boden schlafen muessen. Na gut! Wenn er unbedingt will! Er gab uns den Zimmerschluessel und als waere es das normalste von der Welt spazierten wir in das Hotel, Zimmer-Nr. 414. In dem Zimmer standen zwei grosse Betten und wir legten uns gleich rein. Fernseh an - wer haette gedacht, dass es uns nochmal so gut geht!? ... Zu frueh gefreut, denn es dauerte nicht lange und es klopfte an der Tuer. Oh nein, und was jetzt? Ramona sollte sich zu mir ins Bett legen. Sie oeffnete und herein kam ein betrunkener Costa Ricaner. Er entschuldigte sich mehrmals, dass er das Zimmer nun doch in Anspruch nehmen muesse. Ich stellte mich schlafend, wollte nicht in ein Gespraech verwickelt werden. Bernie stellte sich wirklich als betrunken heraus, denn er hielt mich fuer drogenabhaengig (weil ich schlafe!), sprach von sich als Daemon, wiederholte sich staendig ... Wir waren beide auf der Hut, aber es passierte nichts. Er schlief irgendwann ein - und unsere Befuerchtung, heute nacht wieder nicht schlafen zu koennen, war umsonst.
Freitag, Mai 14, 2004
Sydney
Wieder begannen wir den Morgen mit einer Dusche. Sollten wir uns wirklich an die taegliche heisse Dusche gewoehnen?
Gemeinsames Fruehstueck mit Antonia, da Thomas ja wieder arbeiten muss. Und wieder nur quatschen, kloenen und erzaehlen.
Den Nachmittag verbrachten wir etwas im Internet und anschliessend auf dem Paddy's Market, wo es allerlei Krimskrams zu Spottpreisen gibt.
Hoehepunkt dieses Tages war definitiv unser Ausflug in den Supermarkt. Wir haben in Antonia und Thomas zwei getroffen, die es genau wie wir lieben gelernt haben, einkaufen zu gehen. Aber nicht nur das - heute sollte es auch ein besonderer Supermarkt sein. ALDI Sued! In Sydney. Ramona und ich wollten es nicht glauben. Dort muessen wir hin. Die Leute hielten uns fuer verrueckt, dass wir uns vor dem Schild fotografieren lassen wollten. Aber sonst wuerdet ihr es uns ja doch nicht glauben, oder? Wir schnappten uns einen Einkaufswagen und gingen durch die Tuer ... ja, es war nicht zu fassen. Wir kamen uns vor wie im Aldi im Saarburg. Direkt links die Marmelade, dann das Brot, ... Und es riecht sogar genauso! Jetzt waren wir wirklich im Paradies!
Heute abend assen wir mexikanisch mit selbst gemachter Guacemole von Antonia. Wir konnten uns alle nach dem Essen nur noch auf das Sofa bzw. auf den Boden bewegen. Gott sei Dank hatten wir fuer heute abend einen Videoabend vorgesehen. Ihr glaubt gar nicht, wie schoen es sein kann, mal einfach nichts, aber wirklich nichts zu tun und nur faul abzuhaengen!
Gemeinsames Fruehstueck mit Antonia, da Thomas ja wieder arbeiten muss. Und wieder nur quatschen, kloenen und erzaehlen.
Den Nachmittag verbrachten wir etwas im Internet und anschliessend auf dem Paddy's Market, wo es allerlei Krimskrams zu Spottpreisen gibt.
Hoehepunkt dieses Tages war definitiv unser Ausflug in den Supermarkt. Wir haben in Antonia und Thomas zwei getroffen, die es genau wie wir lieben gelernt haben, einkaufen zu gehen. Aber nicht nur das - heute sollte es auch ein besonderer Supermarkt sein. ALDI Sued! In Sydney. Ramona und ich wollten es nicht glauben. Dort muessen wir hin. Die Leute hielten uns fuer verrueckt, dass wir uns vor dem Schild fotografieren lassen wollten. Aber sonst wuerdet ihr es uns ja doch nicht glauben, oder? Wir schnappten uns einen Einkaufswagen und gingen durch die Tuer ... ja, es war nicht zu fassen. Wir kamen uns vor wie im Aldi im Saarburg. Direkt links die Marmelade, dann das Brot, ... Und es riecht sogar genauso! Jetzt waren wir wirklich im Paradies!
Heute abend assen wir mexikanisch mit selbst gemachter Guacemole von Antonia. Wir konnten uns alle nach dem Essen nur noch auf das Sofa bzw. auf den Boden bewegen. Gott sei Dank hatten wir fuer heute abend einen Videoabend vorgesehen. Ihr glaubt gar nicht, wie schoen es sein kann, mal einfach nichts, aber wirklich nichts zu tun und nur faul abzuhaengen!
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