Sonntag, Mai 16, 2004

Sydney - Miami

Der Rotwein gestern abend/nacht hat mir (Nicole) gar nicht gut getan. Ich fuehlte mich ueberhaupt nicht gut. Ausgerechnet heute, wo wir den ganzen Tag im Flugzeug verbringen werden.

Ja, es hiess Abschied nehmen. Abschied von Antonia und Thomas, von einer Wohnung, von gutem Essen und Wein, von einer taeglichen Dusche - ja, Abschied nehmen von zu Hause!

Nachdem wir nochmal saemtliche Tipps an die beiden gegeben haben (sie werden noch nach Thailand, China, Japan und Tibet fahren), wurden wir von den beiden zum Flughafen gebracht. Sie zogen uns auf, dass wir in 2 Monaten schon wieder zu Hause sind waehrend sie noch mind. 6 Monate vor sich haben. Grrrr ...

Unser Flug nach Los Angeles ging um 14.55 Uhr. Wir kamen an um 10.45 Uhr. ??? Ja, richtig gelesen. Wir kommen frueher an als wir weg geflogen sind und erleben somit den 16.05.2004 zwei Mal. Ein wirklich komisches Gefuehl. Allerdings passiert ja weiter nichts Spektakulaeres, da wir ja nur noch weiter nach Miami fliegen muessen.

Um 14.55 Uhr flogen wir von Los Angeles nach Miami, wo wir um 22 Uhr ankamen. Oh je, wo sollen wir nur uebernachten? Unser Flug nach Panama City ist doch erst morgen frueh. Na, der Boden am Flughafen bietet sich doch gerade zu an. Und nach so vielen Naechten auf einer guten Matratze duerfen wir uns da ja nun wirklich nicht beschweren. Ich (Nicole) legte mich direkt zum Schlafen, Ramona las. Bis ein aelterer Herr aus Costa Rica auf uns aufmerksam wurde. Er bot Ramona an, dass wir in seinem Hotelzimmer uebernachten koennen. Aber Ramona tat gut daran, abzusagen. Wer weiss, was der noch will? Der Mann ging weiter ... und kam wieder. Dieses Mal bot er nicht nur das Bett im Zimmer an sondern das komplette Zimmer. Er wuerde schon irgendwie klar kommen, er haette eh einen fruehen Flug und brauche sein Zimmer gar nicht. ??? Er sei frueher selbst viel gereist und kann einfach nicht mit ansehen, dass wir auf dem Boden schlafen muessen. Na gut! Wenn er unbedingt will! Er gab uns den Zimmerschluessel und als waere es das normalste von der Welt spazierten wir in das Hotel, Zimmer-Nr. 414. In dem Zimmer standen zwei grosse Betten und wir legten uns gleich rein. Fernseh an - wer haette gedacht, dass es uns nochmal so gut geht!? ... Zu frueh gefreut, denn es dauerte nicht lange und es klopfte an der Tuer. Oh nein, und was jetzt? Ramona sollte sich zu mir ins Bett legen. Sie oeffnete und herein kam ein betrunkener Costa Ricaner. Er entschuldigte sich mehrmals, dass er das Zimmer nun doch in Anspruch nehmen muesse. Ich stellte mich schlafend, wollte nicht in ein Gespraech verwickelt werden. Bernie stellte sich wirklich als betrunken heraus, denn er hielt mich fuer drogenabhaengig (weil ich schlafe!), sprach von sich als Daemon, wiederholte sich staendig ... Wir waren beide auf der Hut, aber es passierte nichts. Er schlief irgendwann ein - und unsere Befuerchtung, heute nacht wieder nicht schlafen zu koennen, war umsonst.

Freitag, Mai 14, 2004

Sydney

Wieder begannen wir den Morgen mit einer Dusche. Sollten wir uns wirklich an die taegliche heisse Dusche gewoehnen?

Gemeinsames Fruehstueck mit Antonia, da Thomas ja wieder arbeiten muss. Und wieder nur quatschen, kloenen und erzaehlen.

Den Nachmittag verbrachten wir etwas im Internet und anschliessend auf dem Paddy's Market, wo es allerlei Krimskrams zu Spottpreisen gibt.

Hoehepunkt dieses Tages war definitiv unser Ausflug in den Supermarkt. Wir haben in Antonia und Thomas zwei getroffen, die es genau wie wir lieben gelernt haben, einkaufen zu gehen. Aber nicht nur das - heute sollte es auch ein besonderer Supermarkt sein. ALDI Sued! In Sydney. Ramona und ich wollten es nicht glauben. Dort muessen wir hin. Die Leute hielten uns fuer verrueckt, dass wir uns vor dem Schild fotografieren lassen wollten. Aber sonst wuerdet ihr es uns ja doch nicht glauben, oder? Wir schnappten uns einen Einkaufswagen und gingen durch die Tuer ... ja, es war nicht zu fassen. Wir kamen uns vor wie im Aldi im Saarburg. Direkt links die Marmelade, dann das Brot, ... Und es riecht sogar genauso! Jetzt waren wir wirklich im Paradies!

Heute abend assen wir mexikanisch mit selbst gemachter Guacemole von Antonia. Wir konnten uns alle nach dem Essen nur noch auf das Sofa bzw. auf den Boden bewegen. Gott sei Dank hatten wir fuer heute abend einen Videoabend vorgesehen. Ihr glaubt gar nicht, wie schoen es sein kann, mal einfach nichts, aber wirklich nichts zu tun und nur faul abzuhaengen!

Mittwoch, Mai 12, 2004

Sydney

Mannomannomann, 6.15 Uhr und ich (Nicole) bin schon wieder wach! Woran liegt das nur? Wir haben uns doch eben erst hingelegt. Seufz!

Ich las etwas im "Stern" - mal wieder eine deutsche Zeitung, da ist es fast egal, welche es ist - und ging duschen. Als ich zurueck kam, war auch Ramona wach. Antonia hatte einen besseren Schlaf und wir weckten sie um 10.30 Uhr, weil wir bis 12 Uhr unseren Van zurueck gebracht haben muessen. Aber fuer ein gemuetliches Fruehstueck haben wir noch Zeit!

Wir fuhren den Van zur Wicked-Buero, Antonia folgte uns mit deren feuerrotem Spielmobil, und konnten ihn ohne Probleme abgeben. Mit Antonia fuhren wir dann zurueck in die Wohnung, wo wir erst mal wieder nur quatschten. Was es immer noch zu erzaehlen gab ...

Wir konnten uns spaeter aber wenigstens fuer einen kleinen Spaziergang aufraffen. Ueber die Harbour Bridge - man, war das hier windig und kalt - bis rueber zur Oper, wo wir uns nach Karten fuer den Schwanensee erkundigten. Wir muessen morgen nochmal kommen.

Zum Abendessen kochten wir uns Sauerkraut mit Pueree und Wuerstchen - oh, wie lecker - und verbrachten den Abend wieder nur mit erzaehlen, erzaehlen und erzaehlen. Wie schoen es doch ist, sich mal wieder mit Menschen aus der Heimat zu unterhalten. Ueber Menschen, die wir alle kennen.

Montag, Mai 10, 2004

Pambula - Cooma

Heute schliefen wir etwas laenger und wachten um 7.45 Uhr auf. Wir machten uns auf nach Eden, fuer viele ein schoener Ort - fuer uns eigentlich nichts Besonderes.

Aber es gibt hier ein Killerwal-Museum. Wenn wir sie schon nicht live sehen koennen, dann wollen wir uns wenigstens ueber diese Tiere informieren. Das Riesenskelett, das dort vom Wal Tom ausgestellt war, war schon ziemlich beeindruckend. Tom hat in den 20 Jahren mit den Menschen aus Eden zusammengearbeitet. Man kann sich das kaum vorstellen, aber Tom war einer von den Killerwalen, die den Menschen beim Fang von Bartenwalen half. Er trieb diese in die Twofold-Bucht und warnte die Walfaenger, indem sie den Schwanz auf das Wasser klatschten. Nachdem der Wal harpuniert war, beschleunigten einige Walfaenger den Tod, indem sie sich ueber das Blasloch des Wals rollten, um das Atmen zu stoppen.
Wenn der Wal dann tot war, wurden ihm Zunge und Lippen entnommen fuer Tom als Belohnung und der Rest wurde mit an Land genommen.
Walfang in der Twofold Bucht endete Ende der 20er Jahre.
Tom's Koerper wurde am 17.09.1930 in der Twofold Bucht gefunden und sein Skelett ist nun eben im Museum ausgestellt.

Fruehstueck gab es heute an der Disaster Bucht, von der wir im Killerwal-Museum gelesen hatten. Es war eine lange Fahrt ueber Schotter dorthin, ob sie deshalb Disaster Bucht heisst? Denn eigentlich war es dort am Wasser wieder herrlich schoen und einsam.

Und wieder ging es ins Landesinnere. Ueber den Tourist Drive, den wir eigentlich mit unserem Van haetten gar nicht fahren duerfen. Die Strasse war naemlich nicht geteert. Ach was soll's - es sind ja nur ca. 50km.

Wir endeten in Cooma, wo wir nochmal online gehen wollten. Doch in diesem Staedtchen gab es zwar Internet, aber nicht abends. Wo gibt's denn so etwas?

Da wir keine Lust aufs Kochen hatten, genehmigten wir uns heute mal einen Burger bei McD. Hier sah ich (Nicole) auch die freudige Nachricht in der australischen Zeitung, dass Bremen in Muenchen Deutscher Meister wurde. Da war es dann egal, dass wir heute abend nicht online gehen konnten. Der Abend war gerettet. :)

Samstag, Mai 08, 2004

Karuah - Minnamurra

Ist es denn zu fassen! Schon wieder drehten wir uns von einer Seite auf die andere. Ein Blick auf die Uhr: 5.45 Uhr! Unfassbar!

Wir hielten es nicht lange aus und um 7.30 Uhr waren wir bereits unterwegs. Erstes Ziel war der Macquerie See, Australiens groesster Salzsee. Er ist drei Mal so gross wie Sydney's Hafen. Wir umrundeten den See und die Gegend war wunderschoen, sauber und idyllisch.

Dann ging's weiter nach 'The Entrance'. The Entrance ist nach seiner Lage am Tasmanischen Meer benannt, Eingang zu den Tuggerah Seen. Wieder am Wasser war es Zeit fuer unser Fruehstueck. Dabei beobachteten wir heute nicht nur die Pelikane und Moewen sondern auch alle LEute, die vor uns wie auf dem Catwalk vorbei liefen.

Durch Zufall nur sahen wir, dass nicht weit von uns, ein Fest der hiesigen Heilsarmee stattfindet. Inklusive Harley und Oldtimer-Treffen. Dort muessen wir uns auch blicken lassen. Aber wir waren schnell ueber den Festplatz gelaufen. Ausser den verrueckt aussehenden Rockern gab es nicht wirklich was zu sehen.

Weiter ging's quer durch Sydney - Ramona war dankbar, dass sie hier nicht viele Autobahnen wechseln musste - bis runter nach Minnamurra. Dort ging's nochmal in einen Supermarkt. Hier in Australien uebrigens ein sehr beliebter Ort, wo wir Stunden verbringen koennen.
Wir hatten alles verstaut im Auto als wir losfahren wollten. Nur noch anschnallen und dann kann's losgehen. Aber was macht Ramona denn da? Das gibt's doch nicht! Da hat sie die Haltevorrichtung des Anschnallgurtes in der Hand. Wie hat sie das denn hinbekommen? Ganz unschuldig schaute sie mich an. "Ich hab doch gar nichts gemacht!" Ja, sicher ... Tzz ... da gucken wir morgen im Hellen nach. :)

An der Rest Area kochten wir heute Nudeln, die wir vor unserem Fernseher verspeisten. Australiens Popstars - wirklich wie zu Hause - und anschliessend gab's "In the line of fire" mit Clint Eastwood.

Donnerstag, Mai 06, 2004

Ballina - Wollomombi

Ich (Nicole) war schon wieder seit 5.20 Uhr wach. Warum nur? Gestern war es doch nun wirklich spaet fuer unsere Verhaeltnisse gewesen. Auch Ramona war wach und wir drehten uns von einer Seite auf die andere.

Fruehstueck gab's - wie sollte es anders sein - mal wieder in der Naehe des Wassers. Es war windig und recht kalt, aber wir liessen uns unser gemuetliches Fruehstueck nicht verderben. Waehrend des Fruehstuecks beobachteten wir riesengrosse Pelikane.

Heute fuhren wir mal wieder ins Landesinnere. Woltten mal wieder Berge sehen. Oder zumindest Huegel. :) Die Strecke nach Glenn Innes und Armidale zog sich ewig lange, dabei waren es nur 200km. In Armidale beginnt der Wasserfall-Weg zurueck zur Kueste, den wollen wir fahren.

Den ersten Stopp legten wir in Wollomombi im dazugehoerigen Nationalpark ein. Hier sollten wir auch uebernachten, es wird langsam dunkel. Aber eigentlich darf man in Nationalparks gar nicht campen oder uebernachten. Es gab da einen Campingplatz, aber da muss man sicher zahlen. Also fuhren wir zum Picknickplatz. Hier waren wir alleine und mussten auch nichts zahlen - solange uns niemand erwischt! Aber wer wird auch schon nachts im Nationalpark rumlaufen?

Da es ja bereits daemmerte, machten wir uns gleich ans Kochen. Kartoffeln schaelen, in Scheiben schneiden, Zwiebeln und Knoblauch wuerfeln und anduensten ... mensch waren die Bratkartoffeln lecker!

Um die Kalorien nochmal abzutrainieren, liefen wir noch zum 75m entfernten Lookout. Obwohl Vollmond war, konnte man nicht wirklich viel sehen. Wir wollten auch nicht wirklich weiter laufen, denn es war schon unheimlich. Um uns herum nur Baeume, aber man hoerte ueberhaupt nichts. Nicht mal Grillen! Wir mummelten uns in unsere Decken ein und hatten wieder eine lange kalte Nacht vor uns.

Dienstag, Mai 04, 2004

Gympie - Brisbane

Wieder waren wir um 6 Uhr auf und fuhren nach Tin Can Bay zu den Delfinen. Heute muessen sie da sein sonst war der Faulenzer-Tag gestern ja ganz umsonst.

Wir waren die ersten und belagerten gleich die Bank. Es wurden wieder lange vier Stunden, die wir uns damit vertrieben, die Leute zu beobachten. Manche Touristen waren einfach der Hit! :) Was die Delfine angeht hatten wir erneut Pech. Sie haben wohl gemerkt, dass wir immer wieder kommen und wollen uns sicher an der Nase rumfuehren. Tja, Pech gehabt! Morgen kommen wir nicht mehr her!

Somit fuhren wir auf dem schnellsten Weg nach Brisbane. Hier sollte unser Campervan inspiziert werden. Wir mussten eine halbe Stunde warten und wurden dann auch noch mit einer Flasche eiskaltem Sekt belohnt. Ui, vielen Dank - aber wer soll die denn trinken?!?

Heute soll's ins Internet gehen. Hier in Brisbane muss es doch was geben. Gab es auch, aber dafuer keine Parkplaetze. Jedenfalls nicht fuer uns. Unser Campervan war mit 2,30m Hoehe einfach zu hoch fuer Tiefgaragen. Wir gurkten bestimmt 2 Stunden durch Brisbane und fanden letztendlich einen normalen Parkplatz. Fuer 7.50$ duerfen wir sogar bis morgen frueh dort stehen. Prima, so muessen wir nach der Internet-Session auch nicht mehr nach einem geeigneten Schlafplatz suchen.

Sonntag, Mai 02, 2004

Gympie - Noosa Heads - Gympie

Wir waren um 8.30 Uhr abfahrbereit als ich (Nicole) auf der Informationstafel auf der Rest Area von Tin Can Bay las. Dort soll es Delfine geben, die man sogar fuettern darf. Jeden Morgen von 7 - 10 Uhr. Dort sollten wir hinfahren.

Wir kamen um 9.20 Uhr an. Wir sahen ein paar Boote, ein paar Jetskis, aber von Delfinen war weit und breit keine Spur. Wahrscheinlich sind wir zu spaet an. So ein Mist! Und was nun? Wir disponierten um ... wir werden einen Tagesausflug nach Noosa Heads machen und die Nacht wieder in Gympie verbringen, um morgen frueh nochmal nach Tin Can Bay zu fahren.

In Noosa Heads fanden wir einen Parkplatz direkt am Eingang zum Nationalpark. Dabei war eigentlich der Strand unser Ziel gewesen. Doch jetzt gab's erst einmal Fruehstueck, es ist schliesslich schon nach 12! Hier in Australien gibt es ja ueberall Barbecue-Grills, wo die Einheimischen nicht nur am Wochenende ihr Fleisch braten und eben picknicken. Wir gesellten uns auch dazu, allerdings ohne Fleisch sondern mit unserem geliebten Kaesebrot. Das scheinen auch die Voegel zu moegen. Ramona wollte gerade ihren letzten Rest aufessen als so ein schwarz-weisser Vogel daher geflogen kam und ihr den Kaese vom Brot pickte. So schnell konnte man gar nicht gucken!
Das hat man also davon, wenn man sich an die Vorgaben haelt und die wild lebenden Tiere hier nicht fuettert. Dann kommen die Tiere eben und bedienen sich selbst. Na so etwas!

Da wir heute morgen schon keine Delfine gesehen hatten, wollten wir es nun mit den Koalas probieren. Wir spazierten ca. 7 km durch den Noosa Heads Nationalpark, doch auch die Koalas schienen sich vor uns versteckt zu haben. Lediglich ganz ganz viele verschiedene bunte Schmetterlinge. Auch keine Delfine am Dolphin Point - alles hatte sich gegen uns verschworen!

Freitag, April 30, 2004

Rockhampton - Childers

Mannomann, war das kalt in der Nacht. Mein Gesicht war eiskalt, ich musste teilweise mit dem Kopf unter die Decke. Kein Wunder, mehr als 8 Grad zeigte das Thermometer auch nicht an!

Wir fuhren heute mal ins Landesinnere und machten so einige Kilometer. Die Landschaft in Australien hat immer noch einiges zu bieten, aber im Vergleich zu von vor sieben Jahren hat Australien fuer mich (Nicole) an Reiz verloren. Die Orte an der Ostkueste sind zu touristisch; die Touristen, die man sieht, sind wesentlich juenger und nur auf Party, Party, Party aus. Von der Kultur bekommt man nicht viel mit - gibt es ueberhaupt eine? -

Die Unabhaengigkeit mit dem Auto jedoch geniessen wir. Endlich mal nicht angewiesen sein auf Bus und Bahn. Dort anhalten und fahren, wo wir wollen. Auch was das Essen angeht sind wir hier natuerlich mehr als froh. Nach der langen Zeit in Asien fuehlen wir uns hier ja wie im Schlaraffenland!

Mir war die ganze Fahrt ueber heute ziemlich langweilig und ich machte mich schon mal schlau ueber Panama und Costa Rica. Darauf freute ich mich schon sehr.

In Gladstone machten wir Halt und wollten zum Scenic Lookout! Doch was bitte schoen gibt's hier zu sehen? Ein paar Inseln aber viel naeher liegt der Industriehafen. Na, wirklich toll!
Der naechste Stopp war dann in Agnes Water - dort gingen wir zum Strand. Wieder einer dieser km-langen weissen Sandstraenden - fast menschenleer. Lediglich ein paar Surfer waren im Wasser zu beobachten.

Unser Ziel heute war die Rest Area in der Naehe von Childers. Also mussten wir noch etwas fahren. Doch wir wurden angehalten. Von der Polizei - Ramona musste doch tatsaechlich ins Roehrchen blasen. Es war eine normale Verkehrskontrolle und natuerlich hatte Ramona nichts getrunken; somit konnten wir gemuetlich bis Childers fahren.

Mittwoch, April 28, 2004

Airlie Beach - Mackay

Um 7 Uhr wurden wir von einem grossen Bus abgeholt. Ob wir tatsaechlich 150 Leute auf dem Boot sein werden?! Bitte nicht! ... Wir waren letztendlich ca. 80 auf dem Unterhaltungsboot. Gott sei Dank wollen nicht alle tauchen gehen.

Wir Taucher mussten ein Formular ausfuellen, auf dem Ramona und ich - ehrlich wie wir sind - angaben, dass wir momentan Lariam als Prophylaxe gegen Malaria einnehmen. Doch unsere Ehrlichkeit waere uns hier fast noch zum Verhaengnis geworden, da der Dive Master erst einmal checken wollte, ob wir ueberhaupt tauchen duerfen. Dass wir vor gut drei Wochen noch getaucht haben, interessierte ihn gar nicht. Gott sei Dank jedoch, genehmigte die Krankenschwester an Bord unsere Tauchgaenge!

Um 10 Uhr gab es das erste Briefing und kurz darauf waren wir schon an Reefworld angekommen. Es ist eine Station, die am Riff fest verankert ist. Hier werden Aktivitaeten wie Schnorcheln, Tauchen, Helikopterflug, Boot mit Glasboden, ... angeboten.

Fuer die Taucher gab es eine eigene Ecke und hier war fuer uns schon alles vorbereitet. Zwei Tauchmeister waren da und konnten auf den ersten Blick sagen, welche Groesse wir im Anzug brauchen. Das gleiche beim Gewicht und hier wurde uns der Gurt sogar umgebunden. Mit Flossen und Maske in der Hand ging es dann eine Treppe runter, gleich ins Wasser. Brrrr, war das kalt!
Wir waren eine kleine Gruppe mit vier Tauchern plus Dive Master. Das ist ja schon mal gut. Aber dabei blieb es dann auch! Die Sicht liess mehr als zu wuenschen uebrig, die Farben der Korallen vermissten wir auch. Ueberhaupt nichts Buntes gab es zu sehen und viele verschiedene Fische gab es auch nicht. Es wurde sogar richtig langweilig.
Der Tauchgang war fuer uns ziemlich enttaeuschend - so hatten wir uns das groesste Riff der Welt nun wirklich nicht vorgestellt. Da entschaedigte uns das Buffet, das im Preis inbegriffen war, auch nicht. Den zweiten Tauchgang brauchen wir gar nicht erst erwaehnen! :(

Um ca. 17 Uhr waren wir zurueck am Caravan Park, wo wir noch schnell duschten. Dann ging es weiter - doch weit kamen wir nicht! Ramona hielt an. Was ist denn jetzt los? Sie wollte mir es erst nicht sagen ... Los, spuck aus! Sie hatte vor dem Duschen ihre nassen Badesachen und Handtuch vorne ueber die Stossstange gehaengt und vergessen, ihn vor Abfahrt reinzunehmen. Jetzt fehlte die Bikinihose und Ramona musste den Weg nochmal zurueck laufen.
Wir fuhren dann bis Mackay auf die Rest Area und hatten nach dem leckeren Abendbrot mal wieder eine fruehe Nacht.

Montag, April 26, 2004

Bilyana Rest Area - Peter Faust Damm

Als wir um 8 Uhr aufwachten, regnete es immer noch. Ob es hier irgendwann auch nochmal aufhoert? Wir sind doch in Australien!

Wir fuhren nach Townsville und erkundigten fruehstueckten dort in der Naehe des Strandes. Allerdings im Auto, da es immer noch regnete. Dann erkundigten wir uns nach Tauchtouren - aber das kommt fuer uns alles nicht in Frage. Viel zu teuer!

Also fuhren wir weiter - Richtung Airlie Beach. In Bowen machten wir Halt, weil es so schoen sein soll. Es war bereits 16.45 Uhr und es regnete immer noch. Doch wir liessen uns den Spass nicht verderben! Soll es doch regnen - wir gehen trotzdem ins Meer. Im Nu hatten wir unsere Bikinis an und liefen ins Wasser. Auch hier wieder Stinger Nets. Aber wir waren ganz alleine - und die Wellen gehoerten uns! Was hatten wir eine Gaudi, verloren wir doch mit fast jeder Welle entweder das Bikini-Oberteil oder die Bikini-Hose. Wenn uns jemand gesehen hat ... hat der/diejenige sicher auch viel Spass gehabt. :)

Anschliessend gab's 'ne Dusche gleich am Strand. Wir fuhren etwas abseits vom Ort und parkten, um dort auch zu uebernachten. Ramona hatte gerade zwei Sender in unserem TV gefunden (jawohl, diesen Luxus haben wir jetzt) und wir haben den Rest des Kartoffelsalats und der Frikadellen verdrueckt, als es an unserem Fenster klopfte.
Wir duerfen hier nicht uebernachten. OK, wir haben ja auch nur zu Abend gegessen. Wir werden gleich weiter fahren. Schade, muessen wir so spaet am Abend (22.30h) nochmal den Motor starten.

Der naechste Parkplatz, auf dem wir uebernachten duerfen, liegt noch gute 100km weiter. Na gut, dass unser Tank so gut wie leer ist. Nachdem wir mind. 15 Minuten gebraucht hatten, um aus Bowen herauszufinden, kamen wir gluecklicherweise auch noch an einer Tankstelle vorbei. Somit stand unserer Fahrt zum Peter Faust Damm nichts mehr im Wege.

Samstag, April 24, 2004

Cairns - Cape Tribulation

Wir waren bereits um 7.30 Uhr wach. Prima, dann koennen wir uns ja gleich um das Auto kuemmern. Wir wollen uns fuer die naechste Zeit einen Campervan leihen und damit durch Australien gurken.

Zwei Stunden spaeter sassen wir in unserem neuen Zuhause fuer die naechsten beiden Wochen. In diesem Auto werden wir nicht nur fahren sondern auch schlafen und kochen! Es tut gut, mal nicht mehr aus dem Rucksack zu leben ... sondern aus dem Auto. :)

Wir wollten zum Cape Tribulation fahren, eine Empfehlung von Helen aus Sydney. Hier treffen der aelteste Regenwald (tatsaechlich aelter als der Amazonas) und das Great Barrier Reef aufeinander.
Wir machten Stopp in Daintree, um eine einstuendige Bootsfahrt mitzumachen. Wie gut wir daran taten - wir sahen Krokodile, Schlangen und verschiedene Voegel.

Am Cape Tribulation stellten wir dann unser Auto ab und machten uns auf eine naechtliche Tour durch den Regenwald. Natuerlich mit Tourguide. Jeder bekam einen Regenmantel (in gelb!) und eine grosse Taschenlampe.
Wahnsinn, was Jo, unser Tourguide, uns alles erzaehlen konnte und wir sahen so viele verschiedene Grillen, Spinnen, Ratten (die sehen hier im Regenwald ganz anders aus) - ganz abgesehen von all den verschiedenen Pflanzen. Und Jo wusste zu allem etwas zu sagen. Wir haben viel gelernt und es waren tolle zwei Stunden.

Donnerstag, April 22, 2004

Nicole: Cairns // Ramona: Hughenden - Cairns

Nicole: Cairns

Da Freddie und ich erst um 5.30 Uhr im Bett waren, war mit Auto ausleihen heute auch nichts. Erst einmal! Wir standen um 10.30 Uhr auf und lernten beim Fruehstueck Chantal, eine Hollaenderin, kennen. Philipp ueberzeugte uns, dass wir doch noch ein Auto ausleihen sollten.

Ich war die Fahrerin. Mannomann, im August bin ich zum letzten Mal Auto gefahren. Ob ich das ueberhaupt noch kann? Und dann auch noch links fahren?! Aber alles klappte wie am Schnuerchen, ich hatte keine Probleme.

Zu viert (Freddie, Chantal, Philipp und ich) fuhren wir Richtung Port Douglas. Wir machten Halt am Ellis Beach, wo wir vom lokalen Fernsehen interviewt wurden bezueglich der Quallen im Meer. Wir hatten davon gehoert, dass es in dieser Saison immer Quallen gibt, die toedlich sein koennen, und dass man deshalb nur in sogenannten 'Stinger Nets' schwimmen darf. Aber wir wollten ja eh nicht schwimmen.
In Port Douglas entschieden wir uns dann aber anders. Nichts hielt uns mehr zurueck und wie wild rannen wir ins Stinger Net und somit ins Meer. Die Wellen waren richtig hoch und wir hatten viel Spass!

Wir schauten uns dann noch das kleine Staedtchen Port Douglas an und fuhren weiter nach Mossman. Dort soll es ja so schoen sein! Nun, wir konnten das aber nicht sagen...

Zurueck fuhr Philipp und gegen 19.30 Uhr trafen wir wieder im Hostel ein. Ramona hatte noch nicht eingecheckt und ich wollte gerade meine Mails checken, da kam sie auch schon zur Tuer rein!
Leider konnte sie uns nicht zum Abendessen begleiten, da sie mit der Gruppe noch ein Abschiedsessen hat. Sie checkte schnell ein und ich fuhr sie dann zum Restaurant.

Philipp, Chantal, Freddie und ich fuhren wieder ins Woolshed. Nicht wegen der Drinks, aber weil wir dort Essen umsonst bekommen. Den Gutschein haben wir in unserem Hostel bekommen. Das Essen war nichts Dolles - aber eben umsonst!
Spaeter trafen wir uns noch mit Regi und einigen seiner Angestellten auf ein Getraenk. Wieder wurde es ein schoener aber auch spaeter Abend.


Ramona: Hughenden - Cairns

Um 6 Uhr war Aufbruch. Der letzte Tag im Bus. Die Wueste hatten wir hinter uns und so langsam kamen die Baeume wieder. Die Fluesse waren voller Wasser und nicht mehr ausgetrocknet. Es wurde richtig schoen. Die erste Pause machten wir an der kleinsten Pub Australiens. 1.4m x 0.5m. Wenn da zwei Leute drin stehen, ist sie voll. :-))

Am Nachmittag kamen wir in die Tablelands. Hier sah es aus wie in Deutschland. Ueberall Weinberge und schwarz/weisse Kuehe. Sah schon komisch aus. Es passte garnicht hierher.

Unseren letzten Stop machten wir im Woorooneran National Park. Hier war der Regenwald. Ein 2Km langer Pfad fuehrte zu einem Wasserfall wo wir uns ein letztes mal erfrischen konnten. Es war wunderschoen.

Dann ging es weiter nach Cairns. Gegen 18 Uhr waren wir dort. Nun hiess es Nicole finden. Zum Glueck gab es ja Email. Nicole hatte mir geschrieben wo sie sich einquartiert hatte und so lief ich zu dem Hostel. Sie sass schon an der Rezeption und wartete. Allerdings musste ich sie noch einmal alleine lassen, denn es gab noch ein Abschiedsessen von der Bustour. Doch es wurde kein langer Abend. Nach dem Essen loeste sich die Gruppe auf und ich schlenderte zurueck zum Hostel.

Mittwoch, April 21, 2004

Ramona: Boulia - Hughenden // Nicole: Cairns

Ramona Boulia - Hughenden

Um 7 Uhr gab es Fruehstueck. Der Bus stand heute morgen vor der Farm. Leider nicht repariert. Der Mechaniker war auf dem Weg. So hatten wir jede Menge Zeit zum Fruehstuecken. Das Kaenguguh freute sich sichtlich auch sehr, denn es ging ueberall mal hin zum naschen.

Gegen 8.45 Uhr war der Bus wieder fit und die Fahrt konnte weitergehen. In Willington gab es Mittagessen, BBQ. Mmh! Um 15 Uhr stand ein Bustausch bevor. Wir hielten an einer Seitenstrasse wo wir uns mit dem Bus aus Cairns kommend traffen. Gepaeck raus, Bus umgetauscht und Gepaeck wieder rein. Warum das ganze? Keine Ahnung.

Der naechste Stop war in einem kleinen Dorf Namens Winton. Hier durften wir uns in einem Swimmingpool erfrischen. Leider nur fuer eine Stunde, dann ging es schon weiter. Um 19 Uhr kamen wir in Hughenden an. Hier waren wir im Grand Hotel fuer die Nacht eingebucht. Hoert sich klasse an, oder? Fast wie ein 5 Sterne Hotel. War es aber nicht. Nur ein ganz normales Hostel.


Nicole: Cairns

Es war bereits 10.30 Uhr als ich aufstand und eigentlich war es ein Tag zum Faulenzen. Das Fahrrad ausleihen konnte ich gerade mal knicken, denn immern noch schuettete es wie aus Eimern. Auch Philipp und Frederica hatten keine Lust, sich zu bewegen.

Erst gegen 15 Uhr machte ich mich mit Frederica auf in die Stadt, da sie ein paar Dinge zu erledigen hatte. Wir nutzten die Gunst der Stunde, denn es regnete mal gerade nicht. U. a. wollte Freddie zu einem Reisebuero, wo sie den Freund eines Freundes treffen wollte. Ich lernte Regi auch kennen und wir verbrachten den Rest des Abends zusammen.

Regi machte Pizza fuer uns und es war interessant, ihm dabei zuzusehen. Seine Wohnung - ein Schmuckstueck - liess bereits darauf schliessen, dass er seinen Dollar nicht drei Mal umdrehen muss. Im Laufe des Abends fand ich dann heraus, dass er als 20jaehriger fuer Juventus Turin in der ersten Liga spielte. Heute hat er ein Reisebuero in Cairns und eines in Papua Neu Guinea. Ausserdem ist er Schauspieler; er spielte bei Braveheart (ja, wir haben auch seinen nackten Ar... gesehen), Gladiator, ... mit. Trotz allem scheint er ein ganz normaler Mensch geblieben zu sein, der es liebt, fuer Leute zu kochen.
Mit uns hat auch Regi's Freund Reno gegessen, der um die Ecke wohnt. Reno ist Musikproduzent aus Sydney und produziert momentan die australische Gruppe Shakaya; mit ihnen hat er schon Platin abgeraeumt.

Shakaya trat an diesem Abend auch in Reno's Nobeldisco auf und wir kamen natuerlich umsonst rein. Die Musik und die Performance von Shakaya traf absolut nicht meinen Geschmack.
Dennoch hatten wir einen sehr schoenen Abend.

Dienstag, April 20, 2004

Nicole: Sydney - Cairns // Ramona: Alice Springs - Boulia

Nicole: Sydney - Cairns

Um 8 Uhr wurde ich bereits abgeholt und zum Flughafen gefahren. Ich will nach Cairns fliegen, wo ich mich am 22.04. mit Ramona treffen werde.

Ich war vor 7 Jahren schon mal in Cairns gewesen und die Stadt ist doch viel kommerzieller geworden. Ich schaute mir alles nochmal an und traf am Abend auf den Deutschen Philipp und die Italienerin Frederica, mit denen ich ins Woolshed bin.
Das Woolshed ist DIE Backpackers Kneipe schlechthin. Am Dienstag gibt's 5 Getraenke fuer nur 11 AUD, da mussten wir natuerlich nutzen. Aber ehrlich gesagt kam ich mir dort ziemlich alt vor! Und es war klar, was alle anderen wollten: Party, Party, Party!

Frederica und Philipp hauten bereits um 23.15 Uhr ab und da ich meine 5 Getraenke noch nicht hatte - ich trinke ja jetzt langsam nach meinem Abend in Sydney :) - blieb ich noch und wollte den Bus um Mitternacht nehmen. War klar, dass ich den verpasse! Ich wollte zu Fuss gehen, aber es regnete Bindfaeden. Oh nein, da bleib ich lieber noch ... um 4.15 Uhr fiel ich hundemuede ins Bett.


Ramona: Alice Springs - Boulia

Um 6 Uhr ging meine 3 Tagestour von Alice Springs nach Cairns los. Diesmal allerdings mit weniger Highlights, sondern mehr bussitzen. Das Fliegen waere genauso teuer gewesen, und so entschied ich mich fuer den Bus. So sehe ich wenigstens noch etwas von der Landschaft. Und die war wirklich beeindruckend. Alle paar Stunden sah es nun anders aus. Je weiter wir in den Osten kamen, desto mehr Pflanzen gab es. Wir liessen die Wueste so langsam hinter uns.

Eine richtige Strasse gab es hier nicht. Es war eine Sand und Schotterpiste. Aber das schien den Busfahrer nicht zu stoeren. Er raste als ob es eine Rennstrecke waere. Kurz vor Sonnenuntergang hielt er abrupt am Strassenrand an. Was nun? Etwa einen Platten? Nein, es war etwas komplizierter. Keine Ahnung wie man das nenne, jedenfalls hing die linke Seite des Busses auf den Reifen. Der Busfahrer versuchte zwar das Teil zu reparieren, schaffte es aber nicht. Und was nun? Muessen wir jetzt hier uebernachten und morgen auf Hilfe hoffen? Nein, so schlimm war es dann doch nicht. Wobei es bestimmt aufregend geworden waere. Ganz alleine in der Wueste. Der naechste Ort hunderte Kilometer entfernt. Aber zum Glueck hatte unser Fahrer ein Funktelefon und nach ca. 1.5 Stunden kamen die Farmbesitzer, wo wir heute uebernachten sollten, und holten uns mit ihrem Viehtransporter ab. Wir wurden mit Sack und Pack in den Haenger geladen und ab gings. Oh man, die armen Tiere die hiermit transportiert werden. Der Laerm war ja fast unertraeglich! Ein geklapper!! Es waren noch rund 50 Km bis zu ihrer Farm. Wir bekamen unsere Zimmer zugewiesen und dann gab es Abendessen.

Neben Hunden, Schafen, Schweinen und Kuehen, wohnten hier auch 2 Kaenguguhbabies. Was waren die suess!!! Aboriginals jagen noch wie frueher Kaenguguhs zum essen (legal). Wenn sie mal eine Mutter erwischen, bringen sie das Baby hierher zur Farm, wo es grossgezogen und dann in einem Park wieder freigelassen wird. Die Zwei waren 1.5 Jahre und 6 Monate alt. Das kleine wurde noch mit der Flasche gefuettert. Der grosse machte sich einen Spass draus uns das Essen vom Teller zu klauen. Fuer sein junges Alter war er schon ganz schoen stark.

Montag, April 19, 2004

Ramona: Alice Springs // Nicole: Sydney

Ramona: Alice Springs

Heute war der reinste Faulenzertag!!! Oh, war das so schoen. Vom Bett an den Pool, vom Pool in den Park und von dort wieder ins Bett. Zwischendurch ein bisschen gegessen und das wars. Nur nicht zu viel bewegen. :-)


Nicole: Sydney

Heute war Al's letzter Tag. Er fliegt heute nach einem Jahr Reisen zurueck nach Hause. Wahnsinn - fuer Ramona und mich liegen noch drei weitere Monate vor uns.

Al wollte an diesem Tag nicht mehr viel machen und so sind wir lediglich ins Aquarium. Das ist in Sydney ganz gut gemacht, auch wenn in manchen Tanks die Fische nicht genug Platz haben bzw. zu viele Fische in einem Tank sind.

Am Abend brachte ich Al zum Flughafen und fuhr anschliessend auch gleich zurueck zum Hotel. Wollte frueh schlafen, da ich morgen frueh raus muss.

Sonntag, April 18, 2004

Nicole: Sydney // Ramona: Red Center Safari

Nicole: Sydney

Wir hatten bei Helen uebernachtet und fruehstueckten gemeinsam auf dem Balkon, mit Blick auf Sydney's Wasser. Herrlich - so beginnt fuer Helen fast jeder Morgen.

Helen wollte mit uns zwei Faehren zum Watson Bay nehmen, aber die erste Faehre kam zu spaet und wir verpassten die Anschlussfaehre. Also ging's mit dem Bus weiter. Watson Bay ist wirklich herrlich zum Relaxen und Spazieren gehen. Eine gute Idee hierher zu kommen.
Dann bekam Helen einen Anruf von Freunden, die sich letzte Woche ein Boot gekauft hatten. Prima, die koennen uns gleich hier abholen. Das taten sie auch und wir hatten Fish & Chips auf dem Boot!

Anschliessend brachte man uns nach Darling Harbour, wo die Rainbow Warrior von Greenpeace lag. Hier war heute so etwas wie 'offener Sonntag' und wir konnten uns das Schiff ansehen und uns ueber Greenpeace informieren.

Wir verabschiedeten uns am fruehen Abend von Helen und Al und ich gingen zur Sternwarte. Hier hab ich zum ersten Mal durch ein Teleskop die Sterne und sogar den Jupiter gesehen. Total schoen und interessant.


Ramona: Red Center Safari

Um 6 Uhr war wieder Aufstehen angesagt. Ein kurzes Fruehstueck und ab zum Kings Canyon. Es sah gigantisch aus! Die Felsen waren wie mit einem Messer durchgeschnitten, ganz gerade und einige hundert Meter tief. Oben drauf sah es aus wie eine Mondlandschaft. Ueberall Maulwurfaehnliche Huegel und alles in grell rot. Wir liefen durch die Schluchten und kamen zu einer Oase. Der Garten Eden, wird sie genannt. Voller Palmen und Straeuchern und mitten drin eine Lagune. Traumhaft! Leider mussten wir nach gut 3 Stunden schon weiter, wir hatten noch einen langen Weg vor uns, zurueck nach Alice Springs. Ich haette noch tagelang hier rumklettern koennen.

Am Abend, in Alice Springs, gab es ein Abschiedsessen im Restaurant im Melankas Hostel und danach Party in der Disko. Zum Glueck kann ich morgen ausschlafen.

Samstag, April 17, 2004

Ramona: Red Center Safari // Nicole: Sydney

Ramona: Red Center Safari

Es hiess frueh aufstehen, wir wollten ja den Sonnenaufgang am Ayers Rock sehen. Um 5 Uhr ging es raus aus den Swags. Schnell gefruehstueckt und ab zum Ayers. Kurz vor 7 Uhr war Sonnenaufgang. Der Felsen leuchtete wie ein riesiger Goldbarren. Echt schoen. Nach diesem schoenen Schauspiel ging es noch auf ein Besuch ins Kultur Centrum der Aboriginals. Doch davon war ich heftig entaeuscht. Nicht ein Aboriginal arbeitete hier. Nur ein paar Bilder mit Texten hingen an den Waenden und ein seltsames gestellt aussehendes Video lief, wo Aboriginals ihre Taenze auffuehrten. Nichts zeigte wirklich wie sie lebten, und Fragen konnte man auch keine stellen.

Dann ging es weiter nach Kata Tjuta = den Olgas. Eine Ansammlung von 36 runde Felsen, der hoechste 500m hoch. Sie sind vom Ayers Rock aus schon zu sehen. Ein 9Km langer Rundweg fuehrte durch dieses riesen Felsenmeer. Es war wirklich beeindruckend.

Unser Nachtquartier war in der naehe des Kings Canyon, den wir morgen erkunden wollen. Wieder schliefen wir in Swags am Lagerfeuer unterm Sternenhimmel.


Nicole: Sydney

Wieder schliefen wir heute etwas laenger und erledigten am Vormittag ein paar Kleinigkeiten wie z. Bsp. Film voll machen von der Kamera, die wir uns gestern gekauft haben, Bilder entwickeln lassen, ...

Am Nachmittag trafen wir uns mit Al's guter Freundin Helen, die seit zwei Jahren in Sydney wohnt. Mit ihr und ihrem Freund Andy assen wir am Abend indisch und hatten einen lustigen Abend zusammen.

Freitag, April 16, 2004

Ramona: Alice Springs - Red Center Safari // Nicole: Blue Mountains

Ramona: Alice Springs - Red Center Safari

Heute ging die Tour zum Ayers Rock los. Um 6 Uhr war Aufbruch. Unser Tourguide hiess Janine, nannte sich aber Goie. Und so war sie auch drauf. Mitte vierzig und ein ganzes Nest voller Hummeln im Hintern. Sie war super gut drauf und konnte kaum still sitzen. Wir waren 24 Leute im Bus. Es ging direkt zum Ayers Rock. Gegen Mittag kamen wir an. Da er oft aus Sicherheitsgruenden geschlossen wird, wollten wir direkt schon mal sehen ob wir Glueck hatten und er offen war. Er war offen. Nicht ganz die Haelfte unserer Gruppe kletterte auf den Felsen. Ich natuerlich auch. Es war wahnsinnig steil. Mit der Nase schrapte man am Felsen lang. 30 Min. ging es so bergauf. In bruetender Hitze! Aber es hat sich gelohnt! Ein klasse Ausblick! Ueber 100Km weit in alle Richtungen! Die Oberflaeche des Felsens ist von vielen Rinnen bedeckt. Das kommt vom Regen. Wenn es hier mal regnet, verwandelt sich der Felsen in einen riesigen Wasserfall! Das sieht bestimmt beeindruckend aus.

Als wir wieder runter kamen, war es Zeit fuer den Sonnenuntergang. Da gab es einen speziellen Plaetze fuer, zu dem wir nun fuhren. Es sah wirklich schoen aus. Ayers Rock leuchtete foermlich in grellem rot.

Dann ging es zu unserem Camp. Dieses bestand aus einer Feuerstelle und einer Lampe. Sonst nichts. Das Feuerholz hatten wir auf der Herfahrt schon gesucht und die Jungs machten sich dran die trockenen Aeste zum brennen zu bringen. Der Rest der Truppe kuemmerte sich ums Abendessen. Dann wurden die Swags (eine Art Ueberschlafsack mit duenner Matraze) ausgeteilt und wir legten uns ums Feuer. Jetzt war Sternenstunde. Der Himmel sah traumhaft schoen aus! Die Milchstrasse war ganz klar zu sehen. Und so viele Sternschnuppen!


Nicole: Blue Mountains

So ganz wohl fuehlte ich mich nicht, als ich heute morgen aufwachte! Der Rotwein hatte mir ganz schoen zugesetzt. Wir aenderten unsere Plaene und wollten nur fuer einen Tag in die Blue Mountains fahren.

An Sydneys Bahnhof war ich dann ziemlich ungehalten, weil die Beschilderung mehr als zu wuenschen uebrig liess. Es passierte, was passieren musste - wir wussten nicht wohin und verpassten so unseren Zug um 3 Minuten! Zu allem Ueberfluss hatten wir auch beide unsere Kameras vergessen! Wirklich! Man kann glauben, wir seien erst eine Woche unterwegs!

Wir erreichten Katoomba gegen 14 Uhr und kauften erst einmal eine Einwegkamera. Dann liessen wir uns bequatschen, einen Tourbus zu nehmen. Mannomann, wir muessen wirklich noch betrunken gewesen sein! Voll touristisch - und wir mittendrin. Nee, so nicht! Wir stiegen aus und gingen zu Fuss!
Der Wanderweg durch und die Aussicht ueber die Blue Mountains war wunderschoen und endlich begannen wir, den Tag zu geniessen. Uns war egal, dass wir den Bus zum Bahnhof sicher nicht mehr bekommen werden. Dann laufen wir eben!

Bevor wir den Zug zurueck nach Sydney nahmen, sahen wir einen wunderschoenen Sonnenuntergang. Ein schoener Abschluss fuer den Ausflug in die Blue Mountains.

Donnerstag, April 15, 2004

Nicole: Sydney // Ramona: Coober Pedy - Alice Springs

Heute liessen wir es mal langsam angehen. Nicht, dass wir in den letzten Tagen Stress gehabt haetten. Aber es ist ja auch Al's letzte Woche, da will er sicher keine Hektik mehr haben.

Den Vormittag verbrachten wir damit, ein passendes Internet-Cafe zu finden bzw. erst einmal ueberhaupt eines zu finden. In Manly gab's eines an jeder Ecke, aber hier in Paddington?!? Wir liefen die Oxford Street entlang aber in die falsche Richtung! Irgendwann drehten wir um und liefen nochmal zurueck - und etwas weiter - und siehe da, hier gibt's auch Internet-Cafes!

Nach ein paar Stunden Berichte und eMail schreiben gings zurueck zum Hotel, um Waesche zu waschen und endlich mal zu fruehstuecken. Toast mit Tomate und Kaese ueberbacken! Lecker!!
Dann musste ich meine Schwester Kerstin anrufen, sie hat doch heute Geburtstag. Fuer 10 AUD kann man fast 1 Stunde nach Deutschland telefonieren, das ist wirklich guenstig!

Um 18.30 Uhr ging's dann zum Kino. Wir hatten doch tatsaechlich noch Karten zur Eroeffnung des Deutschen Filmfestivals ergattern koennen. Gezeigt wurde "Das Wunder von Bern"! Ich war schon ganz aufgeregt.
Der Empfang - eine Katastrophe, wir waren eindeutig nicht passend gekleidet! Aber wir hatten dennoch unseren Spass! Und Jo Baier, der deutsche Regisseur, war auch da. :) Der Film hat uns beiden sehr gut gefallen und anschliessend gab es Bier und Rotwein sowie einige Snacks - umsonst!
Wir wurden um Mitternacht gebeten zu gehen. So etwas!? Dabei haette ich so gerne noch von dem leckeren Rotwein getrunken! Aber Al war sicher froh, dass ich nichts mehr bekam. 5 Glaeser hatte ich gehabt und ich fuehlte mich als haette ich ein ganzes Fuder getrunken!


Ramona: Coober Pedy - Alice Springs

Um 4.15 Uhr hiess es schon aufstehen. Der Bus vom Hostel faehrt uns um 4.45 Uhr zum Busterminal, damit wir den Bus nach Alice Springs um 5 Uhr bekamen. Muede, schlafen!!! Der Bus hatte auch noch Verspaetung. Um 5.30 Uhr sassen wir endlich im Bus. Ich hatte sogar Glueck und hatte eine Zweierbank fuer mich alleine. So konnte ich mich gemuetlich hinlegen. Wenn man das gemuetlich nennen kann. Puenktlich zum Sonnenaufgang wachte ich wieder auf. Es sah wunderschoen aus! Und kaum war die Sonne da, sprangen auch schon die Kaenguruhs froehlich umher. Leider war in der Nacht wohl so manch ein Kaenguguh auf die Strasse gehuepft und hat das Auto oder die Trucks nicht gesehen. Ihre Kadaver wurden nun von den Wedgetail Eagles (Keilschwanzadler?) gefressen. Das sind die groessten Adler in Australien, ihre Fluegelspannweite kann bis zu 2m lang werden.

Um 14.30 Uhr kam der Bus in Alice Springs an. Ich quartierte mich im Melanka Backpackers Hostel ein. Dann ging ich auf Erkundungstour durch die Stadt. Puh, war das heiss hier. Am Ende der Stadt kam ich zu einem Huegel mit Aussichtspunkt. Der Anzac Hill. Dort stiefelte ich hinauf. Auf halber Hoehe traf ich auf eine kleine Gruppe Aboriginals. Sie waren betrunken und stritten sich. Schnell weg hier. Ein paar Meter weiter drehte ich mich nochmal um, und traute meinen Augen kaum. Der Mann sass auf einer aelteren Frau und schlug ihr immer wieder mit der Faust ins Gesicht. Dabei schrie er unentwegt: ich bring dich um! Ich war wie gelaehmt! Was sollte ich nun tun? Gehe ich dazwischen, stuerzt er sich vielleicht auf mich, sage ich nichts, wer weiss wo das endet. Da sprangen zum Glueck 2 juengere Aboriginals auf und zogen den Mann von der Frau. Puh, was fuer ein Erlebnis. Und das ist nun der erste Eindruck den ich von den Aboriginals bekommen sollte?! Hoffentlich sind nicht alle so. Der Ausblick vom Huegel war ganz nett. Alice ist umgeben von roten Bergen.

Zurueck im Hostel gab es Nudeln zum Abendessen und dann wurde fuer die morgige Tour zum Ayers Rock gepackt.