Was ist denn das fuer ein Radau? Uaaah, wir schlafen doch noch. Wie spaet ist es? Was? Erst 6.00 Uhr? Und unter uns laeuft schon Karaoke. Das kann doch nicht wahr sein. Wir drehen uns nochmal rum und versuchen, noch etwas zu schlafen.
Um 9.20 Uhr konnten wir starten. Ramona, John und ich folgten unseren Tourguides Eddy und Aligi. Zuerst ging's vorbei an den von den Fluten zerstoerten Haeusern. Wahnsinn, was hier innerhalb von 20 Minuten alles zerstoert wurde.
Innerhalb kurzer Zeit waren wir im Dschungel. Und zwar so richtig mitten drin. Dieser Dschungel war ganz anders als in Thailand. Viel dichter, viel wilder. Zwar gab es einen Weg, dem wir folgten, aber der war teilweise auch schon wieder richtig zugewachsen. Die Temperaturen waren tropisch und wir schwitzten sofort.
Aligi und Eddy konnten uns viel ueber die verschiedenen Pflanzen erzaehlen. Kein Wunder, mussten die beiden doch zwei Jahre in die Schule gehen, um Tourguide zu werden. Die zwei verstanden es auch prima, die Orang-Utans nachzuahmen. Wir mussten gar nicht lange warten, da naeherte sich der erste schon. Auch er war neugierig. Es war gigantisch zu beobachten, wie er sich durch die Baeume zu uns hangelte. Etwas mulmig wurde es uns dann doch - war schliesslich auch kein Kleiner. Aber Aligi und Eddy passten schon auf. Wir machten dann ein richtiges Foto-Shooting mit dem Affen. Einer nach dem anderen durfte sich vor ihn stellen. Aber bloss aufpassen.
Wir drei waren richtig happy, bereits nach so kurzer Zeit einen Orang-Utan gesehen zu haben. Nun konnten es unsere Tourguides auch laessig angehen lassen, hatten wir ihnen doch 'gedroht', wenn wir keine zu sehen bekommen. Die beiden waren sichtlich erleichtert. Es dauerte nicht lang, da bekamen wir noch einen Orang-Utan zu sehen. Diesmal einen ganz jungen. Wir waren begeistert! Das Glueck blieb auf unserer Seite. Wir sahen tatsaechlich ein Stueck weiter einen dritten Orang-Utan. Wow! Und das in freier Wildbahn!
Wir liefen noch ca. 3 Stunden durch den Dschungel, immer wieder auf und ab, klettern ueber viele meterlange Baumwurzeln, ueber Stock und Stein, bis wir gegen 14 Uhr an unserem Camp ankamen. Direkt neben einem Fluss. Da muessen wir natuerlich gleich mal reinspringen. Herrlich, das kuehle Nass!
Etwas spaeter kamen noch drei Jungs, die sich um unser Wohlergehen kuemmern sollten. Sie bekochten uns und wir liessen es uns mal wieder richtig gut gehen.
Die Nacht im Dschungel war herrlich, es war so laut mit all den Insekten, die nachts aktiv waren. Schade, dass wir das nicht aufnehmen koennen.
Freitag, März 19, 2004
Mittwoch, März 17, 2004
Bangkok - Penang / Malaysia
Um 9.15 Uhr erreichten wir Bangkok. Schnell die Haengematten zur Post gebracht und heim geschickt, dann sind wir die auch schon mal los. Aber was ist das? Geschlossen? Warum das denn? Die Maenner standen hinterm Schalter und grinsten sich einen. Aber bedienen wollten sie uns nicht. So was!
Wir stiegen ins Taxi und fuhren in die Touri-Strasse, um dort unser Ticket abzuholen. Ob dieses Mal alles stimmt oder ob es wieder Probleme gibt? Ja, das Ticket war auf unsere Namen ausgestellt, die Fluege alle korrekt. Perfekt. Wir liessen das Gepaeck stehen, fruehstueckten eine Kleinigkeit und gingen zur naechsten Post. Hier wollte man wenigstens arbeiten.
Im Internet-Cafe wurden dann schnell die letzten Berichte getippt und Fotos hochgeladen. Aber schnell musste es gehen, denn um 16 Uhr faehrt der Bus zum Flughafen. In allerletzter Minute schafften wir es und entspannt sassen wir, mit einem Israeli, im Taxi - ja, es war doch kein Bus - zum Flughafen.
Unser Flug war erst um 19.30 Uhr also hatten wir noch eine Menge Zeit. Im Restaurant lernten wir einen Deutschen kennen, den wir von unserer Reise begeistern konnten. Tja, und so verging die Zeit wie im Fluge und fast haetten wir vergessen, unsere letzten Baht in malaysische Ringgit bzw. indonesische Rupiah zu tauschen. Das war aber auch keine einfache Sache. Denn gerade als wir zum Geldwechselschalter kamen, waren sie alle Geld am zaehlen oder gar nicht besetzt. Wir mussten warten! Aber wir haben doch keine Zeit!! Unser Flug geht in 40 Minuten und durch die Passkontrolle muessen wir auch noch. Vom Security-Check ganz zu schweigen. Doch man liess sich nicht beirren. OK, geduldig warteten wir und konnten dann letztlich auch unser Geld tauschen.
An der Passkontrolle wurden wir dann erwischt. "Overstay - come with me." Overstay? Was? Wir sind 3 Tage laenger im Land geblieben als wir durften? Ups, das ist uns gar nicht aufgefallen. :) 600 Baht mussten wir jeder nachzahlen. Komisch, dass wir genau soviel Geld in Baht uebrig hatten.
Dann ging alles ganz schnell, durch den Security-Check und in letzter Minute noch in den Flieger. Auf geht's nach Malaysia.
22.00 Uhr - wir fliegen ueber die laengste Bruecke Asiens. 13,5 km lang. Sie verbindet Malaysia mit der malaysischen Insel Penang. So lang sieht die Bruecke aber aus der Luft gar nicht aus.
22.45 Uhr - wir haben einen malaysischen Stempel im Pass. Dabei bleiben wir nur eine Nacht. :) Gluecklicherweise treffen wir auf ein englisches Paerchen, mit denen wir ein Taxi in die Stadt teilen koennen. Sie hatten ihr Zimmer schon im voraus gebucht, aber der Preis lag deutlich ueber unserem Budget. Somit machten wir uns spaet in der Nacht noch auf die Hotelsuche.
Es war Mitternacht, als wir todmuede ins Bett fielen. Jetzt noch die bloede Malaria-Tablette nehmen - Prophylaxe fuer Flores. Hoffentlich vertragen wir die auch!
Wir stiegen ins Taxi und fuhren in die Touri-Strasse, um dort unser Ticket abzuholen. Ob dieses Mal alles stimmt oder ob es wieder Probleme gibt? Ja, das Ticket war auf unsere Namen ausgestellt, die Fluege alle korrekt. Perfekt. Wir liessen das Gepaeck stehen, fruehstueckten eine Kleinigkeit und gingen zur naechsten Post. Hier wollte man wenigstens arbeiten.
Im Internet-Cafe wurden dann schnell die letzten Berichte getippt und Fotos hochgeladen. Aber schnell musste es gehen, denn um 16 Uhr faehrt der Bus zum Flughafen. In allerletzter Minute schafften wir es und entspannt sassen wir, mit einem Israeli, im Taxi - ja, es war doch kein Bus - zum Flughafen.
Unser Flug war erst um 19.30 Uhr also hatten wir noch eine Menge Zeit. Im Restaurant lernten wir einen Deutschen kennen, den wir von unserer Reise begeistern konnten. Tja, und so verging die Zeit wie im Fluge und fast haetten wir vergessen, unsere letzten Baht in malaysische Ringgit bzw. indonesische Rupiah zu tauschen. Das war aber auch keine einfache Sache. Denn gerade als wir zum Geldwechselschalter kamen, waren sie alle Geld am zaehlen oder gar nicht besetzt. Wir mussten warten! Aber wir haben doch keine Zeit!! Unser Flug geht in 40 Minuten und durch die Passkontrolle muessen wir auch noch. Vom Security-Check ganz zu schweigen. Doch man liess sich nicht beirren. OK, geduldig warteten wir und konnten dann letztlich auch unser Geld tauschen.
An der Passkontrolle wurden wir dann erwischt. "Overstay - come with me." Overstay? Was? Wir sind 3 Tage laenger im Land geblieben als wir durften? Ups, das ist uns gar nicht aufgefallen. :) 600 Baht mussten wir jeder nachzahlen. Komisch, dass wir genau soviel Geld in Baht uebrig hatten.
Dann ging alles ganz schnell, durch den Security-Check und in letzter Minute noch in den Flieger. Auf geht's nach Malaysia.
22.00 Uhr - wir fliegen ueber die laengste Bruecke Asiens. 13,5 km lang. Sie verbindet Malaysia mit der malaysischen Insel Penang. So lang sieht die Bruecke aber aus der Luft gar nicht aus.
22.45 Uhr - wir haben einen malaysischen Stempel im Pass. Dabei bleiben wir nur eine Nacht. :) Gluecklicherweise treffen wir auf ein englisches Paerchen, mit denen wir ein Taxi in die Stadt teilen koennen. Sie hatten ihr Zimmer schon im voraus gebucht, aber der Preis lag deutlich ueber unserem Budget. Somit machten wir uns spaet in der Nacht noch auf die Hotelsuche.
Es war Mitternacht, als wir todmuede ins Bett fielen. Jetzt noch die bloede Malaria-Tablette nehmen - Prophylaxe fuer Flores. Hoffentlich vertragen wir die auch!
Montag, März 15, 2004
Ao Nang
Um 8.00 Uhr waren wir am Tauchladen. Ob es heute tatsaechlich nach Hin Muang und Hin Daeng geht? Es sind schliesslich die besten Tauchplaetze Thailands.
Man hatte unsere Sachen schon ins Speedboot geladen. Na prima, heute scheinen wir ja Glueck zu haben. Die Sonne schien, kein Woelkchen am Himmel - was wollen wir mehr? Mit an Bord waren 3 Dive Master und 8 weitere Taucher. Die Fahrt zum ersten Tauchplatz dauerte knapp 2 Stunden. Jetzt schnell ins Wasser, denn die Wellen waren doch recht hoch. Unter Wasser merkt man von diesen Wellen nichts mehr.
Wir tauchten mit Iris, einer Schweizerin, und Yumi, unseren japanischen Dive Masterin. Eine kleine Gruppe also - schoen! Wir sahen viele viele bunte und grosse Fische, doch leider keinen Hai oder Mantaray. Aber vielleicht beim naechsten Tauchgang.
Vom zweiten Tauchgang in Hin Daeng waren wir alle sehr begeistert. Ein fantastischer Tauchplatz und wir sahen unzaehlige Muraenen in verschiedenen Groessen, riesengrosse Barracudas, Krabben, Hummer, Anglerfische, Rotfeuerfische, Kofferfische,... Nicht zu vergessen die schoenen farbenfrohen Korallen. Herrlich, die Fahrt hierher hatte sich gelohnt!
Nach der Dusche ging's zum letzten Mal in unser Lieblingsrestaurant. Da es unsere vorletzte Nacht in Thailand war (die letzte verbringen wir im Zug) wollten wir das mit einem Cocktail begiessen und frueh ins Bett.
Wir setzten uns in eine Bar und es dauerte nicht lange, da kamen die beiden Amerikaner, die heute mit uns tauchen waren, zu uns. Als die Bar um 00.30 Uhr zu machte, entschieden wir noch weiter zu ziehen. Ein Drink nach dem anderen ... wir waren froh, als wir um 4.15 Uhr im Bett lagen.
Man hatte unsere Sachen schon ins Speedboot geladen. Na prima, heute scheinen wir ja Glueck zu haben. Die Sonne schien, kein Woelkchen am Himmel - was wollen wir mehr? Mit an Bord waren 3 Dive Master und 8 weitere Taucher. Die Fahrt zum ersten Tauchplatz dauerte knapp 2 Stunden. Jetzt schnell ins Wasser, denn die Wellen waren doch recht hoch. Unter Wasser merkt man von diesen Wellen nichts mehr.
Wir tauchten mit Iris, einer Schweizerin, und Yumi, unseren japanischen Dive Masterin. Eine kleine Gruppe also - schoen! Wir sahen viele viele bunte und grosse Fische, doch leider keinen Hai oder Mantaray. Aber vielleicht beim naechsten Tauchgang.
Vom zweiten Tauchgang in Hin Daeng waren wir alle sehr begeistert. Ein fantastischer Tauchplatz und wir sahen unzaehlige Muraenen in verschiedenen Groessen, riesengrosse Barracudas, Krabben, Hummer, Anglerfische, Rotfeuerfische, Kofferfische,... Nicht zu vergessen die schoenen farbenfrohen Korallen. Herrlich, die Fahrt hierher hatte sich gelohnt!
Nach der Dusche ging's zum letzten Mal in unser Lieblingsrestaurant. Da es unsere vorletzte Nacht in Thailand war (die letzte verbringen wir im Zug) wollten wir das mit einem Cocktail begiessen und frueh ins Bett.
Wir setzten uns in eine Bar und es dauerte nicht lange, da kamen die beiden Amerikaner, die heute mit uns tauchen waren, zu uns. Als die Bar um 00.30 Uhr zu machte, entschieden wir noch weiter zu ziehen. Ein Drink nach dem anderen ... wir waren froh, als wir um 4.15 Uhr im Bett lagen.
Samstag, März 13, 2004
Krabi
Das erste Mal seit Wochen blieben wir heute mal etwas laenger im Bett liegen. Es war 10.15 Uhr als wir aufstanden und uns so langsam wie moeglich strandfertig machen. Schliesslich steht heute Relaxen auf dem Programm.
Wir buchten noch eben ein Zugticket nach Bangkok fuer den 16., assen ein Sandwich zu Mittag und waren dann auf dem Weg zu den Longtail-Booten, die uns auf die Insel Railay bringen sollten. 10 Minuten dauerte die Fahrt. Hmm, wo sollen wir uns hinlegen. Platz genug war ja da am schoenen Sandstrand. Aber guck mal da, was ist das denn? Wow, da klettern sie die steile Wand hoch! Das sieht ja genial aus. Wir schauten eine Weile zu und entschieden dann, dass wir das auch machen wollen. Nachdem wir die noetigen Informationen hatten, buchten wir einen Ganztages-Kurs 'Rockclimbing' fuer Montag.
OK, jetzt aber rueber zum Strand. Aber wie sieht's denn am Himmel aus? Da drueben wird's jetzt aber ganz schoen dunkel! Macht nichts, dann haben wir sicherlich den Strand fuer uns alleine.
Auf dem Weg zur anderen Seite kamen wir an der Abzweigung zum Viewpoint vorbei. Hmmm, wo wir schon mal hier sind, sollten wir uns das aber schon anschauen, oder? Auf dem Schild steht: "Ohne Bergsteiger-Erfahrung und ohne Sicherheitsseil bitte nicht hochklettern." Na gut, den Kurs machen wir zwar erst am Montag, ein Seil haben wir auch nicht, aber wir sind doch Bergsteiger! Mt. Fuji, Mt. Sokcho, Mt. Everest - wer kann schon auf diese Erfahrung zurueck greifen? :) Wir machten uns auf den Weg - sandig war es, und manchmal richtig steil. Aber an den vielen Steinen konnte man sich bestens fest halten. Es war genial und machte richtig Spass. Zuerst zum Viewpoint und es lohnte sich wirklich! Ein herrlicher Blick runter auf den Strand mit Palmen, nur leider war es etwas bewoelkt.
Dann weiter zur Lagune. Und jetzt wurde es richtig spannend. Endlich wurden wir mal gefordert und wir mussten unseren Hosenboden und alle unsere Flexibilitaet und Gelenkigkeit einsetzen. Der Regen hatte eingesetzt, was den "Weg" teilweise noch glitschiger machte. Aber wir schafften es und belohnten uns mit einer schoenen Abkuehlung in einer herrlichen Lagune.
Entspannend konnte man diesen Tag wohl wirklich nicht nennen, aber er war total schoen!
Zum Abend noch ein tolles Essen: Pad Kapau und Kananaman Hoi - die Gerichte, die wir in Lampang gelernt haben zu kochen - liessen wir uns nun im Restaurant servieren. Ein schoener Abschluss des heutigen Tages!
Wir buchten noch eben ein Zugticket nach Bangkok fuer den 16., assen ein Sandwich zu Mittag und waren dann auf dem Weg zu den Longtail-Booten, die uns auf die Insel Railay bringen sollten. 10 Minuten dauerte die Fahrt. Hmm, wo sollen wir uns hinlegen. Platz genug war ja da am schoenen Sandstrand. Aber guck mal da, was ist das denn? Wow, da klettern sie die steile Wand hoch! Das sieht ja genial aus. Wir schauten eine Weile zu und entschieden dann, dass wir das auch machen wollen. Nachdem wir die noetigen Informationen hatten, buchten wir einen Ganztages-Kurs 'Rockclimbing' fuer Montag.
OK, jetzt aber rueber zum Strand. Aber wie sieht's denn am Himmel aus? Da drueben wird's jetzt aber ganz schoen dunkel! Macht nichts, dann haben wir sicherlich den Strand fuer uns alleine.
Auf dem Weg zur anderen Seite kamen wir an der Abzweigung zum Viewpoint vorbei. Hmmm, wo wir schon mal hier sind, sollten wir uns das aber schon anschauen, oder? Auf dem Schild steht: "Ohne Bergsteiger-Erfahrung und ohne Sicherheitsseil bitte nicht hochklettern." Na gut, den Kurs machen wir zwar erst am Montag, ein Seil haben wir auch nicht, aber wir sind doch Bergsteiger! Mt. Fuji, Mt. Sokcho, Mt. Everest - wer kann schon auf diese Erfahrung zurueck greifen? :) Wir machten uns auf den Weg - sandig war es, und manchmal richtig steil. Aber an den vielen Steinen konnte man sich bestens fest halten. Es war genial und machte richtig Spass. Zuerst zum Viewpoint und es lohnte sich wirklich! Ein herrlicher Blick runter auf den Strand mit Palmen, nur leider war es etwas bewoelkt.
Dann weiter zur Lagune. Und jetzt wurde es richtig spannend. Endlich wurden wir mal gefordert und wir mussten unseren Hosenboden und alle unsere Flexibilitaet und Gelenkigkeit einsetzen. Der Regen hatte eingesetzt, was den "Weg" teilweise noch glitschiger machte. Aber wir schafften es und belohnten uns mit einer schoenen Abkuehlung in einer herrlichen Lagune.
Entspannend konnte man diesen Tag wohl wirklich nicht nennen, aber er war total schoen!
Zum Abend noch ein tolles Essen: Pad Kapau und Kananaman Hoi - die Gerichte, die wir in Lampang gelernt haben zu kochen - liessen wir uns nun im Restaurant servieren. Ein schoener Abschluss des heutigen Tages!
Donnerstag, März 11, 2004
Krabi
Wir kamen um ca. 6.00 Uhr in Suri Taman an und mussten dort in einen Bus umsteigen. Mensch, war das kalt. Die Klimaanlage blies aus allen Loechern! Stopfen konnt man die nicht! Und hier sollen wir jetzt noch ein paar Stunden sitzen? Na, das kann ja heiter werden.
Doch wir hatten Glueck - nach etwa einer halben Stunde wurden wir abgesetzt und wir mussten auf den naechsten Bus warten. Aber man meinte es gut mit uns und wir durften in einem Minibus mitfahren, der nur 1,5 Stunden brauchte. Der grosse Bus, bei dem die Klimaanlage sicher wieder voll aufgedreht gewesen waere, braucht mindestens 3 Stunden.
Wir waren gegen 9 Uhr in Krabi und suchten uns gleich eine Unterkunft. Dummerweise jedoch nicht in Strandnaehe, so dass wir fuer die Tauchshops ins 15 km entfernte Ao Nang fahren mussten. Hier machten wir dann zwei Tauchtage bei Andy, einem Deutschen klar und suchten auch gleich eine neue Unterkunft.
Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand. Nicht wirklich was Schoenes, da die lauten Boote einen ganz schoen nerven koennen. Da gibt es sicher noch bessere ... wir sind ja noch ein paar Tage hier.
Doch wir hatten Glueck - nach etwa einer halben Stunde wurden wir abgesetzt und wir mussten auf den naechsten Bus warten. Aber man meinte es gut mit uns und wir durften in einem Minibus mitfahren, der nur 1,5 Stunden brauchte. Der grosse Bus, bei dem die Klimaanlage sicher wieder voll aufgedreht gewesen waere, braucht mindestens 3 Stunden.
Wir waren gegen 9 Uhr in Krabi und suchten uns gleich eine Unterkunft. Dummerweise jedoch nicht in Strandnaehe, so dass wir fuer die Tauchshops ins 15 km entfernte Ao Nang fahren mussten. Hier machten wir dann zwei Tauchtage bei Andy, einem Deutschen klar und suchten auch gleich eine neue Unterkunft.
Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand. Nicht wirklich was Schoenes, da die lauten Boote einen ganz schoen nerven koennen. Da gibt es sicher noch bessere ... wir sind ja noch ein paar Tage hier.
Dienstag, März 09, 2004
Bangkok
Da Al uns heute wieder verlassen hat, um nach Papua Neu Guinea zu fliegen, waren wir ab heute wieder alleine. Morgen soll es in die Krabi Provinz zum Tauchen gehen, wollen doch mal online schauen, ob es wieder Billigfluege dorthin gibt. Leider nicht und somit mussten wir wieder ins Reisebuero. Wir buchten ein Nachtzug-Ticket und haben somit noch den morgigen Tag in Bangkok. Das Ticket koennen wir spaeter im Reisebuero abholen.
Wir besorgten noch die eine oder andere Kleinigkeit und wollten dann einen relaxten Abend verbringen. Doch es sollte alles anders werden. Als wir unser Zugticket abholten, sagte man uns, dass es ein Problem mit unseren Flugtickets gibt und wir so nicht fliegen koennen. Entweder wir zahlen mehr - nicht noch mehr!! - oder wir muessen die Ziele aendern! Das kann doch nicht sein. Und dafuer haben wir gestern 4 Stunden hier gesessen, um alles klar zu machen? Oh man! Der Angestellten war anzusehen, dass es ihr sehr leid tut und sie hatte schon Kopfschmerzen, weil sie sich den ganzen Nachmittag bereits um unsere Fluege gekuemmert hatte. Wir versuchten zusammen nochmal alle moeglichen Fluege durchzugehen, doch wir kamen einfach nicht weiter. Es wurde spaeter und spaeter und so entschieden wir uns letztlich, morgen frueh nochmal vorbeizuschauen und alles klar zu machen.
So hatten wir noch ein paar Stunden, um uns im Internet schlau zu machen und eventuell andere Fluege rauszusuchen. Als dieses um Mitternacht schloss, waren wir immer noch nicht schlauer - aber um einiges mueder. Also erst einmal schlafen und vielleicht faellt uns ja ueber Nacht noch DIE Loesung ein!
Wir besorgten noch die eine oder andere Kleinigkeit und wollten dann einen relaxten Abend verbringen. Doch es sollte alles anders werden. Als wir unser Zugticket abholten, sagte man uns, dass es ein Problem mit unseren Flugtickets gibt und wir so nicht fliegen koennen. Entweder wir zahlen mehr - nicht noch mehr!! - oder wir muessen die Ziele aendern! Das kann doch nicht sein. Und dafuer haben wir gestern 4 Stunden hier gesessen, um alles klar zu machen? Oh man! Der Angestellten war anzusehen, dass es ihr sehr leid tut und sie hatte schon Kopfschmerzen, weil sie sich den ganzen Nachmittag bereits um unsere Fluege gekuemmert hatte. Wir versuchten zusammen nochmal alle moeglichen Fluege durchzugehen, doch wir kamen einfach nicht weiter. Es wurde spaeter und spaeter und so entschieden wir uns letztlich, morgen frueh nochmal vorbeizuschauen und alles klar zu machen.
So hatten wir noch ein paar Stunden, um uns im Internet schlau zu machen und eventuell andere Fluege rauszusuchen. Als dieses um Mitternacht schloss, waren wir immer noch nicht schlauer - aber um einiges mueder. Also erst einmal schlafen und vielleicht faellt uns ja ueber Nacht noch DIE Loesung ein!
Sonntag, März 07, 2004
Samstag, März 06, 2004
Bangkok
Wir trafen uns um 9.30 Uhr und Al gab uns einige Tipps fuer Indonesien. Dann wollten wir uns gerade auf den Weg machen, um ein paar Dinge zu erledigen, als Al erwaehnte, dass Nicole NL in Bangkok sei und wir sie evtl. treffen koennen. Schnell mal geguckt, ob sie eine eMail geschrieben hat... Ja, hatte sie. Treffen um 11.30 Uhr im Chai Restaurant, ihr Bus geht um 14 Uhr. Na, jetzt aber mal schnell, es ist immerhin schon 11.20 Uhr. Wir brauchten eine ganze Weile bis wir das Restaurant gefunden hatten aber wir schafften es noch rechtzeitig. Nicole NL war noch da und wir hatten eine Menge Neuigkeiten auszutauschen. Es war schoen, sie wieder zu sehen. Sie wird die naechsten Wochen in Myanmar verbringen und am 01.04. zurueck nach Amsterdam fliegen. Somit wird es vorerst wohl das letzte Mal gewesen sein, dass wir sie sehen. Wie schade!
Als Nicole NL im Bus zum Flughafen sass, machten Ramona und ich uns auf den Weg, um uns um eventuelle Flugtickets nach Indonesien zu kuemmern und ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Die Flugtickets hielten uns verdammt lange auf und einige Reisebueros konnten uns nicht mal direkt weiter helfen. Wir muessen am Montag nochmal hin.
Um 18.30 Uhr trafen wir uns wieder mit Al, um uns 'Runaway Jury' im Kino anzuschauen. Endlich mal wieder Popcorn. Mmmh, wie lecker!
Als Nicole NL im Bus zum Flughafen sass, machten Ramona und ich uns auf den Weg, um uns um eventuelle Flugtickets nach Indonesien zu kuemmern und ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Die Flugtickets hielten uns verdammt lange auf und einige Reisebueros konnten uns nicht mal direkt weiter helfen. Wir muessen am Montag nochmal hin.
Um 18.30 Uhr trafen wir uns wieder mit Al, um uns 'Runaway Jury' im Kino anzuschauen. Endlich mal wieder Popcorn. Mmmh, wie lecker!
Freitag, März 05, 2004
Elephant Conservation Center - Bangkok
6.45 Uhr, der Wecker klingelt. Ein letztes Mal in die Mahout-Klamotten steigen, ein letztes Mal mit Jan, Lai und Deng in den Dschungel laufen, um die Elefanten abzuholen. Mit einer Zuckerrohrstange in der Hand ging es los.
Ramona und ich waren schon etwas aufgeregt, schliesslich mussten wir heute alles alleine machen; die Pruefung stand an und nass durften wir beim Baden auf keinen Fall werden.
Es klappte alles sehr gut. Ich loeste die Kette ohne Probleme, Wandee hoerte auf mich, kam zu mir und Jan, ich konnte sie sauber machen, das Aufsitzen kein Problem und los ging's zu Ramona und Lai, die schon auf uns warteten. Zusammen gings zum Baden. Ich wurde noch etwas nervoeser, da heute Jan nichts sagen wuerde. Wie genau werden sie das wohl nehmen, das mit dem Nicht-Nass-werden? Aber das Baden war heute ueberhaupt kein Problem. Auch fuer Ramona nicht. Prima - den ersten Teil unserer Pruefung hatten wir also mit Bravour bestanden. Wenn jetzt das Tak long (Bock springen) auch noch klappt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen!
Nach dem Fruehstueck bereitete Deng auf dem Uebungsplatz unseren Parcours vor. Ramona und ich setzten uns schonmal auf die Elefanten und dann war warten angesagt. Der Head of Mahout (HoM) musste uns schliesslich die Pruefung abnehmen. Und er liess auf sich warten. Die Elefanten wurden schon ganz unruhig und wir wollten auch endlich loslegen.
Dann endlich - Ramona durfte als erste ran. Das Auf- und Absteigen, ueberhaupt kein Problem. Dann musste sie den Parcours mit Pang Khod ablaufen. Doch Khod straeubte sich anfangs ganz schoen und Lai musste nachhelfen. Als sie aber dann dran war, lief es wie am Schnuerchen. Erst am Schluss beim rueckwaerts gehen, gab's nochmal ein paar Schwierigkeiten, aber Ramona meisterte auch die. Sie musste dann zum Holztraeger aufsetzen und ich war an der Reihe.
Wie befuerchtet, klappte das Bock springen beim ersten Mal nicht und ich musste ein zweites Mal ansetzen. Na, das faengt ja gut an. Aber Wandee war klasse drauf. Sie hoerte auf jedes Wort, auf jeden Kick, ich musste den Hook nur selten anwenden. Doch auch bei mir lief das rueckwaerts gehen ueberhaupt nicht. Aber das mochte sie ja noch nie. :) Jetzt muss auch ich noch den Holztraeger aufsetzen ... der HoM kontrollierte alles, und ich musste nochmal straffer ziehen. Beim zweiten Mal war es dann ok.
Stolz wie Oscar waren wir - wir hatten die Pruefung bestanden und bekamen ein Zertifikat ueberreicht. Jetzt duerfen wir ueberall mit Elefanten arbeiten. :)
Nach dem Duschen wurden die letzten Sachen verstaut, es gab ein letztes Mittagessen und der grosse Abschied rueckte naeher. In den 20 Tagen hatten wir nicht nur die Elefanten sondern auch die Mahouts und Deng sehr lieb gewonnen. Wir werden sie sicher sehr vermissen und die Zeit wird fuer uns unvergesslich bleiben.
Mit einer Art Jeepney fuhren wir dann zum Flughafen nach Chiang Mai. Um 17.20 Uhr ging unser Flieger nach Bangkok - fuer ganze 20 Euro. Wenn das mal kein Schnaeppchen ist. :)
In Bangkok trafen wir uns wieder mit Al, der auf der Durchreise nach Papua NeuGuinea ist. Ramona und ich hatten vom Reis nun doch genug und brauchten mal eine Pizza. Wie gut die schmeckte!
Ramona und ich waren schon etwas aufgeregt, schliesslich mussten wir heute alles alleine machen; die Pruefung stand an und nass durften wir beim Baden auf keinen Fall werden.
Es klappte alles sehr gut. Ich loeste die Kette ohne Probleme, Wandee hoerte auf mich, kam zu mir und Jan, ich konnte sie sauber machen, das Aufsitzen kein Problem und los ging's zu Ramona und Lai, die schon auf uns warteten. Zusammen gings zum Baden. Ich wurde noch etwas nervoeser, da heute Jan nichts sagen wuerde. Wie genau werden sie das wohl nehmen, das mit dem Nicht-Nass-werden? Aber das Baden war heute ueberhaupt kein Problem. Auch fuer Ramona nicht. Prima - den ersten Teil unserer Pruefung hatten wir also mit Bravour bestanden. Wenn jetzt das Tak long (Bock springen) auch noch klappt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen!
Nach dem Fruehstueck bereitete Deng auf dem Uebungsplatz unseren Parcours vor. Ramona und ich setzten uns schonmal auf die Elefanten und dann war warten angesagt. Der Head of Mahout (HoM) musste uns schliesslich die Pruefung abnehmen. Und er liess auf sich warten. Die Elefanten wurden schon ganz unruhig und wir wollten auch endlich loslegen.
Dann endlich - Ramona durfte als erste ran. Das Auf- und Absteigen, ueberhaupt kein Problem. Dann musste sie den Parcours mit Pang Khod ablaufen. Doch Khod straeubte sich anfangs ganz schoen und Lai musste nachhelfen. Als sie aber dann dran war, lief es wie am Schnuerchen. Erst am Schluss beim rueckwaerts gehen, gab's nochmal ein paar Schwierigkeiten, aber Ramona meisterte auch die. Sie musste dann zum Holztraeger aufsetzen und ich war an der Reihe.
Wie befuerchtet, klappte das Bock springen beim ersten Mal nicht und ich musste ein zweites Mal ansetzen. Na, das faengt ja gut an. Aber Wandee war klasse drauf. Sie hoerte auf jedes Wort, auf jeden Kick, ich musste den Hook nur selten anwenden. Doch auch bei mir lief das rueckwaerts gehen ueberhaupt nicht. Aber das mochte sie ja noch nie. :) Jetzt muss auch ich noch den Holztraeger aufsetzen ... der HoM kontrollierte alles, und ich musste nochmal straffer ziehen. Beim zweiten Mal war es dann ok.
Stolz wie Oscar waren wir - wir hatten die Pruefung bestanden und bekamen ein Zertifikat ueberreicht. Jetzt duerfen wir ueberall mit Elefanten arbeiten. :)
Nach dem Duschen wurden die letzten Sachen verstaut, es gab ein letztes Mittagessen und der grosse Abschied rueckte naeher. In den 20 Tagen hatten wir nicht nur die Elefanten sondern auch die Mahouts und Deng sehr lieb gewonnen. Wir werden sie sicher sehr vermissen und die Zeit wird fuer uns unvergesslich bleiben.
Mit einer Art Jeepney fuhren wir dann zum Flughafen nach Chiang Mai. Um 17.20 Uhr ging unser Flieger nach Bangkok - fuer ganze 20 Euro. Wenn das mal kein Schnaeppchen ist. :)
In Bangkok trafen wir uns wieder mit Al, der auf der Durchreise nach Papua NeuGuinea ist. Ramona und ich hatten vom Reis nun doch genug und brauchten mal eine Pizza. Wie gut die schmeckte!
Mittwoch, März 03, 2004
Elephant Conservation Center
Die anderen fingen schon um 6 Uhr an zu rumoren, aber Ramona und ich blieben noch bis 7 Uhr liegen. Wir standen auf und das Fruehstueck war fast schon fertig. Wie bequem, dass man sich selbst im Dschungel an einen gedeckten Tisch setzen kann. :)
Ich (Nicole) ging mit Jan Wandee abholen. Mensch, war das steil hier. Und sandig. Wie soll Wandee denn hier runter kommen? Bzw. wie komme ich erst einmal da rauf? In meinen Sandalen, die ich vor lauter Blasen eh nicht richtig tragen kann, hatte ich keinen Halt. Aber Jan war ja da. Wir holten also Wandee ab und gingen den gleichen Weg wieder zurueck. Wie Wandee das wohl machen wird? Wow - ein geniales Bild, das sich mir da bot: Wandee stand auf ihren Vorderbeinen und kniete auf den Hinterbeinen und rutschte so mehr oder weniger das letzte Stueck Abhang hinunter. Wir brachten Wandee zu einem anderen Platz und holten dann die anderen ab.
Es sollte auf Futtersuche gehen und Won, Jan, Deng und Lai fuehrten uns ca. 5 km durch den Dschungel. Hin und her, rauf und runter, durchs Gestruepp und hin und wieder hielten wir an einem Tuempel an. In diesem ekligen, stinkigen Dreckswasser suchten die Jungs dann nach Froeschen - und fanden wieder eine ganze Menge. Wir hatten die Aufgabe, die teilweise noch lebenden oder zuckenden Froesche in eine Plastikflasche zu fuellen.
Eklig waren aber auch die Stellen, an denen Tausende von Spinnen (fuer die Serriger: Huhbeiner!) sich an der Wand tummelten. Und da mussten wir vorbei?! Das kostete ganz schoen Ueberwindungskraft. Aber wir sind ja hart im Nehmen! Als wir genug Froesche gefangen und Graeser gesammelt hatten, ging es zurueck ins Camp. Hier gab's auch gleich schon Mittagessen und dann war Ruhepause angesagt. Wir legten uns in den Schatten und kaempften mit den Ameisen. Gott sei Dank beissen die nicht, sie krabbeln nur auf einem rum - das ist ja schon nervig genug.
Ansonsten passierte am Nachmittag nicht mehr viel. Ich machte noch eine Matratze aus Bambus und schon wars Zeit fuer Whiskey und Abendessen. Wieder war Jan es, der das Tempo fuers Trinken vorgab, und er zoegerte keine Sekunde. Als Vorspeise gab es gegrillte Froesche. Und zwar komplett. Nicht nur die Schenkel! Die werden komplett mit Knochen vertilgt - klar, dass wir das auch probieren mussten. Es schmeckte richtig lecker! Dann sollten wir das Curry zubereiten. Hauptzutat: rote Ameisen (die, die beissen) und deren Eier! Einfach nur eklig! Vermischt mit ein paar Thai-Zutaten wurden sie zerstampft ... und dann mit Reis gegessen. Aber auch das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Wer weiss, wann wir die Moeglichkeit nochmal bekommen... die Ameisen ansich schmecken einfach nur scharf, wenn man auf sie beisst. Die Eier sind weich und haben keinen besonderen Geschmack. Aber mit der scharfen Currysosse wirklich gar nicht mal so schlecht. Wir gewoehnten uns auch daran. Sicher machte der Whiskey es uns auch leichter ...
Wir alle hatten an diesem Abend eine Menge Spass und es fuehrte sogar so weit, dass wir uns alle mit Russ im Gesicht beschmierten. Alle miteinander - einfach nur eine Wahnsinns Gaudi. Schwarz wie Kohle waren wir und da wir im Dunkeln nicht mehr wirklich viel sahen, gingen wir auch mehr oder weniger schwarz ins Bett.
Ich (Nicole) ging mit Jan Wandee abholen. Mensch, war das steil hier. Und sandig. Wie soll Wandee denn hier runter kommen? Bzw. wie komme ich erst einmal da rauf? In meinen Sandalen, die ich vor lauter Blasen eh nicht richtig tragen kann, hatte ich keinen Halt. Aber Jan war ja da. Wir holten also Wandee ab und gingen den gleichen Weg wieder zurueck. Wie Wandee das wohl machen wird? Wow - ein geniales Bild, das sich mir da bot: Wandee stand auf ihren Vorderbeinen und kniete auf den Hinterbeinen und rutschte so mehr oder weniger das letzte Stueck Abhang hinunter. Wir brachten Wandee zu einem anderen Platz und holten dann die anderen ab.
Es sollte auf Futtersuche gehen und Won, Jan, Deng und Lai fuehrten uns ca. 5 km durch den Dschungel. Hin und her, rauf und runter, durchs Gestruepp und hin und wieder hielten wir an einem Tuempel an. In diesem ekligen, stinkigen Dreckswasser suchten die Jungs dann nach Froeschen - und fanden wieder eine ganze Menge. Wir hatten die Aufgabe, die teilweise noch lebenden oder zuckenden Froesche in eine Plastikflasche zu fuellen.
Eklig waren aber auch die Stellen, an denen Tausende von Spinnen (fuer die Serriger: Huhbeiner!) sich an der Wand tummelten. Und da mussten wir vorbei?! Das kostete ganz schoen Ueberwindungskraft. Aber wir sind ja hart im Nehmen! Als wir genug Froesche gefangen und Graeser gesammelt hatten, ging es zurueck ins Camp. Hier gab's auch gleich schon Mittagessen und dann war Ruhepause angesagt. Wir legten uns in den Schatten und kaempften mit den Ameisen. Gott sei Dank beissen die nicht, sie krabbeln nur auf einem rum - das ist ja schon nervig genug.
Ansonsten passierte am Nachmittag nicht mehr viel. Ich machte noch eine Matratze aus Bambus und schon wars Zeit fuer Whiskey und Abendessen. Wieder war Jan es, der das Tempo fuers Trinken vorgab, und er zoegerte keine Sekunde. Als Vorspeise gab es gegrillte Froesche. Und zwar komplett. Nicht nur die Schenkel! Die werden komplett mit Knochen vertilgt - klar, dass wir das auch probieren mussten. Es schmeckte richtig lecker! Dann sollten wir das Curry zubereiten. Hauptzutat: rote Ameisen (die, die beissen) und deren Eier! Einfach nur eklig! Vermischt mit ein paar Thai-Zutaten wurden sie zerstampft ... und dann mit Reis gegessen. Aber auch das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Wer weiss, wann wir die Moeglichkeit nochmal bekommen... die Ameisen ansich schmecken einfach nur scharf, wenn man auf sie beisst. Die Eier sind weich und haben keinen besonderen Geschmack. Aber mit der scharfen Currysosse wirklich gar nicht mal so schlecht. Wir gewoehnten uns auch daran. Sicher machte der Whiskey es uns auch leichter ...
Wir alle hatten an diesem Abend eine Menge Spass und es fuehrte sogar so weit, dass wir uns alle mit Russ im Gesicht beschmierten. Alle miteinander - einfach nur eine Wahnsinns Gaudi. Schwarz wie Kohle waren wir und da wir im Dunkeln nicht mehr wirklich viel sahen, gingen wir auch mehr oder weniger schwarz ins Bett.
Montag, März 01, 2004
Elephant Conservation Center
Gut gelaunt machte ich (Nicole) mich heute mit Jan auf den Weg, um Wandee abzuholen. Die Elefanten wurde gestern zu verschiedenen Plaetzen gebracht, so dass wir uns heute getrennt auf den Weg machen mussten. Jan wollte unbedingt schneller als Lai sein und so hatte ich teilweise joggen muessen, um ihm hinterher zu kommen.
Auf dem Weg zum Swimming Pool kamen wir wieder an mehreren Autos und LKWs vorbei, so dass Wandee wieder sehr nervoes wurde. Ein Bloedmann im LKW drueckte gar noch absichtlich ein paar Mal aufs Gas, was Wandee nur noch mehr verschreckte. So ein Depp, echt! Weiter ging's zum Swimming Pool und zuerst war Ramona mit Pang Khod dran. Das lief auch sehr gut. Ich dagegen stand mit Wandee erst einmal am Ufer, da sie trinken sollte und sich hoffentlich auch etwas beruhigt. Als es dann ins Wasser gehen sollte, wollte sie nicht so recht, was bereits sehr ungewoehnlich war. Sie hoerte keinen Schlag. Ihr war es egal, dass sie immer wieder mit dem Hook eine ueber bekam. Es interessierte sie gar nicht. Sie machte einfach was sie wollte - und ich war am Ende nass bis oben hin. Die anderen machten sich natuerlich nur lustig ueber mich, aber ich fand das heute ueberhaupt nicht witzig. Niemand hatte mir gesagt, was ich haette anders machen sollen. Das Fruehstueck liess ich heute ausfallen und schaute stattdessen dem Baby-Elefanten beim Training zu. Erstaunlich, was der Kleine in 7 Tagen schon alles gelernt hatte.
Dann ging es in den Wald zum Kraeuter sammeln. Wir wollten eine Medizin fuer die Elefanten brauen mit Kraeutern, die man im Wald finden kann. Jan und Lai kennen sich auch da prima aus. Es dauerte nicht lange und wir hatten alles zusammen. Das kochten wir dann zusammen mit Wasser, Salz und Knoblauch in einem grossen Topf auf dem Feuer. Fuer uns bedeutete das wieder Pause, denn wir mussten warten, bis die Medizin fertig gekocht war. Wir hingen also etwas ab und auf einmal sprang Deng auf. Da hinten, guckt mal. Seht ihr das? Mensch, das gibt's doch gar nicht! Tatsaechlich sahen wir in weiter Ferne, wie sich zwei Elefanten paarten. Wahnsinn - was wir bisher nur aus dem TV kannten, konnten wir nun live beobachten. Nur schade, dass wir nicht naeher ran durften, aber das ist verdammt gefaehrlich. Da sollte man dem Elefanten wohl besser nicht in die Quere kommen.
Die fertig gekochte Medizin schlugen wir dann mit einer medizingetraenkten Hose auf die Wunden des Baby-Elefanten. Die Stricke hatten seine dicke Haut doch ganz schoen abgeschuerft, die Wunden wollten natuerlich gepflegt werden.
Nach dem Mittagessen standen dann mal wieder Uebungen auf dem Programm. Doch nach der heutigen Bade-Aktion wollte ich lieber nochmal das Baden ueben. Und so ritten wir wieder zum Swimming-Pool. Wandee war jetzt viel besser drauf und es klappte einigermassen. Doch es war Ramona, die etwas Pech hatte. Sie rutschte irgendwie ab und lag plumps im Wasser. So ein Aerger! Und dann wieder auf den Elefanten zu kommen, ist auch noch ein ganz schoenes Stueck Arbeit.
Das Duschen heute abend war ein Abenteuer, da wir kaum Wasser hatten. Und die Fuesse mussten mit Kernseife gewaschen werden, da sie anders nicht sauber zu bekommen waren. So verbrachten wir locker eine halbe Stunde mit Duschen.
Beim Abendessen lernten wir 3 Britinnen kennen, die nun zwei Wochen im Center als Volunteers arbeiten werden. Nach einer weiteren Thai-Stunde war jedoch wieder Bettruhe angesagt.
Auf dem Weg zum Swimming Pool kamen wir wieder an mehreren Autos und LKWs vorbei, so dass Wandee wieder sehr nervoes wurde. Ein Bloedmann im LKW drueckte gar noch absichtlich ein paar Mal aufs Gas, was Wandee nur noch mehr verschreckte. So ein Depp, echt! Weiter ging's zum Swimming Pool und zuerst war Ramona mit Pang Khod dran. Das lief auch sehr gut. Ich dagegen stand mit Wandee erst einmal am Ufer, da sie trinken sollte und sich hoffentlich auch etwas beruhigt. Als es dann ins Wasser gehen sollte, wollte sie nicht so recht, was bereits sehr ungewoehnlich war. Sie hoerte keinen Schlag. Ihr war es egal, dass sie immer wieder mit dem Hook eine ueber bekam. Es interessierte sie gar nicht. Sie machte einfach was sie wollte - und ich war am Ende nass bis oben hin. Die anderen machten sich natuerlich nur lustig ueber mich, aber ich fand das heute ueberhaupt nicht witzig. Niemand hatte mir gesagt, was ich haette anders machen sollen. Das Fruehstueck liess ich heute ausfallen und schaute stattdessen dem Baby-Elefanten beim Training zu. Erstaunlich, was der Kleine in 7 Tagen schon alles gelernt hatte.
Dann ging es in den Wald zum Kraeuter sammeln. Wir wollten eine Medizin fuer die Elefanten brauen mit Kraeutern, die man im Wald finden kann. Jan und Lai kennen sich auch da prima aus. Es dauerte nicht lange und wir hatten alles zusammen. Das kochten wir dann zusammen mit Wasser, Salz und Knoblauch in einem grossen Topf auf dem Feuer. Fuer uns bedeutete das wieder Pause, denn wir mussten warten, bis die Medizin fertig gekocht war. Wir hingen also etwas ab und auf einmal sprang Deng auf. Da hinten, guckt mal. Seht ihr das? Mensch, das gibt's doch gar nicht! Tatsaechlich sahen wir in weiter Ferne, wie sich zwei Elefanten paarten. Wahnsinn - was wir bisher nur aus dem TV kannten, konnten wir nun live beobachten. Nur schade, dass wir nicht naeher ran durften, aber das ist verdammt gefaehrlich. Da sollte man dem Elefanten wohl besser nicht in die Quere kommen.
Die fertig gekochte Medizin schlugen wir dann mit einer medizingetraenkten Hose auf die Wunden des Baby-Elefanten. Die Stricke hatten seine dicke Haut doch ganz schoen abgeschuerft, die Wunden wollten natuerlich gepflegt werden.
Nach dem Mittagessen standen dann mal wieder Uebungen auf dem Programm. Doch nach der heutigen Bade-Aktion wollte ich lieber nochmal das Baden ueben. Und so ritten wir wieder zum Swimming-Pool. Wandee war jetzt viel besser drauf und es klappte einigermassen. Doch es war Ramona, die etwas Pech hatte. Sie rutschte irgendwie ab und lag plumps im Wasser. So ein Aerger! Und dann wieder auf den Elefanten zu kommen, ist auch noch ein ganz schoenes Stueck Arbeit.
Das Duschen heute abend war ein Abenteuer, da wir kaum Wasser hatten. Und die Fuesse mussten mit Kernseife gewaschen werden, da sie anders nicht sauber zu bekommen waren. So verbrachten wir locker eine halbe Stunde mit Duschen.
Beim Abendessen lernten wir 3 Britinnen kennen, die nun zwei Wochen im Center als Volunteers arbeiten werden. Nach einer weiteren Thai-Stunde war jedoch wieder Bettruhe angesagt.
Samstag, Februar 28, 2004
Elephant Conservation Center
7 Uhr - auf geht's in den Dschungel. Doch heute war Deng zu spaet. Er war gestern abend mit den Maedels noch in die Disco. Boah, seine Fahne war betaeubend. Und auch Lai hatte gestern abend ordentlich einen gehoben. Klar, war ja auch Freitag gewesen. Wir realisieren die Wochentage jedoch gar nicht.
Elefanten abgeholt, baden, fruehstuecken - dann hiess es 80km weiter in den Nordwesten nach Bhang La fahren, zu dem ersten Elefanten Camp. Die Mahouts dort machten gerade Mittagpause und wir mit unseren Melonen kamen gerade rechtzeitig. So bekamen nicht nur die Mahouts auch die Elefanten etwas Suesses. Im ersten Camp leben etwa 30 Elefanten, die entweder krank, behindert oder einfach nur alt sind.
Gegen 13 Uhr wurde es dann richtig interessant. Einem Elefanten sollte ein fauler Stosszahn gezogen werden. Man hing den Elefanten an einen Tropf und kurze Zeit spaeter schon erschlafften seine Muskeln, er fuhr seinen Penis aus und schlief. Mit offenen Augen. Ja, er schnarchte sogar richtig. Nun konnten die Aerzte und die Studenten der Universitaet von Chiang Mai loslegen. Noch ein paar Spritzen und dann wurde mit einer riesengrossen Zange an dem Stosszahn hin und hergezogen. Nach ein paar Minuten war die Sache gehalten. Uah, wie das stank. Fuerchterlich! Der Stosszahn wurde gereinigt, vermessen, die Wunde mit jeder Menge Mull ausgestopft und das war's.
Weiter ging's zum naechsten Elefanten. Hier wollte man Sperma sammeln. Wie sie das wohl anstellen? Nun, der Elefant wird mit geballter Faust und einem Arm im Anus befriedigt bis er seinen Penis ausfaehrt und irgendwann ejakuliert. Das war ein ganz schoenes Stueck Arbeit und erfordert wohl eine bestimmte Technik. Wenn immer der Arzt den Elefanten soweit hatte, dass dieser seinen Penis ausfuhr, durfte ein Student sich dran versuchen... Es dauerte nicht lange und schwups, war der Penis wieder weg. Fast eine ganze Stunde waren sie dran, um dann letztendlich ein paar Tropfen mit einer Art Tropfenfaenger aufzufangen. Das war in jedem Fall mal interessant zu beobachten.
In der Gemeinschaftskueche bereiteten wir spaeter unser Essen vor und assen letztlich auch zusammen mit den Mahouts. Es kommen nicht viele Touristen hierher und wir wurden sehr herzlich aufgenommen. Klar, dass auch hier der Whiskey nicht fehlen durfte.
Die Nacht verbrachten wir im Zelt, was eine geniale Abwechslung war.
Elefanten abgeholt, baden, fruehstuecken - dann hiess es 80km weiter in den Nordwesten nach Bhang La fahren, zu dem ersten Elefanten Camp. Die Mahouts dort machten gerade Mittagpause und wir mit unseren Melonen kamen gerade rechtzeitig. So bekamen nicht nur die Mahouts auch die Elefanten etwas Suesses. Im ersten Camp leben etwa 30 Elefanten, die entweder krank, behindert oder einfach nur alt sind.
Gegen 13 Uhr wurde es dann richtig interessant. Einem Elefanten sollte ein fauler Stosszahn gezogen werden. Man hing den Elefanten an einen Tropf und kurze Zeit spaeter schon erschlafften seine Muskeln, er fuhr seinen Penis aus und schlief. Mit offenen Augen. Ja, er schnarchte sogar richtig. Nun konnten die Aerzte und die Studenten der Universitaet von Chiang Mai loslegen. Noch ein paar Spritzen und dann wurde mit einer riesengrossen Zange an dem Stosszahn hin und hergezogen. Nach ein paar Minuten war die Sache gehalten. Uah, wie das stank. Fuerchterlich! Der Stosszahn wurde gereinigt, vermessen, die Wunde mit jeder Menge Mull ausgestopft und das war's.
Weiter ging's zum naechsten Elefanten. Hier wollte man Sperma sammeln. Wie sie das wohl anstellen? Nun, der Elefant wird mit geballter Faust und einem Arm im Anus befriedigt bis er seinen Penis ausfaehrt und irgendwann ejakuliert. Das war ein ganz schoenes Stueck Arbeit und erfordert wohl eine bestimmte Technik. Wenn immer der Arzt den Elefanten soweit hatte, dass dieser seinen Penis ausfuhr, durfte ein Student sich dran versuchen... Es dauerte nicht lange und schwups, war der Penis wieder weg. Fast eine ganze Stunde waren sie dran, um dann letztendlich ein paar Tropfen mit einer Art Tropfenfaenger aufzufangen. Das war in jedem Fall mal interessant zu beobachten.
In der Gemeinschaftskueche bereiteten wir spaeter unser Essen vor und assen letztlich auch zusammen mit den Mahouts. Es kommen nicht viele Touristen hierher und wir wurden sehr herzlich aufgenommen. Klar, dass auch hier der Whiskey nicht fehlen durfte.
Die Nacht verbrachten wir im Zelt, was eine geniale Abwechslung war.
Donnerstag, Februar 26, 2004
Elephant Conservation Center
Wieder wachte ich (Nicole) um 4 Uhr auf. Genau wie gestern. Hin und wieder war der Baby-Elefant zu hoeren. Ich drehte mich von einer Seite zur anderen, konnte einfach nicht mehr richtig einschlafen. Aber zum Lesen war ich auch zu muede. Ich war froh, als um 6.45 Uhr endlich der Wecker klingelte und ich aufstehen konnte.
Nach unserem morgendlichen Ritt aus dem Dschungel zum Swimming Pool und gut gestaerkt fuhren wir heute mit Lai, Jan und Deng auf zwei Mopeds in den Wald, um Bambus zu schneiden. Ich (Nicole) musste bei Jan immer gleich ran und da wurde auch nicht lange gefackelt. Und erstaunlicherweise dauerte es gar nicht mal so lange, da hatte ich meine erste Bambusstange gefaellt. Wenn man weiss, wie es richtig geht, dann macht es gar richtig Spass. Ein paar Bambusstangen spaeter fiel die Aufmerksamkeit auf einen kleinen Tuempel. Im Nu waren Jan und Lai auf und puhlten in dem Dreckswasser nach Froeschen. Sie fanden gar eine ganze Menge, die sie auch gleich auf einen Stein knallten, um sie zu toeten. Die gibt's dann spaeter zum Essen.
Mit 5 Bambusstangen fuhren wir zurueck zum Camp. Dort mussten Ramona und ich die schweren Dinger auch noch auf den Schultern zum Baby-Elefanten-Platz tragen. Hier wartete der Head of Teacher (HoT) auch schon auf uns. Er begann sogleich, das Bambus zu zerkleinern. Immer in der Haelfte durch. Eigentlich ganz einfach, aber den Anfang zu finden, war dann mit dem grossen Messer nicht ganz ungefaehrlich. Ramona und ich versuchten jedoch unser Glueck, mutig wie wir sind. Wie stolz wir waren, als es dann auch relativ gut klappte. Aus den duennen Bambusstreifen wollten wir dann einen Bambuskorb flechten. OK, schnell noch eben einen in der Haelfte geteilt. Und autsch! Da war es schon passiert. Ich (Nicole) hatte meinen linken Daumen fast mitgeteilt. Deng war sofort zur Stelle. Er drueckte die Wunde gleich zu, so dass er die Blutung stoppte. Mir wurde heiss und kalt... dabei war es gar nicht so schlimm. Deng schuettete mir dann gelbes Desinfektionsmittel (eigentlich fuer Elefanten) ueber den Daumen und ueberraschenderweise brannte das ueberhaupt nicht.
Der HoT zeigte uns dann, wie man anfaengt, einen Korb zu flechten. 6 Bambusstreifen und nochmal 6 reingeflochten. Immer einen ueber den anderen. Dann noch einen doppelten auf jeder Seite dazu und schon kann es um die Kurve gehen. Ganz so einfach war das auch nicht, ohne den Daumen zu nutzen. Aber ich schlug mich tapfer durch.
Bis 12.30 Uhr war Bastelstunde angesagt, dann gab's wieder Reis und weiter wird gebastelt. Aber ich verlor relativ schnell die Geduld. Basteln war ja noch nie mein Ding gewesen. 5x hatte ich versucht, einen neuen Streifen ueber den alten zu legen und damit weiter zu basteln und 5x ist mir der neue wieder rausgerutscht. Konnte dieses dumme Ding ohne meinen Daumen eben nicht festhalten. Am Ende bastelten 4 verschiedene Leute an meinem Korb, ein Gemeinschaftskorb und Ramona stellte ihn letztendlich fertig.
Heute waren wir ziemlich spaet dran, mit der Dschungel-Tour und somit mussten wir an ziemlich vielen Elefanten vorbei. Es lag also ein weiter Weg vor uns. Jan sass bei mir mit auf, Deng bei Ramona. Da hatte Ramona die klasse Idee, sich von Deng massieren zu lassen. Mensch, das koennte Jan fuer mich ja auch machen. Das war wirklich angenehm, so laesst es sich noch viel besser Elefanten reiten.
Nach dem Abendessen schauten wir uns bei einer Flasche Whiskey verschiedene Elefantenvideos an - das Paaren, Unfaelle, die Trennung von Mutter und Baby-Elefant ... da waren schon einige schlimme Dinger dabei.
Nach unserem morgendlichen Ritt aus dem Dschungel zum Swimming Pool und gut gestaerkt fuhren wir heute mit Lai, Jan und Deng auf zwei Mopeds in den Wald, um Bambus zu schneiden. Ich (Nicole) musste bei Jan immer gleich ran und da wurde auch nicht lange gefackelt. Und erstaunlicherweise dauerte es gar nicht mal so lange, da hatte ich meine erste Bambusstange gefaellt. Wenn man weiss, wie es richtig geht, dann macht es gar richtig Spass. Ein paar Bambusstangen spaeter fiel die Aufmerksamkeit auf einen kleinen Tuempel. Im Nu waren Jan und Lai auf und puhlten in dem Dreckswasser nach Froeschen. Sie fanden gar eine ganze Menge, die sie auch gleich auf einen Stein knallten, um sie zu toeten. Die gibt's dann spaeter zum Essen.
Mit 5 Bambusstangen fuhren wir zurueck zum Camp. Dort mussten Ramona und ich die schweren Dinger auch noch auf den Schultern zum Baby-Elefanten-Platz tragen. Hier wartete der Head of Teacher (HoT) auch schon auf uns. Er begann sogleich, das Bambus zu zerkleinern. Immer in der Haelfte durch. Eigentlich ganz einfach, aber den Anfang zu finden, war dann mit dem grossen Messer nicht ganz ungefaehrlich. Ramona und ich versuchten jedoch unser Glueck, mutig wie wir sind. Wie stolz wir waren, als es dann auch relativ gut klappte. Aus den duennen Bambusstreifen wollten wir dann einen Bambuskorb flechten. OK, schnell noch eben einen in der Haelfte geteilt. Und autsch! Da war es schon passiert. Ich (Nicole) hatte meinen linken Daumen fast mitgeteilt. Deng war sofort zur Stelle. Er drueckte die Wunde gleich zu, so dass er die Blutung stoppte. Mir wurde heiss und kalt... dabei war es gar nicht so schlimm. Deng schuettete mir dann gelbes Desinfektionsmittel (eigentlich fuer Elefanten) ueber den Daumen und ueberraschenderweise brannte das ueberhaupt nicht.
Der HoT zeigte uns dann, wie man anfaengt, einen Korb zu flechten. 6 Bambusstreifen und nochmal 6 reingeflochten. Immer einen ueber den anderen. Dann noch einen doppelten auf jeder Seite dazu und schon kann es um die Kurve gehen. Ganz so einfach war das auch nicht, ohne den Daumen zu nutzen. Aber ich schlug mich tapfer durch.
Bis 12.30 Uhr war Bastelstunde angesagt, dann gab's wieder Reis und weiter wird gebastelt. Aber ich verlor relativ schnell die Geduld. Basteln war ja noch nie mein Ding gewesen. 5x hatte ich versucht, einen neuen Streifen ueber den alten zu legen und damit weiter zu basteln und 5x ist mir der neue wieder rausgerutscht. Konnte dieses dumme Ding ohne meinen Daumen eben nicht festhalten. Am Ende bastelten 4 verschiedene Leute an meinem Korb, ein Gemeinschaftskorb und Ramona stellte ihn letztendlich fertig.
Heute waren wir ziemlich spaet dran, mit der Dschungel-Tour und somit mussten wir an ziemlich vielen Elefanten vorbei. Es lag also ein weiter Weg vor uns. Jan sass bei mir mit auf, Deng bei Ramona. Da hatte Ramona die klasse Idee, sich von Deng massieren zu lassen. Mensch, das koennte Jan fuer mich ja auch machen. Das war wirklich angenehm, so laesst es sich noch viel besser Elefanten reiten.
Nach dem Abendessen schauten wir uns bei einer Flasche Whiskey verschiedene Elefantenvideos an - das Paaren, Unfaelle, die Trennung von Mutter und Baby-Elefant ... da waren schon einige schlimme Dinger dabei.
Dienstag, Februar 24, 2004
Elephant Conservation Center
Um 7 Uhr gingen wir wie gewohnt in den Dschungel. Heute mal nicht im Mahout Anzug, sondern in der guten gruenen Hose und T-Shirt. Deng lief hinter mir (Ramona) und Khod. Das machte sie irgendwie total nervoes. Sie lief total unruhig und drehte sich staendig um. Dann kamen noch ein paar Hunde dazu und zu guter letzt noch ein Bagger. Da war es aus mit Khod. Sie fing an loszustuermen, blieb an einem Abgrund stehen. Oh nein, da gehst du mir nicht runter. Und ob! Und dann noch mitten durch ein Dornenbuschfeld. Der reinste Horror. Das war Adrenalin pur. Ich versuchte mich so weit es ging nach hinten zu lehnen um die Dornen nicht durchs Gesicht gefeuert zu bekommen. Ich sah die Haut schon in Fetzen haengen. Endlich kamen wir auf der anderen Seite wieder raus. Khod war so in hysterie, dass sie auf kein Komando mehr hoerte, geschweigedenn auf die Hiebe mit dem Hook. Die anderen riefen mir gute Ratschlaege zu, leicht gesagt. Endlich bekam ich Khod zum stehen. Jan konnte sich ranschleichen und hielt die Kette fest. Ich es erloest. Mein Herz klopfte so laut, es war bestimmt in ganz Thailand zu hoeren gewesen. Aber ich war stolz! Ich bin nicht abgestuerzt!
Das Baden fuer mich (Nicole) verlief ok und nachdem Wandee wieder im Stall untergebracht war, war 'gin kaao' angesagt. Gut gestaerkt ging es zum Rescue-Team.
Der Elefant ist der groesste Warmblueter der Welt. Sie haben ein grosses Gehirn und somit ein groesseres Gedaechtnis als jedes andere Tier der Welt. Dadurch ist der Elefant natuerlich auch mehreren Stimmungen ausgesetzt. Waehrend der Musth-Periode kann ein Elefant wild, gefaehrlich und brutal werden. Die Musth-Zeit kann mehrmals im Jahr einsetzen und dauert in der Regel 3 - 4 Monate. Bevor der Elefant in die Musth-Phase kommt, aendert er seine Stimmung und sein Verhalten. Ist er einmal in der Phase, hoert er nicht mehr auf seinen Mahout und die maennlichen Elefanten werden aggressiv.
Es gibt verschiedene Gruende fuer diese Musth-Phase wie z. Bsp. die Veraenderung des Hormonspiegels, die Trennung von Mutter und Baby-Elefant oder aber der Charakter eines Elefanten kann wie beim Menschen einfach boese oder ungezogen sein. Oder aber auch Hitze und Stress wie z. Bsp. hartes Arbeiten in der Hitze, nicht genuegend Wasser und Futter und auch der Wechsel eines Mahouts. Durch die extreme Bindung zwischen Mahout und Elefant kann letzterer gestresst sein, wenn er einen neuen Mahout bekommt.
Stellt also ein Eigentuemer oder Mahout fest, dass sein Elefant in der Musth-Phase ist, muss er die lokale Behoerde informieren, die dann die weiteren Schritte einleitet. Ausserdem muss er natuerlich seinen Elefanten weiter beobachten und dann entscheiden, ob er das Rescue Team vom Thai Conservation Center um Hilfe bittet.
Wird das Rescue Team gerufen, wird innerhalb kuerzester Zeit alles vorbereitet und man faehrt zusammen mit einem Tierarzt vor Ort. Hier benoetigt das Team vom Eigentuemer die schriftliche Genehmigung, den Elefanten fangen zu duerfen. Erst dann kann es losgehen: den Platz finden, wo der Elefant sich versteckt, das Gebiet absperren, so dass der Elefant nicht entkommen kann; wenn der Elefant in geeigneter Position steht, schiesst der Schuetze des Rescue-Teams ein Beruhigungsmittel auf den Elefanten. Dieses wirkt nach etwa 30 Minuten. Der Tierarzt checkt, in welcher Verfassung das Tier sich befindet, nachdem auf es geschossen wurde. Erst dann wird der Elefant an einen besseren Platz gebracht und fest gebunden.
Ramona und ich durften jetzt zusehen, wie die Gewehre praepariert wurden und nach ein paar Luftschuessen sind wir bewaffnet nach draussen. Lai ist in der Zwischenzeit mit Pang Khod durch den Wald geritten und wir mussten anhand der Spuren den Elefanten finden. Auf dem trockenen Laub war das kein Zucker schlecken und manchmal hatten gar die Profis Probleme, die Spuren zu sehen. Am Ende fanden wir dann doch den Kartoffelsack, der fuer uns den Elefanten darstellen sollte. Wir durften nun mit 3 verschiedenen Gewehren auf diesen Sack schiessen. Das machte gar richtig Spass und wir waren enttaeuscht, als wir so schnell aufhoeren mussten.
Nach dem Mittag essen sollten wir eigentlich wieder mal Uebungen machen, aber da neben dem Uebungsplatz Raupe und Bagger zu Gange waren, brachten wir den Elefanten gleich in den Dschungel. Jan und Lai ueberraschten uns dann mit einer Moskito-Gun. Im Nu hatten sie die aus Bambus hergestellt und wir lernten das auch. Dann beschossen wir uns mit nassem Zeitungspapier ... ich kann euch sagen, ich bin nur mit einigen blauen Flecken davon gekommen. Aber es war ein toller Spass!
Das Baden fuer mich (Nicole) verlief ok und nachdem Wandee wieder im Stall untergebracht war, war 'gin kaao' angesagt. Gut gestaerkt ging es zum Rescue-Team.
Der Elefant ist der groesste Warmblueter der Welt. Sie haben ein grosses Gehirn und somit ein groesseres Gedaechtnis als jedes andere Tier der Welt. Dadurch ist der Elefant natuerlich auch mehreren Stimmungen ausgesetzt. Waehrend der Musth-Periode kann ein Elefant wild, gefaehrlich und brutal werden. Die Musth-Zeit kann mehrmals im Jahr einsetzen und dauert in der Regel 3 - 4 Monate. Bevor der Elefant in die Musth-Phase kommt, aendert er seine Stimmung und sein Verhalten. Ist er einmal in der Phase, hoert er nicht mehr auf seinen Mahout und die maennlichen Elefanten werden aggressiv.
Es gibt verschiedene Gruende fuer diese Musth-Phase wie z. Bsp. die Veraenderung des Hormonspiegels, die Trennung von Mutter und Baby-Elefant oder aber der Charakter eines Elefanten kann wie beim Menschen einfach boese oder ungezogen sein. Oder aber auch Hitze und Stress wie z. Bsp. hartes Arbeiten in der Hitze, nicht genuegend Wasser und Futter und auch der Wechsel eines Mahouts. Durch die extreme Bindung zwischen Mahout und Elefant kann letzterer gestresst sein, wenn er einen neuen Mahout bekommt.
Stellt also ein Eigentuemer oder Mahout fest, dass sein Elefant in der Musth-Phase ist, muss er die lokale Behoerde informieren, die dann die weiteren Schritte einleitet. Ausserdem muss er natuerlich seinen Elefanten weiter beobachten und dann entscheiden, ob er das Rescue Team vom Thai Conservation Center um Hilfe bittet.
Wird das Rescue Team gerufen, wird innerhalb kuerzester Zeit alles vorbereitet und man faehrt zusammen mit einem Tierarzt vor Ort. Hier benoetigt das Team vom Eigentuemer die schriftliche Genehmigung, den Elefanten fangen zu duerfen. Erst dann kann es losgehen: den Platz finden, wo der Elefant sich versteckt, das Gebiet absperren, so dass der Elefant nicht entkommen kann; wenn der Elefant in geeigneter Position steht, schiesst der Schuetze des Rescue-Teams ein Beruhigungsmittel auf den Elefanten. Dieses wirkt nach etwa 30 Minuten. Der Tierarzt checkt, in welcher Verfassung das Tier sich befindet, nachdem auf es geschossen wurde. Erst dann wird der Elefant an einen besseren Platz gebracht und fest gebunden.
Ramona und ich durften jetzt zusehen, wie die Gewehre praepariert wurden und nach ein paar Luftschuessen sind wir bewaffnet nach draussen. Lai ist in der Zwischenzeit mit Pang Khod durch den Wald geritten und wir mussten anhand der Spuren den Elefanten finden. Auf dem trockenen Laub war das kein Zucker schlecken und manchmal hatten gar die Profis Probleme, die Spuren zu sehen. Am Ende fanden wir dann doch den Kartoffelsack, der fuer uns den Elefanten darstellen sollte. Wir durften nun mit 3 verschiedenen Gewehren auf diesen Sack schiessen. Das machte gar richtig Spass und wir waren enttaeuscht, als wir so schnell aufhoeren mussten.
Nach dem Mittag essen sollten wir eigentlich wieder mal Uebungen machen, aber da neben dem Uebungsplatz Raupe und Bagger zu Gange waren, brachten wir den Elefanten gleich in den Dschungel. Jan und Lai ueberraschten uns dann mit einer Moskito-Gun. Im Nu hatten sie die aus Bambus hergestellt und wir lernten das auch. Dann beschossen wir uns mit nassem Zeitungspapier ... ich kann euch sagen, ich bin nur mit einigen blauen Flecken davon gekommen. Aber es war ein toller Spass!
Sonntag, Februar 22, 2004
Elephant Conservation Center
Wir holten um 7 Uhr die Elefanten ab und badeten sie. Heute klappte das bei mir (Nicole) sehr gut. Ob das daran lag, dass ich zum ersten Mal meine Hose nach oben krempelte? :)
Nach dem Fruehstueck zeigte Jan uns, wie man aus einem Elefantenschwanzhaar einen Ring macht. Ramona und ich probierten das verzweifelt mit einem Band, aber es wollte einfach nicht gelingen. Jan zog es immer wieder auf und bat uns, es neu zu versuchen. Es war aber auch zum Maeuse melken. So schwer kann es doch gar nicht sein, das richtige Loch zu finden.
Dann wurden die Elefanten bereit gemacht, da es in den Wald zum Loggen gehen sollte. Man wollte uns zeigen, wie die Elefanten im Wald die gefaellten Holzstaemme hinter sich ziehen. Wandee war frueher ein 'Arbeitselefant, Pang Khod kennt das aber ueberhaupt nicht und wuerde so auch Angst haben, den Baumstamm an einer langen Kette hinter sich herzuziehen. Und so war es dann auch. Lai sass auf ihr und in einem Affenzahn lief Pang Khod den Berg hinunter, immer in Angst, der Baumstamm wuerde ihr in die Hinterbeine fallen. Wahnsinn, wie schnell da selbst Pang Khod laufen kann. Wenn man dann den Elefanten nicht im Griff hat ... Bei Wandee war es dagegen ganz anders. Sie kannte das Prinzip eben und trottete im Vergleich zu Pang Khod den Berg hinunter. Das war total interessant zu beobachten und wir waren froh, dass wir nicht auf Pang Khod sitzen mussten.
Nach einer kleinen Trinkpause wurde uns gezeigt, wie man einen Holzgepaecktraeger auf den Elefanten setzt und verschnuert. Wo sollen wir nur die Kraft hernehmen, um die steifen Seile so festzuziehen, dass der Traeger auch haelt. Und wie um Himmels willen sollen wir auf dem Ruecken der Elefanten rumlaufen, um alles auch ja richtig zu befestigen? Gott sei Dank, waren uns Lai und Jan da wieder sehr behilflich. Puh!
Am Nachmittag lernten wir, wie man Bananenstaemme faellt. Auch das harte Arbeit, der Umgang mit dem Messer fiel uns immer noch schwer. Bei den Mahouts sieht das alles immer so einfach aus.
Heute abend verbrachten wir den Abend im Zentrum. Wir waren zur 'Schlangen-Party' eingeladen. Jan hatte gestern eine Schlange gefangen, die heute gekocht wurde. Mensch, war die lecker! Die Haut zwar nicht, aber das Fleisch ... richtig gut! Dazu jede Menge Whiskey - ein herrlicher Abend.
Nach dem Fruehstueck zeigte Jan uns, wie man aus einem Elefantenschwanzhaar einen Ring macht. Ramona und ich probierten das verzweifelt mit einem Band, aber es wollte einfach nicht gelingen. Jan zog es immer wieder auf und bat uns, es neu zu versuchen. Es war aber auch zum Maeuse melken. So schwer kann es doch gar nicht sein, das richtige Loch zu finden.
Dann wurden die Elefanten bereit gemacht, da es in den Wald zum Loggen gehen sollte. Man wollte uns zeigen, wie die Elefanten im Wald die gefaellten Holzstaemme hinter sich ziehen. Wandee war frueher ein 'Arbeitselefant, Pang Khod kennt das aber ueberhaupt nicht und wuerde so auch Angst haben, den Baumstamm an einer langen Kette hinter sich herzuziehen. Und so war es dann auch. Lai sass auf ihr und in einem Affenzahn lief Pang Khod den Berg hinunter, immer in Angst, der Baumstamm wuerde ihr in die Hinterbeine fallen. Wahnsinn, wie schnell da selbst Pang Khod laufen kann. Wenn man dann den Elefanten nicht im Griff hat ... Bei Wandee war es dagegen ganz anders. Sie kannte das Prinzip eben und trottete im Vergleich zu Pang Khod den Berg hinunter. Das war total interessant zu beobachten und wir waren froh, dass wir nicht auf Pang Khod sitzen mussten.
Nach einer kleinen Trinkpause wurde uns gezeigt, wie man einen Holzgepaecktraeger auf den Elefanten setzt und verschnuert. Wo sollen wir nur die Kraft hernehmen, um die steifen Seile so festzuziehen, dass der Traeger auch haelt. Und wie um Himmels willen sollen wir auf dem Ruecken der Elefanten rumlaufen, um alles auch ja richtig zu befestigen? Gott sei Dank, waren uns Lai und Jan da wieder sehr behilflich. Puh!
Am Nachmittag lernten wir, wie man Bananenstaemme faellt. Auch das harte Arbeit, der Umgang mit dem Messer fiel uns immer noch schwer. Bei den Mahouts sieht das alles immer so einfach aus.
Heute abend verbrachten wir den Abend im Zentrum. Wir waren zur 'Schlangen-Party' eingeladen. Jan hatte gestern eine Schlange gefangen, die heute gekocht wurde. Mensch, war die lecker! Die Haut zwar nicht, aber das Fleisch ... richtig gut! Dazu jede Menge Whiskey - ein herrlicher Abend.
Freitag, Februar 20, 2004
Elephant Conservation Center
Heute sollte es ein ruhiger Tag werden. Er begann wie jeder Tag mit einem Spaziergang in den Dschungel, wo wir die Elefanten abholten und sie badeten. Noch immer habe ich (Nicole) das noch nicht so ganz raus. Jedes Mal, wenn ich Map long (Hinlegen) sage, geht sie mit dem Kopf runter. Ich fiel zwar nicht runter, aber war natuerlich wieder quatschnass. Das kann schon frustrierend sein, zumal sie sich bei Jan immer ganz ruhig verhielt.
Nach dem Fruehstueck zeigte uns der Head of Teacher, wie man eine Schlaufe in ein dickes Seil knotet, spaeter, wie man zwei Seile entsprechend miteinander verknotet. Und nicht mal eben einen Seemannsknoten oder so! Nein, hier wird das dicke Seil zuerst auf beiden Seite ein Stueck in seine einzelnen Teile aufgedreht und dann mit dem anderen aufgedrehten Endstueck verknotet.
Dann lernten wir, wie wir unser Mahout-Messer auf einem Schleifstein schaerfen, ehe es an die Zwille ging. Mit dem Messer mussten wir uns eine Zwille schnitzen. Uiuiui, da ist hoechste Vorsicht geboten, denn wenn man abrutscht, ist der Finger ab. Aber Jan und Lai halfen uns bei den schwierigen Parts.
Nach dem Mittagessen ging es weiter, mit einem Harness fuer Wandee, den wir weben sollten. Das ist harte Arbeit, weil das Seil viel haerter ist als Wolle und schnell bildeten sich die ersten Blasen an unseren Haenden.
Am fruehen Nachmittag wurden die Elefanten wieder in den Dschungel gebracht und unser Arbeitstag war vorbei.
Nach dem Fruehstueck zeigte uns der Head of Teacher, wie man eine Schlaufe in ein dickes Seil knotet, spaeter, wie man zwei Seile entsprechend miteinander verknotet. Und nicht mal eben einen Seemannsknoten oder so! Nein, hier wird das dicke Seil zuerst auf beiden Seite ein Stueck in seine einzelnen Teile aufgedreht und dann mit dem anderen aufgedrehten Endstueck verknotet.
Dann lernten wir, wie wir unser Mahout-Messer auf einem Schleifstein schaerfen, ehe es an die Zwille ging. Mit dem Messer mussten wir uns eine Zwille schnitzen. Uiuiui, da ist hoechste Vorsicht geboten, denn wenn man abrutscht, ist der Finger ab. Aber Jan und Lai halfen uns bei den schwierigen Parts.
Nach dem Mittagessen ging es weiter, mit einem Harness fuer Wandee, den wir weben sollten. Das ist harte Arbeit, weil das Seil viel haerter ist als Wolle und schnell bildeten sich die ersten Blasen an unseren Haenden.
Am fruehen Nachmittag wurden die Elefanten wieder in den Dschungel gebracht und unser Arbeitstag war vorbei.
Mittwoch, Februar 18, 2004
Elephant Conservation Center
Heute trafen wir uns bereits um 6.30 Uhr. Das heisst, so sollte es sein. Aber wir mussten auf Jan und Lai warten. Ob sie etwa zu viel getrunken hatten? Um 6.50 Uhr waren sie endlich da und wir konnten die Elefanten im Dschungel abholen. Das Loesen der Kette vom Baum, das hinlegen und sauber machen, das Aufschmeissen der Kette und auch das Aufsteigen klappt von Tag zu Tag besser.
Auf dem Weg zum Swimming Pool kamen wieder einige Mopeds, Autos und LKWs vorbei, vor denen Wandee hoellische Angst hat. Sie wird dann immer richtig nervoes. Was ich (Nicole) auch beim Baden merken konnte. Ich war wieder mal nicht schnell genug und somit schon wieder halb im Wasser. Der arme Jan, jetzt musste er schon wieder in dieses Dreckswasser kommen und mir beim Baden helfen. Aber er nahm das alles mit Humor und machte auch weiterhin seine Witze ueber mich.
Nachdem Wandee im Stall versorgt war, gabs wieder Fruehstueck. Ach ja, habe mich hier entschieden, wie die Thais zu essen. Morgens, mittags und abends Reis. So langsam gewoehne ich mich daran.
Dann fuhren wir zum Elefantenkrankenhaus. Es ist ein von der thailaendischen Regierung gefuehrtes Krankenhaus und somit fuer jeden Mahout oder Besitzer eines Elefanten kostenlos. Am Mittwoch werden alle Elefanten im Conservation Center durchgecheckt. Bei jedem Elefant wird Mass genommen (Hoehe, Laenge, Fussumfang); man misst Fieber, in dem man dem Elefanten mit dem Arm in den Anus faehrt, einen dicken Haufen herausnimmt und dort das Fieberthermometer reinsteckt. Die durchschnittliche Koerpertemperatur liegt wie bei uns bei 37 Grad.
Ausserdem sahen wir, wie die Minenopfer behandelt werden. Ein Elefant hat seinen kompletten Fuss zerfetzt seit er auf eine Mine getreten ist. Er muss alle 2 Tage etwa eine halbe Stunde lang in einer lila Loesung (Desinfektionsmittel) stehen. Anschliessend wird ihm ein gelbes Zeug in die Wunde gespritzt und dann ein Megaverband um den Fuss gelegt, der mit Paketklebeband festgeklebt wird.
Ein Aerzteteam aus Chiang Mai war heute auch da. Sie hatten ein Roentgengeraet dabei. Einer der Elefanten hat einen dicken Fuss und da sich keiner erklaeren kann, was es ist, muss er eben geroentgt werden. Genau wie der dreijaehrige gelaehmte Elefant, der heute Geburtstag hat. Er bekam von seiner englischen Besitzerin einen ganzen Korb voller Fruechte und Obst. Nachdem er das alles verputzt hatte, musste er aus dem extra fuer ihn gebauten Elefanten-Rollstuhl herausgeholt werden. Hier waren starke Maenner gefragt, denn der Elefant ist mit seinen Hinterbeinen nicht stark genug, um sich selbst zu halten. Es wurden einige Kartoffelsaecke ausgebreitet und nach und nach die Tragegurte geloest. So konnte man den Elefanten aus dem Rollstuhl ziehen und auf die Saecke legen. Das war eine laengere Sache und auch das Roentgen war eine laengere Angelegenheit, da der Elefant einfach nicht ruhig halten wollte. Mit mehren Leuten wurde ueberall festgehalten und gezogen und gezuppelt bis dann irgendwann endlich das Bild geschossen werden konnte.
Interessant zu erfahren war, dass der Doktor zwar 6 Jahre lang Tiermedizin studiert hat, allerdings alles nur ueber Hunde, Katzen usw. Sein Wissen ueber Elefanten hat er sich mehr oder weniger ueber die Jahre selbst beigebracht.
Nach dem Mittagessen sahen wir uns noch die schwangere Elefantin an. Eine Elefantin ist im Durchschnitt zwischen 18 und 22 Monaten schwanger und man kann nie so genau sagen, wann sie letztendlich soweit ist. Wir hoffen natuerlich, dass sie 'wirft', wenn wir noch hier sind. Einer Elefantin sieht man fast gar nicht an, dass sie schwanger ist. Lediglich ihre Brueste sind groesser, aber am Bauch sieht man das kaum.
Dann wurden noch Wandee und Pang Khod untersucht und anschliessend ritten wir wieder in den Dschungel. Jan wollte Wandee heute richtig tief in den Wald bringen und wir mussten absteigen und vorgehen. Jan, dann ich und dann Wandee. Immer wieder rief ich sie und sie folgte auch brav. Doch irgendwann wurde sie immer schneller. Als sie fast hinter mir war sagte ich ihr 'stop', aber sie wollte nicht hoeren. Auch der zweite Befehl nutzte nichts und stattdessen gab sie mir einen Tritt mit dem vorderen Fuss. Ich stuerzte nach hinten in einen Bambusbusch und war total erschrocken. Da ich auf den Ruecken fiel, konnte ich nicht mal schnell genug den Hook ziehen. Durch meinen Aufschrei war Wandee sicher auch erschrocken, denn sie stand danach abrupt. Jan war auch schon zur Stelle und hat ihr ordentlich eine uebergehauen. Jan war mehr als ueberrascht, das hatte Wandee noch nie gemacht. Er entschuldigte sich mehrmals, er machte sich wirklich Sorgen. Aber mir war ja nichts passiert. Ich durfte jetzt auch nicht mehr vor Wandee gehen. Jan war stets zwischen mir und Wandee.
Nach dem Abendessen gings schnell wieder in unsere Zimmer, wo wir etwas Tagebuch schrieben und dann recht schnell das Licht ausmachten.
Auf dem Weg zum Swimming Pool kamen wieder einige Mopeds, Autos und LKWs vorbei, vor denen Wandee hoellische Angst hat. Sie wird dann immer richtig nervoes. Was ich (Nicole) auch beim Baden merken konnte. Ich war wieder mal nicht schnell genug und somit schon wieder halb im Wasser. Der arme Jan, jetzt musste er schon wieder in dieses Dreckswasser kommen und mir beim Baden helfen. Aber er nahm das alles mit Humor und machte auch weiterhin seine Witze ueber mich.
Nachdem Wandee im Stall versorgt war, gabs wieder Fruehstueck. Ach ja, habe mich hier entschieden, wie die Thais zu essen. Morgens, mittags und abends Reis. So langsam gewoehne ich mich daran.
Dann fuhren wir zum Elefantenkrankenhaus. Es ist ein von der thailaendischen Regierung gefuehrtes Krankenhaus und somit fuer jeden Mahout oder Besitzer eines Elefanten kostenlos. Am Mittwoch werden alle Elefanten im Conservation Center durchgecheckt. Bei jedem Elefant wird Mass genommen (Hoehe, Laenge, Fussumfang); man misst Fieber, in dem man dem Elefanten mit dem Arm in den Anus faehrt, einen dicken Haufen herausnimmt und dort das Fieberthermometer reinsteckt. Die durchschnittliche Koerpertemperatur liegt wie bei uns bei 37 Grad.
Ausserdem sahen wir, wie die Minenopfer behandelt werden. Ein Elefant hat seinen kompletten Fuss zerfetzt seit er auf eine Mine getreten ist. Er muss alle 2 Tage etwa eine halbe Stunde lang in einer lila Loesung (Desinfektionsmittel) stehen. Anschliessend wird ihm ein gelbes Zeug in die Wunde gespritzt und dann ein Megaverband um den Fuss gelegt, der mit Paketklebeband festgeklebt wird.
Ein Aerzteteam aus Chiang Mai war heute auch da. Sie hatten ein Roentgengeraet dabei. Einer der Elefanten hat einen dicken Fuss und da sich keiner erklaeren kann, was es ist, muss er eben geroentgt werden. Genau wie der dreijaehrige gelaehmte Elefant, der heute Geburtstag hat. Er bekam von seiner englischen Besitzerin einen ganzen Korb voller Fruechte und Obst. Nachdem er das alles verputzt hatte, musste er aus dem extra fuer ihn gebauten Elefanten-Rollstuhl herausgeholt werden. Hier waren starke Maenner gefragt, denn der Elefant ist mit seinen Hinterbeinen nicht stark genug, um sich selbst zu halten. Es wurden einige Kartoffelsaecke ausgebreitet und nach und nach die Tragegurte geloest. So konnte man den Elefanten aus dem Rollstuhl ziehen und auf die Saecke legen. Das war eine laengere Sache und auch das Roentgen war eine laengere Angelegenheit, da der Elefant einfach nicht ruhig halten wollte. Mit mehren Leuten wurde ueberall festgehalten und gezogen und gezuppelt bis dann irgendwann endlich das Bild geschossen werden konnte.
Interessant zu erfahren war, dass der Doktor zwar 6 Jahre lang Tiermedizin studiert hat, allerdings alles nur ueber Hunde, Katzen usw. Sein Wissen ueber Elefanten hat er sich mehr oder weniger ueber die Jahre selbst beigebracht.
Nach dem Mittagessen sahen wir uns noch die schwangere Elefantin an. Eine Elefantin ist im Durchschnitt zwischen 18 und 22 Monaten schwanger und man kann nie so genau sagen, wann sie letztendlich soweit ist. Wir hoffen natuerlich, dass sie 'wirft', wenn wir noch hier sind. Einer Elefantin sieht man fast gar nicht an, dass sie schwanger ist. Lediglich ihre Brueste sind groesser, aber am Bauch sieht man das kaum.
Dann wurden noch Wandee und Pang Khod untersucht und anschliessend ritten wir wieder in den Dschungel. Jan wollte Wandee heute richtig tief in den Wald bringen und wir mussten absteigen und vorgehen. Jan, dann ich und dann Wandee. Immer wieder rief ich sie und sie folgte auch brav. Doch irgendwann wurde sie immer schneller. Als sie fast hinter mir war sagte ich ihr 'stop', aber sie wollte nicht hoeren. Auch der zweite Befehl nutzte nichts und stattdessen gab sie mir einen Tritt mit dem vorderen Fuss. Ich stuerzte nach hinten in einen Bambusbusch und war total erschrocken. Da ich auf den Ruecken fiel, konnte ich nicht mal schnell genug den Hook ziehen. Durch meinen Aufschrei war Wandee sicher auch erschrocken, denn sie stand danach abrupt. Jan war auch schon zur Stelle und hat ihr ordentlich eine uebergehauen. Jan war mehr als ueberrascht, das hatte Wandee noch nie gemacht. Er entschuldigte sich mehrmals, er machte sich wirklich Sorgen. Aber mir war ja nichts passiert. Ich durfte jetzt auch nicht mehr vor Wandee gehen. Jan war stets zwischen mir und Wandee.
Nach dem Abendessen gings schnell wieder in unsere Zimmer, wo wir etwas Tagebuch schrieben und dann recht schnell das Licht ausmachten.
Montag, Februar 16, 2004
Elephant Conservation Center
Um 7 Uhr haben wir uns mit Jan, Lai und Deng getroffen. Es ging in den Dschungel, wir muessen die Elefanten abholen. Jan und Lai waren so gut drauf, da machte es uns ueberhaupt nichts aus, dass wir so frueh am morgen schon so weit laufen mussten.
Im Dschungel dann rief Jan nach Wandee und ich (Nicole) versuchte, so gut es ging, Jan nachzuahmen, damit Wandee sich auch an meine Stimme gewoehnt. Als sie bei uns war, musste sie sich hinlegen und mit unserem Hook klopften wir ihren Kopf und Ruecken ab, machten sie so etwas sauber. Jan warf die Kette auf und ich durfte aufsteigen. Oh man, hatte ich einen Muskelkater! Wie soll das denn nur weiter gehen?
Ramona und ich ritten zum Swimming Pool der Elefanten. Hier werden sie jeden Morgen gebadet. Wir durften zuschauen, aber morgen muessen wir ran. Mannoman, das sah verdammt schwierig aus, die Balance auf dem Ruecken zu halten. Da steht uns noch eine Menge bevor. Nach dem Baden durften wir die Elefanten zum Camp reiten. Dort gab's dann erstmal fuer die Elefanten etwas zu trinken. 100l trinken sie im Durchschnitt und man muss ihnen sagen, dass sie trinken sollen - wenn man nur kurze Zeit hat -, da sie sich sonst mit dem Wasser nur bespritzen und somit abkuehlen! Wandee jedoch trinkt nicht immer, wenn man es ihr sagt und man muss stets damit rechnen, auch eine Abkuehlung zu bekommen. Dann ging's in den Stall, ich durfte die Kette abnehmen und zum ersten Mal, den Elefantensch... wegmachen. Mit Schaufel und Schubkarre. Und wenn der Dung nicht auf die Schaufel will, dann hilft man eben mit dem Fuss nach. Nur gut, dass ich Sandalen trage. :)
Nach dem Fruehstueck (Gin kaao - Reis essen auf Thai) waren wieder Uebungen angesagt. Heute mussten wir die Elefanten dazu bewegen, sich hinzulegen (Map long) und den Kopf runter zu machen, sich praktisch hinzuknien (Tak long). Tja, und so mussten wir auch aufsteigen. Mir tat aber doch alles so weh. Wie soll ich denn so auf den Kopf von Wandee springen? Eigentlich ist das wie Bock springen, aber so ein hoher Bock und dann auch noch ohne Sprungbrett und mehr oder weniger aus dem Stand?! Bei Ramona sah das immer so einfach aus, aber ich hab das einfach nicht geschafft. Sicher liegt das an meinem Muskelkater.
Dann ging es ins Elefanten-Zentrum, wo wir uns mit Deng die Elefanten-Show fuer Touristen angeschaut haben. Hier wurde gezeigt, wie man auf- und absteigt, wie die Elefanten gefaellte Holzstaemme bis auf Zentimeter genau stapeln koennen, wie sie mit bunten Pinseln Bilder malen oder aber auch Musik machen. Auffallend war, dass die Elefanten nie in den Shit von anderen Elefanten treten. Selbst beim rueckwaerts laufen.
In der Mittagspause hatten wir unsere erste Thai-Stunde mit Deng. Mindestens genauso schwer wie Chinesisch - auch 5 verschiedene Toene und fuer uns oft ueberhaupt nicht zu unterscheiden. So hat ein Wort verschiedene Bedeutungen, je nachdem auf welchem Ton man es ausspricht. Hier kommt auch noch einiges auf uns zu!
Zurueck im Camp standen nochmal eine Stunde lang Uebungen an. Map long, Tak long, Sok (rueckwaerts gehen). Immer und immer wieder. Mein Muskelkater wurde somit natuerlich nicht besser. Im Gegenteil. Einmal bin ich beim Aufspringen auf den Kopf nicht hoch genug gesprungen und Wandee ging mit dem Kopf hoch. Ich konnte mich nicht schnell genug festhalten und bin voll abgerutscht. Da hing ich nun auf Wandees linkem Ohr, wusste nicht mehr vor noch zurueck. Jan versuchte noch, mich hochzudruecken, aber das klappte auch hinten und vorne nicht. Also liess ich mich letztendlich einfach fallen, wusste nicht, dass Jan immer noch hinter mir stand. Der arme Kerl hat voll meinen Hook ins T-Shirt bekommen. Das hat nun zwei Loecher. Gott sei Dank ist da nicht mehr bei schief gegangen.
Gegen 14.30 Uhr war es an der Zeit, die Elefanten wieder in den Dschungel zu reiten. So ganz sicher fuehlte ich mich noch nicht, habe wohl die richtige Sitzposition noch nicht. Jedenfalls wackelte es ganz schoen und oft musste ich mich entweder am Kopf oder an den Ohren festkrallen, um mein Gleichgewicht zu halten.
Nach der Dusche gab es um 17.30 Uhr Abendessen. Wir waren schon etwas frueher da. Ein Fehler! Einige Mahouts sassen bereits da und waren fleissig dabei, Whiskey zu trinken. Und da es unhoeflich ist, abzulehnen ... Nur gut, dass wir das Wort 'nid noi' (ein kleines bisschen) schon kennen... :)
Nach dem Abendessen war nochmal etwas Thai angesagt und dann ging's auch schon auf unsere Zimmer. Es scheint sich abzuzeichnen, dass wir hier viele fruehe Abende haben werden.
Im Dschungel dann rief Jan nach Wandee und ich (Nicole) versuchte, so gut es ging, Jan nachzuahmen, damit Wandee sich auch an meine Stimme gewoehnt. Als sie bei uns war, musste sie sich hinlegen und mit unserem Hook klopften wir ihren Kopf und Ruecken ab, machten sie so etwas sauber. Jan warf die Kette auf und ich durfte aufsteigen. Oh man, hatte ich einen Muskelkater! Wie soll das denn nur weiter gehen?
Ramona und ich ritten zum Swimming Pool der Elefanten. Hier werden sie jeden Morgen gebadet. Wir durften zuschauen, aber morgen muessen wir ran. Mannoman, das sah verdammt schwierig aus, die Balance auf dem Ruecken zu halten. Da steht uns noch eine Menge bevor. Nach dem Baden durften wir die Elefanten zum Camp reiten. Dort gab's dann erstmal fuer die Elefanten etwas zu trinken. 100l trinken sie im Durchschnitt und man muss ihnen sagen, dass sie trinken sollen - wenn man nur kurze Zeit hat -, da sie sich sonst mit dem Wasser nur bespritzen und somit abkuehlen! Wandee jedoch trinkt nicht immer, wenn man es ihr sagt und man muss stets damit rechnen, auch eine Abkuehlung zu bekommen. Dann ging's in den Stall, ich durfte die Kette abnehmen und zum ersten Mal, den Elefantensch... wegmachen. Mit Schaufel und Schubkarre. Und wenn der Dung nicht auf die Schaufel will, dann hilft man eben mit dem Fuss nach. Nur gut, dass ich Sandalen trage. :)
Nach dem Fruehstueck (Gin kaao - Reis essen auf Thai) waren wieder Uebungen angesagt. Heute mussten wir die Elefanten dazu bewegen, sich hinzulegen (Map long) und den Kopf runter zu machen, sich praktisch hinzuknien (Tak long). Tja, und so mussten wir auch aufsteigen. Mir tat aber doch alles so weh. Wie soll ich denn so auf den Kopf von Wandee springen? Eigentlich ist das wie Bock springen, aber so ein hoher Bock und dann auch noch ohne Sprungbrett und mehr oder weniger aus dem Stand?! Bei Ramona sah das immer so einfach aus, aber ich hab das einfach nicht geschafft. Sicher liegt das an meinem Muskelkater.
Dann ging es ins Elefanten-Zentrum, wo wir uns mit Deng die Elefanten-Show fuer Touristen angeschaut haben. Hier wurde gezeigt, wie man auf- und absteigt, wie die Elefanten gefaellte Holzstaemme bis auf Zentimeter genau stapeln koennen, wie sie mit bunten Pinseln Bilder malen oder aber auch Musik machen. Auffallend war, dass die Elefanten nie in den Shit von anderen Elefanten treten. Selbst beim rueckwaerts laufen.
In der Mittagspause hatten wir unsere erste Thai-Stunde mit Deng. Mindestens genauso schwer wie Chinesisch - auch 5 verschiedene Toene und fuer uns oft ueberhaupt nicht zu unterscheiden. So hat ein Wort verschiedene Bedeutungen, je nachdem auf welchem Ton man es ausspricht. Hier kommt auch noch einiges auf uns zu!
Zurueck im Camp standen nochmal eine Stunde lang Uebungen an. Map long, Tak long, Sok (rueckwaerts gehen). Immer und immer wieder. Mein Muskelkater wurde somit natuerlich nicht besser. Im Gegenteil. Einmal bin ich beim Aufspringen auf den Kopf nicht hoch genug gesprungen und Wandee ging mit dem Kopf hoch. Ich konnte mich nicht schnell genug festhalten und bin voll abgerutscht. Da hing ich nun auf Wandees linkem Ohr, wusste nicht mehr vor noch zurueck. Jan versuchte noch, mich hochzudruecken, aber das klappte auch hinten und vorne nicht. Also liess ich mich letztendlich einfach fallen, wusste nicht, dass Jan immer noch hinter mir stand. Der arme Kerl hat voll meinen Hook ins T-Shirt bekommen. Das hat nun zwei Loecher. Gott sei Dank ist da nicht mehr bei schief gegangen.
Gegen 14.30 Uhr war es an der Zeit, die Elefanten wieder in den Dschungel zu reiten. So ganz sicher fuehlte ich mich noch nicht, habe wohl die richtige Sitzposition noch nicht. Jedenfalls wackelte es ganz schoen und oft musste ich mich entweder am Kopf oder an den Ohren festkrallen, um mein Gleichgewicht zu halten.
Nach der Dusche gab es um 17.30 Uhr Abendessen. Wir waren schon etwas frueher da. Ein Fehler! Einige Mahouts sassen bereits da und waren fleissig dabei, Whiskey zu trinken. Und da es unhoeflich ist, abzulehnen ... Nur gut, dass wir das Wort 'nid noi' (ein kleines bisschen) schon kennen... :)
Nach dem Abendessen war nochmal etwas Thai angesagt und dann ging's auch schon auf unsere Zimmer. Es scheint sich abzuzeichnen, dass wir hier viele fruehe Abende haben werden.
Sonntag, Februar 15, 2004
Chiang Mai - Elephant Conservation Center
Heute war es also soweit. 20 Tage fern von Grossstadt, Luxus, Internet ... wie sehr wir uns darauf gefreut hatten.
Mit dem Bus ging es von Chiang Mai zum Elephant Conservation Center, wo wir von Deng, unserem Tourguide, empfangen wurden. Wir wurden gleich zur Mahout Training-Schule gebracht, wo man uns unsere Zimmer zeigte. Da die Betten fuer zwei Personen zu klein waren, bekamen wir jeder ein eigenes Zimmer. Wow - 20 Tage ein eigenes Zimmer mit Bad. Sogar einen Schrank gab es. Klar, dass sofort mal alle Klamotten dort eingeraeumt wurden. Jetzt leben wir endlich mal nicht mehr aus dem Rucksack!
Wir trafen uns dann wieder mit Deng, der uns ein Anmeldeformular zum Ausfuellen gab. Und sofort ging es los. Anhand eines Modellelefanten bekamen wir die ersten Informationen ueber die asiatischen Elefanten. Im Vergleich zu den afrikanischen sind sie kleiner, haben kleinere Ohren, haben vorne 5 und hinten 4 (afrikanische 4 und 3) Zehen, nur die maennlichen Elefanten haben Stosszaehne (bei den afrikanischen maennliche und weibliche) und der Kopf hat zwei 'Hoecker' (Afrika nur einer). Dann erklaerte Deng uns die ersten Begriffe, die wir spaeter brauchen werden, um einen Elefanten reiten zu koennen. Es war fast 12 Uhr als wir mit der Einfuehrung fertig waren und somit Zeit fuers Mittag essen.
Dann mussten wir zum Tempel, wo wir vor dem Elefantengott beteten, damit wir in der Zeit im Camp auch gut beschuetzt sind. Hierfuer wurden uns eine Hand voll gluehender Raeucherstaebchen in die Hand gegeben. Der Head of Mahout kam und betete fuer uns. Die Staebchen mussten wir dann in eine Art Blumentopf stecken und einen kleinen Kranz, den Deng uns gab, ueber den Elefanten haengen. Anschliessend ueberreichte er uns unsere Mahout-Sachen: blaue Hose, blaue Jacke, rot-weisses Tuch, Hut, Messer und Hook. Wir duerfen das alles sogar behalten - wir konnten es gar nicht fassen!
Umgezogen standen wir ein paar Minuten spaeter wieder bei Deng. Er stellte uns unsere Mahouts Jan und Lai vor. Ich (Nicole) wurde Jan und Elefant Wandee zugeordnet, Ramona sollte zu Lai und Elefant Pang Khod.
Ich ging gleich mit Jan in Wandee's Stall, wo ich sie mit Bananen fuetterte. Sie muss sich jetzt mal an mich und meinen Geruch gewoehnen. 7 Tage lang duerfen wir unsere Klamotten nicht waschen! Na das kann ja mal heiter werden. :) Dann war unser erstes Training angesagt: Wie steige ich auf einen Elefanten? Ich halte mich mit der rechten Hand am Ohr des Elefanten fest, sage "song soong" (hebe den Fuss) und trete ihm hinter den rechten Vorderfuss. Dieser knickt dann ein, so dass man sich drauf stellen und man aufsteigen kann. Mensch, das ist aber alles einfacher als gesagt. Und die Haut, an der man sich festhalten soll, die ist so dick. Die bekommt man ja kaum gepackt. Steht man also auf dem Fuss, muss man sich nur noch auf den Ruecken des Elefanten schwingen. Nur noch! Ich komme mit meinem Fuss ja kaum auf den Ruecken. Das muss ich aber echt noch ein paar Mal ueben, bis ich den Dreh raushabe. Und wie komme ich jetzt wieder runter? "Hap soong" und praktisch so absteigen, wie man aufgestiegen ist. Uiuiui, das ging aber verdammt schnell. Ich rutschte regelrecht runter. Also auch das ueben. Aber dafuer sind wir ja hier. Ist schliesslich noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Wir uebten wirklich fleissig auf und absteigen. Oh je, das gibt sicher 'nen kraeftigen Muskelkater. Das Gehen ("Bai") und Anhalten ("How") uebten wir natuerlich auch. Wenn der Elefant gehen soll, kickt man ihm mit beiden Fuessen hinters Ohr und sagt "bai". Ganz einfach also.
Es ist schon ein wahnsinniges Gefuehl, so hoch oben auf einem Elefanten zu sitzen und die Bewegungen zu spueren. Allerdings muss ich auch noch die richtige Sitzposition finden. Klar, im Genick soll ich sitzen, aber Jan deutet mir immer an, dass ich noch weiter vorne sitzen muss. Aber wo halte ich mich denn dann fest??
Nach den Uebungen ritten wir in den Dschungel. Ramona und ich ganz alleine auf unseren Elefanten. Welch ein Gefuehl! Im Dschungel wuerden die Elefanten ueber Nacht bleiben. Die Elefanten schlafen (im Stehen) im Durchschnitt zwischen 3 - 4 Stunden in der Nacht, meist zwischen 23 und 3 Uhr.
Nach dem Abendessen um 17.30 Uhr bekamen wir unseren ersten Thai-Whiskey. Oh je, gibt es den jetzt etwa jeden Tag? Unser Geschmack war es ja nicht, aber die Mahouts lieben ihn. Sie fangen auch direkt nach dem Arbeitstag an zu trinken und um 20 Uhr sieht man niemanden mehr. Klasse, dann bekommen wir hier ja auch mal richtig viel Schlaf.
Wir schrieben allerdings erst noch etwas Tagebuch. Ramona schrie dann irgendwann im Nebenzimmer auf, sie habe Millionen von Ameisen im Zimmer. Klar, Millionen! Doch, doch! Die muessen auch bei dir sein, rief sie. Quatsch. Wo denn? Na, am Kopfende ... und tatsaechlich eine mind. 5spurige Ameisenstrasse zog sich durch mein Zimmer in Ramonas Zimmer. Das gibt's doch gar nicht. Was arbeiten die denn? Gibt's die jetzt jeden Abend? Ich war jedoch zu muede, um mir darueber Gedanken zu machen und schlief recht schnell ein.
Mit dem Bus ging es von Chiang Mai zum Elephant Conservation Center, wo wir von Deng, unserem Tourguide, empfangen wurden. Wir wurden gleich zur Mahout Training-Schule gebracht, wo man uns unsere Zimmer zeigte. Da die Betten fuer zwei Personen zu klein waren, bekamen wir jeder ein eigenes Zimmer. Wow - 20 Tage ein eigenes Zimmer mit Bad. Sogar einen Schrank gab es. Klar, dass sofort mal alle Klamotten dort eingeraeumt wurden. Jetzt leben wir endlich mal nicht mehr aus dem Rucksack!
Wir trafen uns dann wieder mit Deng, der uns ein Anmeldeformular zum Ausfuellen gab. Und sofort ging es los. Anhand eines Modellelefanten bekamen wir die ersten Informationen ueber die asiatischen Elefanten. Im Vergleich zu den afrikanischen sind sie kleiner, haben kleinere Ohren, haben vorne 5 und hinten 4 (afrikanische 4 und 3) Zehen, nur die maennlichen Elefanten haben Stosszaehne (bei den afrikanischen maennliche und weibliche) und der Kopf hat zwei 'Hoecker' (Afrika nur einer). Dann erklaerte Deng uns die ersten Begriffe, die wir spaeter brauchen werden, um einen Elefanten reiten zu koennen. Es war fast 12 Uhr als wir mit der Einfuehrung fertig waren und somit Zeit fuers Mittag essen.
Dann mussten wir zum Tempel, wo wir vor dem Elefantengott beteten, damit wir in der Zeit im Camp auch gut beschuetzt sind. Hierfuer wurden uns eine Hand voll gluehender Raeucherstaebchen in die Hand gegeben. Der Head of Mahout kam und betete fuer uns. Die Staebchen mussten wir dann in eine Art Blumentopf stecken und einen kleinen Kranz, den Deng uns gab, ueber den Elefanten haengen. Anschliessend ueberreichte er uns unsere Mahout-Sachen: blaue Hose, blaue Jacke, rot-weisses Tuch, Hut, Messer und Hook. Wir duerfen das alles sogar behalten - wir konnten es gar nicht fassen!
Umgezogen standen wir ein paar Minuten spaeter wieder bei Deng. Er stellte uns unsere Mahouts Jan und Lai vor. Ich (Nicole) wurde Jan und Elefant Wandee zugeordnet, Ramona sollte zu Lai und Elefant Pang Khod.
Ich ging gleich mit Jan in Wandee's Stall, wo ich sie mit Bananen fuetterte. Sie muss sich jetzt mal an mich und meinen Geruch gewoehnen. 7 Tage lang duerfen wir unsere Klamotten nicht waschen! Na das kann ja mal heiter werden. :) Dann war unser erstes Training angesagt: Wie steige ich auf einen Elefanten? Ich halte mich mit der rechten Hand am Ohr des Elefanten fest, sage "song soong" (hebe den Fuss) und trete ihm hinter den rechten Vorderfuss. Dieser knickt dann ein, so dass man sich drauf stellen und man aufsteigen kann. Mensch, das ist aber alles einfacher als gesagt. Und die Haut, an der man sich festhalten soll, die ist so dick. Die bekommt man ja kaum gepackt. Steht man also auf dem Fuss, muss man sich nur noch auf den Ruecken des Elefanten schwingen. Nur noch! Ich komme mit meinem Fuss ja kaum auf den Ruecken. Das muss ich aber echt noch ein paar Mal ueben, bis ich den Dreh raushabe. Und wie komme ich jetzt wieder runter? "Hap soong" und praktisch so absteigen, wie man aufgestiegen ist. Uiuiui, das ging aber verdammt schnell. Ich rutschte regelrecht runter. Also auch das ueben. Aber dafuer sind wir ja hier. Ist schliesslich noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Wir uebten wirklich fleissig auf und absteigen. Oh je, das gibt sicher 'nen kraeftigen Muskelkater. Das Gehen ("Bai") und Anhalten ("How") uebten wir natuerlich auch. Wenn der Elefant gehen soll, kickt man ihm mit beiden Fuessen hinters Ohr und sagt "bai". Ganz einfach also.
Es ist schon ein wahnsinniges Gefuehl, so hoch oben auf einem Elefanten zu sitzen und die Bewegungen zu spueren. Allerdings muss ich auch noch die richtige Sitzposition finden. Klar, im Genick soll ich sitzen, aber Jan deutet mir immer an, dass ich noch weiter vorne sitzen muss. Aber wo halte ich mich denn dann fest??
Nach den Uebungen ritten wir in den Dschungel. Ramona und ich ganz alleine auf unseren Elefanten. Welch ein Gefuehl! Im Dschungel wuerden die Elefanten ueber Nacht bleiben. Die Elefanten schlafen (im Stehen) im Durchschnitt zwischen 3 - 4 Stunden in der Nacht, meist zwischen 23 und 3 Uhr.
Nach dem Abendessen um 17.30 Uhr bekamen wir unseren ersten Thai-Whiskey. Oh je, gibt es den jetzt etwa jeden Tag? Unser Geschmack war es ja nicht, aber die Mahouts lieben ihn. Sie fangen auch direkt nach dem Arbeitstag an zu trinken und um 20 Uhr sieht man niemanden mehr. Klasse, dann bekommen wir hier ja auch mal richtig viel Schlaf.
Wir schrieben allerdings erst noch etwas Tagebuch. Ramona schrie dann irgendwann im Nebenzimmer auf, sie habe Millionen von Ameisen im Zimmer. Klar, Millionen! Doch, doch! Die muessen auch bei dir sein, rief sie. Quatsch. Wo denn? Na, am Kopfende ... und tatsaechlich eine mind. 5spurige Ameisenstrasse zog sich durch mein Zimmer in Ramonas Zimmer. Das gibt's doch gar nicht. Was arbeiten die denn? Gibt's die jetzt jeden Abend? Ich war jedoch zu muede, um mir darueber Gedanken zu machen und schlief recht schnell ein.
Samstag, Februar 14, 2004
Chiang Mai - Myanmar
Tja, heute sind wir mal wieder ganz frueh aufgestanden - warum? Um ins Internet-Cafe zu gehen. Ist schliesslich unser letzter Tag hier ... nein, im Ernst - wir wurden heute um kurz nach 7 Uhr abgeholt, um nach Myanmar zum "Goldenen Dreieck" zu fahren. Hier kann man von einem Fleck aus in drei Laender sehen: Thailand, Myanmar und Laos.
Vorher jedoch ging's noch zu einem Hot Spa. Naja, als ob wir es geahnt haetten, wir hatten unsere Badesachen nicht dabei. Denn in diesem Hot Spa kann man gar nicht baden, hier werden nur Eier gekocht und dann an die vielen Touris verkauft, die hierher kommen.
Unser naechster Stopp waren zwei Hill Tribe Villages. Das war einfach nur ... Ich (Nicole) kann es gar nicht sagen. Erst einmal fuehlten wir uns gar nicht so wohl, durch das Dorf zu laufen, um uns die Leute anzuschauen, zweitens war deren Ziel auch nur, ihre Handarbeit unter die Touristen zu bringen und drittens waren wir nicht die einzigen Touristen dort - alle paar Minuten faehrt ein Minibus vor. Eine Katastrophe.
Das Golden Triangle - wir haetten auch eine Bootstour mit dem Speedboot machen koennen, verzichteten aber - war auch nichts Besonderes. Am liebsten gleich weiter zur Grenze ... denn das war unser eigentliches Ziel: Wir muessen nach Myanmar, um wieder nach Thailand 'einzureisen' und somit eine Aufenthaltsgenehmigung von weiteren 30 Tagen zu bekommen. Das war innerhalb kuerzester Zeit getan und jetzt koennen wir sagen, dass wir in Myanmar gewesen sind.
Fazit: Wir waeren besser in einen lokalen Bus gestiegen, haetten uns den Stempel abgeholt und auch wieder zurueck gefahren. Aber naja, es soll auch solche Tage geben.
Morgen geh'ts jedenfalls zu den Elefanten ... :))
Vorher jedoch ging's noch zu einem Hot Spa. Naja, als ob wir es geahnt haetten, wir hatten unsere Badesachen nicht dabei. Denn in diesem Hot Spa kann man gar nicht baden, hier werden nur Eier gekocht und dann an die vielen Touris verkauft, die hierher kommen.
Unser naechster Stopp waren zwei Hill Tribe Villages. Das war einfach nur ... Ich (Nicole) kann es gar nicht sagen. Erst einmal fuehlten wir uns gar nicht so wohl, durch das Dorf zu laufen, um uns die Leute anzuschauen, zweitens war deren Ziel auch nur, ihre Handarbeit unter die Touristen zu bringen und drittens waren wir nicht die einzigen Touristen dort - alle paar Minuten faehrt ein Minibus vor. Eine Katastrophe.
Das Golden Triangle - wir haetten auch eine Bootstour mit dem Speedboot machen koennen, verzichteten aber - war auch nichts Besonderes. Am liebsten gleich weiter zur Grenze ... denn das war unser eigentliches Ziel: Wir muessen nach Myanmar, um wieder nach Thailand 'einzureisen' und somit eine Aufenthaltsgenehmigung von weiteren 30 Tagen zu bekommen. Das war innerhalb kuerzester Zeit getan und jetzt koennen wir sagen, dass wir in Myanmar gewesen sind.
Fazit: Wir waeren besser in einen lokalen Bus gestiegen, haetten uns den Stempel abgeholt und auch wieder zurueck gefahren. Aber naja, es soll auch solche Tage geben.
Morgen geh'ts jedenfalls zu den Elefanten ... :))
Donnerstag, Februar 12, 2004
Chiang Mai
Wir wissen, es wird jetzt langsam etwas langweilig aber wir sind heute schon wieder nur im Internet. Und ob ihr es glaubt oder nicht, aber wir haben schon viereckige Augen ...
Dienstag, Februar 10, 2004
Chiang Mai
Ich (Nicole) bin schon um 7.30 Uhr aufgestanden. Ich wollte um 8.00 Uhr im Postgebaeude sein, um dort den einzigen Windows XP-PC zu ergattern, wo ich am schnellsten meine Fotos runterladen und auf meine Jukebox laden kann.
Ramona war im Internet-Cafe gegenueber vom Hostel und wir tippten den ganzen Tag fleissig Berichte. Hatten schliesslich fast zwei Monate nachzuholen.
Erst abends um 21 Uhr machten wir Feierabend und goennten uns ein Menue bei McD.
Ramona war im Internet-Cafe gegenueber vom Hostel und wir tippten den ganzen Tag fleissig Berichte. Hatten schliesslich fast zwei Monate nachzuholen.
Erst abends um 21 Uhr machten wir Feierabend und goennten uns ein Menue bei McD.
Montag, Februar 09, 2004
Chiang Mai
Bereits um 8.10 Uhr waren wir am Immigration Office. Was? Wir sollen anstaendig gekleidet sein? Ist man anstaendig gekleidet, wenn man Shorts und Top anhat und in Sandalen laeuft? Wir werden es sehen.
Das Immigration Office oeffnet erst um 8.30 Uhr. Der Angestellte wollte uns jedoch nur eine 10-Tages-Verlaengerung geben. Das reicht doch nicht! Doch er wollte sich unser Problem gar nicht erst anhoeren. Wir brauchen 30 Tage. Tja, dann muesst ihr eben zur Grenze fahren und nochmal nach Thailand einreisen. Na toll.
Auf der Rueckfahrt zum Banana Guesthouse waegten wir die Fuer und Wider der Trekking-Tour ab und entschieden uns letztendlich dagegen. Wir mussten ja auch kein schlechtes Gewissen haben, denn sie wuerden auch mit 4 Leuten losziehen.
Wir packten unsere Tagebuecher ein und gingen ins Triple N-Restaurant zum Fruehstueck. Herrlich lecker. Hier verbrachten wir den ganzen Tag und den Abend mit Tagebuch schreiben und dem Planen unserer noch verbleibenden Monate. Am besten erzaehlen wir euch davon aber nicht, denn wir werden ihn sicher sowieso nochmal umschmeissen. Lasst euch also ueberraschen. :)
Das Immigration Office oeffnet erst um 8.30 Uhr. Der Angestellte wollte uns jedoch nur eine 10-Tages-Verlaengerung geben. Das reicht doch nicht! Doch er wollte sich unser Problem gar nicht erst anhoeren. Wir brauchen 30 Tage. Tja, dann muesst ihr eben zur Grenze fahren und nochmal nach Thailand einreisen. Na toll.
Auf der Rueckfahrt zum Banana Guesthouse waegten wir die Fuer und Wider der Trekking-Tour ab und entschieden uns letztendlich dagegen. Wir mussten ja auch kein schlechtes Gewissen haben, denn sie wuerden auch mit 4 Leuten losziehen.
Wir packten unsere Tagebuecher ein und gingen ins Triple N-Restaurant zum Fruehstueck. Herrlich lecker. Hier verbrachten wir den ganzen Tag und den Abend mit Tagebuch schreiben und dem Planen unserer noch verbleibenden Monate. Am besten erzaehlen wir euch davon aber nicht, denn wir werden ihn sicher sowieso nochmal umschmeissen. Lasst euch also ueberraschen. :)
Samstag, Februar 07, 2004
Kanchanaburi - Chiang Mai
Ich (Nicole) konnte nicht mehr schlafen und stand bereits um 7.15 Uhr auf. Ich ging etwas spazieren und versuchte spaeter noch in mehreren Internet-Cafes meine Fotos runterzuladen. Ohne Erfolg.
Um 10 Uhr traf ich Ramona beim Fruehstueck. Wir machten den naechsten Plan. Wir strichen einiges von unserem urspruenglichen Plan und entschieden, so schnell wie moeglich zum Tauchen zu fahren. Nach Lampang ins Elefanten-Schutz-Zentrum und nach Chiang Mai zum Trekken wollten wir noch.
Wir gingen ins naechste Reisebuero und nach einigem Hin und Her entschieden wir uns, einen Nachtzug von Bangkok nach Lampang zu nehmen. Jetzt muessen wir uns nur noch in einen Bus nach Bangkok setzen. Aber wir troedelten etwas rum, verabschiedeten uns ein zweites Mal von Michael und stiegen in den Bus, der um 16.20 Uhr losfaehrt. Der um 15.50 Uhr ist uns gerade vor der Nase weg gefahren. 16.20 Uhr plus zwei Stunden Fahrt, das schaffen wir ja locker, um unseren Zug um 19.40 Uhr zu bekommen. Doch zu frueh gefreut. Denn die Busfahrt dauerte heute fast 4 Stunden! Somit hatten wir unseren Zug verpasst.
Als wir in Bangkok ausstiegen, regnete es in Stroemen. Wir stellten uns gleich unter und wurden auch prompt direkt von einem Taxifahrer angesprochen. Er wuerde uns fuer 250 Baht zum Bahnhof fahren. Das ist aber ganz schoen teuer. Ja, aber Taximeter nutzt die Firma nicht und ausserdem ist soviel Verkehr, da sind wir locker eine Stunde unterwegs. OK. Wir hatten ja nicht wirklich die Wahl. Im Auto stellte sich jedoch fuer uns ganz schnell heraus, dass er uns angelogen hat. Verkehr? Wo sind denn die ganzen Autos? Wir waren in 20 Minuten am Bahnhof. Tja, wir setzten unsere Rucksaecke auf und ich gab dem Taxifahrer 100 Baht in die Hand, sagte ihm, dass er damit mehr als zufrieden sein kann. Er guckte mich an wie ein Postauto. Ich erklaerte es ihm noch, dass er so mehr als ein Drittel des ausgemachten Preises bekam. Und da wir nur ein Drittel der Zeit benoetigt hatten ... er hatte keine Worte mehr sondern starrte mich nur mit offenem Mund an. Aufmuckende Touris hatte er wohl noch nicht erlebt.
Am Bahnhof gingen wir gleich zum 'Umbuchungs'-Schalter. Ohne Probleme bekamen wir Tickets fuer den Zug um 22 Uhr. Prima, das klappt ja wie am Schnuerchen. Schnell noch eine Kleinigkeit essen und dann ab in den Zug.
Um 10 Uhr traf ich Ramona beim Fruehstueck. Wir machten den naechsten Plan. Wir strichen einiges von unserem urspruenglichen Plan und entschieden, so schnell wie moeglich zum Tauchen zu fahren. Nach Lampang ins Elefanten-Schutz-Zentrum und nach Chiang Mai zum Trekken wollten wir noch.
Wir gingen ins naechste Reisebuero und nach einigem Hin und Her entschieden wir uns, einen Nachtzug von Bangkok nach Lampang zu nehmen. Jetzt muessen wir uns nur noch in einen Bus nach Bangkok setzen. Aber wir troedelten etwas rum, verabschiedeten uns ein zweites Mal von Michael und stiegen in den Bus, der um 16.20 Uhr losfaehrt. Der um 15.50 Uhr ist uns gerade vor der Nase weg gefahren. 16.20 Uhr plus zwei Stunden Fahrt, das schaffen wir ja locker, um unseren Zug um 19.40 Uhr zu bekommen. Doch zu frueh gefreut. Denn die Busfahrt dauerte heute fast 4 Stunden! Somit hatten wir unseren Zug verpasst.
Als wir in Bangkok ausstiegen, regnete es in Stroemen. Wir stellten uns gleich unter und wurden auch prompt direkt von einem Taxifahrer angesprochen. Er wuerde uns fuer 250 Baht zum Bahnhof fahren. Das ist aber ganz schoen teuer. Ja, aber Taximeter nutzt die Firma nicht und ausserdem ist soviel Verkehr, da sind wir locker eine Stunde unterwegs. OK. Wir hatten ja nicht wirklich die Wahl. Im Auto stellte sich jedoch fuer uns ganz schnell heraus, dass er uns angelogen hat. Verkehr? Wo sind denn die ganzen Autos? Wir waren in 20 Minuten am Bahnhof. Tja, wir setzten unsere Rucksaecke auf und ich gab dem Taxifahrer 100 Baht in die Hand, sagte ihm, dass er damit mehr als zufrieden sein kann. Er guckte mich an wie ein Postauto. Ich erklaerte es ihm noch, dass er so mehr als ein Drittel des ausgemachten Preises bekam. Und da wir nur ein Drittel der Zeit benoetigt hatten ... er hatte keine Worte mehr sondern starrte mich nur mit offenem Mund an. Aufmuckende Touris hatte er wohl noch nicht erlebt.
Am Bahnhof gingen wir gleich zum 'Umbuchungs'-Schalter. Ohne Probleme bekamen wir Tickets fuer den Zug um 22 Uhr. Prima, das klappt ja wie am Schnuerchen. Schnell noch eine Kleinigkeit essen und dann ab in den Zug.
Donnerstag, Februar 05, 2004
Sangkhlaburi - Kanchanaburi
Ich (Nicole) wurde um 8 Uhr von Tommy geweckt und wir genossen die fruehe Idylle mit Blick auf den See. Ramona schlief noch und Michael war sowieso ein Langschlaefer. Da wir erst zum Mittagessen verabredet waren, war auch keine Eile angesagt. So packten wir gegen 11 Uhr unsere Rucksaecke, checkten aus und machten uns auf den Weg nach Songkaria.
Hier wollte Tommy uns hinfuehren, da die Koechin ueber weite Strecken bekannt ist und man hier besonders gut Thai essen kann. Ausserdem sind die 'Tische' wie kleine Bambushuetten in einem Fluss gebaut. Herrlich ruhig und idyllisch. Hinzu kommt, dass es hier fast nur Thais gibt und man das Restaurant wirklich noch als Geheimtipp bezeichnen kann. Das Essen war auch wirklich sehr gut.
Zurueck im Hostel ging es fuer Ramona und mich dann ganz schnell. Kurz Tschuess gesagt und schon waren wir wieder auf dem Moped zurueck zum Busbahnhof. Wir schafften es wieder auf die Minute genau. 14.30 Uhr war Abfahrt und um 18 Uhr erreichten wir Kanchanaburi.
Dieses Mal checkten wir im Jolly Frog ein, eine weitere Empfehlung von Tommy. Wir machten uns aber auch gleich wieder auf den Weg, wollten sehen, ob wir eine Tour zum Erawan Wasserfall und zum Tigertempel buchen koennen. War alles ganz einfach.
Abendessen gab's im Snooker, wo wir auch den Rest des Abends verbrachten und DVD guckten, die auf einem grossen Bildschirm gezeigt wurde.
Hier wollte Tommy uns hinfuehren, da die Koechin ueber weite Strecken bekannt ist und man hier besonders gut Thai essen kann. Ausserdem sind die 'Tische' wie kleine Bambushuetten in einem Fluss gebaut. Herrlich ruhig und idyllisch. Hinzu kommt, dass es hier fast nur Thais gibt und man das Restaurant wirklich noch als Geheimtipp bezeichnen kann. Das Essen war auch wirklich sehr gut.
Zurueck im Hostel ging es fuer Ramona und mich dann ganz schnell. Kurz Tschuess gesagt und schon waren wir wieder auf dem Moped zurueck zum Busbahnhof. Wir schafften es wieder auf die Minute genau. 14.30 Uhr war Abfahrt und um 18 Uhr erreichten wir Kanchanaburi.
Dieses Mal checkten wir im Jolly Frog ein, eine weitere Empfehlung von Tommy. Wir machten uns aber auch gleich wieder auf den Weg, wollten sehen, ob wir eine Tour zum Erawan Wasserfall und zum Tigertempel buchen koennen. War alles ganz einfach.
Abendessen gab's im Snooker, wo wir auch den Rest des Abends verbrachten und DVD guckten, die auf einem grossen Bildschirm gezeigt wurde.
Dienstag, Februar 03, 2004
Kanchanaburi - Sangkhlaburi
Um 8.40 Uhr sassen wir bereits im Bus zum Hellfire Pass. Wir wollten uns die Eisenbahnstrecke ansehen, die die Japaner im 2. Weltkrieg gebaut haben. 415km lang, durch den Dschungel und Berge von Bampong in Thailand bis Thanbyuzayat in Burma.
Um 11 Uhr stiegen wir am Hellfire Pass aus, stellten unsere grossen Rucksaecke am Eingang ab und machten uns auf Erkundungstour.
Die Eisenbahn wurde von ca. 250.000 asiatischen Arbeitern und ueber 60.000 australischen, britischen, hollaendischen und amerikanischen Kriegsgefangenen gebaut. Man hat im Oktober 1942 in Suedburma sowie in Thailand angefangen. Am 16 Oktober 1943 trafen sich die beiden Enden der Burma-Thailand-Eisenbahn in Konkoita in Thailand.
Fuer die Arbeiten wurde nur wenig modernes Werkzeug zur Verfuegung gestellt. Erde und Steine mussten mit Schaufeln, Spitzpicken und Hacken gebrochen werden und wurden dann in Koerben oder Saecken fortgetragen. Stein- und Erddaemme wurden durch Haende aufgeschuettet. Auch die Einschnitte durch Felsen wurden mit Hand gemacht. Metallgewindebohrer und Holzhammer wurden genutzt, um Loecher fuer Sprengstoff zu bohren. Die meisten der Bruecken auf der Strecke waren Holzbruecken, gemacht aus Holz aus dem umliegenden Dschungel.
Von April 1943 wurde die Arbeit stark forciert, da die Japaner im August fertig sein wollten. Dies wurde dann die beruechtigte 'Speedo'-Zeit. Die Kriegsgefangenen und asiatischen Arbeiter arbeiteten bis tief in die Nacht. Am Konyu-Einschnitt gab das flackernde Signalfeuer auf die ausgemergelten Arbeiter dem Platz seinen Namen: Hellfire Pass. In der 'Speedo'-Zeit, die in der Regenzeit war und verstaerkt durch das Ausbrechen von Cholera, starben Tausende von Menschen.
Von den 60.000 alliierten Kriegsgefangenen starben 12.399 (20%) beim Bau der Eisenbahn. Man glaubt, dass weitere 70.000 - 90.000 zivile Arbeiter gestorben sind. Die Gruende hierfuer war Mangel von anstaendigem Essen, total unangemessene medizinische Einrichtungen und zeitweise auch das brutale Umgehen von Aufpassern.
Das Essen, das die Kriegsgefangenen bekamen, war Reis, etwas getrocknetes Gemuese und getrockneten Fisch. Hunger fuehrte zu vielen Krankheiten und viele geschwaechte Kriegsgefangene, die unter erschreckenden Bedingungen lebten, wurden oft von Malaria, Diarrhoe, Cholera und tropischen Geschwueren heimgesucht.
Zwischen Dezember 1943 und August 1945 wurden etwa 220.000 Tonnen militaerisches Zubehoer ueber die Eisenbahn transportiert.
Heute werden noch 130km der Strecke genutzt - von Non Pladuk nach Namtok.
Wir liefen einen Teil der Strecke (ca. 8km) ab. Es war bullig heiss und wir waren die einzigen Menschen weit und breit. Die Landschaft hier war wunderschoen, aber die Vorstellung bei dieser Hitze zu arbeiten - der reinste Wahnsinn!
Als wir zurueck kamen, erwischten wir gerade noch den letzten Bus nach Sangkhlaburi. Mal wieder perfektes Time Management! Die Strecke von hier nach Sangkhlaburi und vor allem die letzten 25km gelten als die schoenste Strasse von Thailand. Serpentinen, ein staendiges Auf und Ab und rechts und links Wald oder See. Wirklich schoen!
Wir uebernachteten in einem Hostel, das von Armin, einem Oesterreicher, seit 11 Jahren gefuehrt wird. Hier trafen wir auch auf die beiden Deutschen Tommy und Michael, mit denen wir den Abend verbrachten.
Um 11 Uhr stiegen wir am Hellfire Pass aus, stellten unsere grossen Rucksaecke am Eingang ab und machten uns auf Erkundungstour.
Die Eisenbahn wurde von ca. 250.000 asiatischen Arbeitern und ueber 60.000 australischen, britischen, hollaendischen und amerikanischen Kriegsgefangenen gebaut. Man hat im Oktober 1942 in Suedburma sowie in Thailand angefangen. Am 16 Oktober 1943 trafen sich die beiden Enden der Burma-Thailand-Eisenbahn in Konkoita in Thailand.
Fuer die Arbeiten wurde nur wenig modernes Werkzeug zur Verfuegung gestellt. Erde und Steine mussten mit Schaufeln, Spitzpicken und Hacken gebrochen werden und wurden dann in Koerben oder Saecken fortgetragen. Stein- und Erddaemme wurden durch Haende aufgeschuettet. Auch die Einschnitte durch Felsen wurden mit Hand gemacht. Metallgewindebohrer und Holzhammer wurden genutzt, um Loecher fuer Sprengstoff zu bohren. Die meisten der Bruecken auf der Strecke waren Holzbruecken, gemacht aus Holz aus dem umliegenden Dschungel.
Von April 1943 wurde die Arbeit stark forciert, da die Japaner im August fertig sein wollten. Dies wurde dann die beruechtigte 'Speedo'-Zeit. Die Kriegsgefangenen und asiatischen Arbeiter arbeiteten bis tief in die Nacht. Am Konyu-Einschnitt gab das flackernde Signalfeuer auf die ausgemergelten Arbeiter dem Platz seinen Namen: Hellfire Pass. In der 'Speedo'-Zeit, die in der Regenzeit war und verstaerkt durch das Ausbrechen von Cholera, starben Tausende von Menschen.
Von den 60.000 alliierten Kriegsgefangenen starben 12.399 (20%) beim Bau der Eisenbahn. Man glaubt, dass weitere 70.000 - 90.000 zivile Arbeiter gestorben sind. Die Gruende hierfuer war Mangel von anstaendigem Essen, total unangemessene medizinische Einrichtungen und zeitweise auch das brutale Umgehen von Aufpassern.
Das Essen, das die Kriegsgefangenen bekamen, war Reis, etwas getrocknetes Gemuese und getrockneten Fisch. Hunger fuehrte zu vielen Krankheiten und viele geschwaechte Kriegsgefangene, die unter erschreckenden Bedingungen lebten, wurden oft von Malaria, Diarrhoe, Cholera und tropischen Geschwueren heimgesucht.
Zwischen Dezember 1943 und August 1945 wurden etwa 220.000 Tonnen militaerisches Zubehoer ueber die Eisenbahn transportiert.
Heute werden noch 130km der Strecke genutzt - von Non Pladuk nach Namtok.
Wir liefen einen Teil der Strecke (ca. 8km) ab. Es war bullig heiss und wir waren die einzigen Menschen weit und breit. Die Landschaft hier war wunderschoen, aber die Vorstellung bei dieser Hitze zu arbeiten - der reinste Wahnsinn!
Als wir zurueck kamen, erwischten wir gerade noch den letzten Bus nach Sangkhlaburi. Mal wieder perfektes Time Management! Die Strecke von hier nach Sangkhlaburi und vor allem die letzten 25km gelten als die schoenste Strasse von Thailand. Serpentinen, ein staendiges Auf und Ab und rechts und links Wald oder See. Wirklich schoen!
Wir uebernachteten in einem Hostel, das von Armin, einem Oesterreicher, seit 11 Jahren gefuehrt wird. Hier trafen wir auch auf die beiden Deutschen Tommy und Michael, mit denen wir den Abend verbrachten.
Sonntag, Februar 01, 2004
Bangkok
Da ich (Nicole) noch nicht auf der Schlangenfarm gewesen bin, wollte ich das heute machen. Es war ja unser letzter Tag in Bangkok. Al wollte mich begleiten. Vorher aber sind wir in den Lumphini Park, der groesste und beliebteste Park in Bangkok. Die beste Zeit, sich hier zu vergnuegen, ist vor 7 Uhr morgens. Ja, wirklich so frueh in der Frueh! Und auch am Sonntag!
Al und ich kamen jedoch erst nach 7 Uhr an. Und dennoch bot sich uns noch ein erstaunliches Bild. Hunderte von Menschen trieben dort ihren Sport. Von Tai Chi, ueber Tanzen, Joggen, Martial Arts, ... ganz wie in China. Ich war baff. Hinzu kam, dass die meisten Gruppen auch die gleichen T-Shirts trugen, so dass alles sehr farbenfroh aussah.
Wir liehen uns auch ein Boot aus und ruderten eine halbe Stunde auf dem kleinen See rum, ehe es Zeit fuer die Schlangen wurde.
Das war wirklich ein Erlebnis. So eine Schlange mal anzufassen. Und am Ende gar noch eine Python um den Hals zu haben. Grandios zu fuehlen, wie sie sich bewegt.
Nach diesem Erlebnis ging es etwas ruhiger weiter und wir gingen etwas shoppen.
Am Abend gab's ein gemuetliches und sehr gutes Essen zum Abschied. Ich probierte Perlhuhn. Das war verdammt lecker!
Al und ich kamen jedoch erst nach 7 Uhr an. Und dennoch bot sich uns noch ein erstaunliches Bild. Hunderte von Menschen trieben dort ihren Sport. Von Tai Chi, ueber Tanzen, Joggen, Martial Arts, ... ganz wie in China. Ich war baff. Hinzu kam, dass die meisten Gruppen auch die gleichen T-Shirts trugen, so dass alles sehr farbenfroh aussah.
Wir liehen uns auch ein Boot aus und ruderten eine halbe Stunde auf dem kleinen See rum, ehe es Zeit fuer die Schlangen wurde.
Das war wirklich ein Erlebnis. So eine Schlange mal anzufassen. Und am Ende gar noch eine Python um den Hals zu haben. Grandios zu fuehlen, wie sie sich bewegt.
Nach diesem Erlebnis ging es etwas ruhiger weiter und wir gingen etwas shoppen.
Am Abend gab's ein gemuetliches und sehr gutes Essen zum Abschied. Ich probierte Perlhuhn. Das war verdammt lecker!
Freitag, Januar 30, 2004
Bangkok
Wieder Fruehstueck um 9 Uhr. Dieses Mal Cornflakes und Brot mit einer Art Nutella.
Anschliessend machten wir uns nochmal auf in die Touri-Strasse. Hier kann man guenstig Reisefuehrer kaufen. Und das taten wir dann auch. Ramona und ich machten noch eine ausgedehnte Shopping-Tour, was so gar nicht geplant war, und trafen uns am spaeten Nachmittag mit Al nochmal im Internet-Cafe.
Hier verbrachten wir den Rest des Tages/Abends. :(
Anschliessend machten wir uns nochmal auf in die Touri-Strasse. Hier kann man guenstig Reisefuehrer kaufen. Und das taten wir dann auch. Ramona und ich machten noch eine ausgedehnte Shopping-Tour, was so gar nicht geplant war, und trafen uns am spaeten Nachmittag mit Al nochmal im Internet-Cafe.
Hier verbrachten wir den Rest des Tages/Abends. :(
Mittwoch, Januar 28, 2004
Bangkok
Fruehstueck um 9 Uhr im Hostel. Zwei Mal zwei weich gekochte Eier mit Toast und Tee, und einmal Breakfast Set fuer Al. Eigentlich ganz einfach, oder? Nicht aber fuer die Leute im Hostel. Al und Ramona bekamen zwar nach einigem Hin und Her ihr Fruehstueck, aber ich hatte um 9.45 Uhr immer noch nicht das, was ich wollte. Es sei denn, ich haette die weich gekochten Eier gewollt, die so weich waren, dass selbst das Eiweiss noch fluessig war.
Jetzt sollte es zum Grand Palace, in dem auch der Koenigspalast liegt, gehen. Wir nahmen einen Tuk Tuk-Fahrer. Tuk Tuks sind wie motorisierte Rikschas und man sieht sie in Thailand ueberall. Als wir ausstiegen, wurden wir gleich von den naechsten Tuk Tuk-Fahrern angehauen. Der Palast sei geschlossen und wir sollten uns erst etwas anderes anschauen. Ja, sicher doch! War klar, dass sie uns uebers Ohr hauen wollten. Wir ignorierten die Fahrer und gingen einfach weiter. Und siehe da - da ist doch der Eingang. Wer sagt es denn? Doch die im Reisefuehrer beschriebenen Hallen konnten wir einfach nicht finden. Ja, und selbst der riesengrosse 45m lange goldene liegende Buddha war mit keinem Wort erwaehnt. Hier stimmt etwas nicht ... ich las weiter und fand heraus, dass wir gar nicht im Grand Palace waren. Na toll!
Dieser hatte dann laut Reisefuehrer tatsaechlich Mittagspause, so dass wir uns entschieden, erst einmal zur Mansion und dem Elefantenmuseum zu fahren. Doch die Tuk Tuk-Fahrer wollten mehr. Sie wollten uns auch zu einem Juwelier oder einer Seidenfabrik fahren. Nein, nicht mit uns. Da laufen wir lieber! Es war zwar ein weiter weg und es war maechtig heiss, aber wir wollten uns nicht uebers Ohr hauen lassen. Allerdings troedelten wir auch maechtig rum, machten hier halt und guckten dort, so dass wir gegen 13 Uhr fast genau zwischen der Mansion und dem Grand Palace waren. Also sind wir erst wieder zurueck zum Grand Palace, zumal wir mit diesem Eintrittsticket auch in die Mansion kommen.
Wir goennten uns einen Fuehrer, der uns so einiges ueber den Palast erzaehlen konnte. 1782 wurde er errichtet und enthaelt nicht nur den koeniglichen Palast und die Thronhallen sondern auch einige Regierungsgebaeude und den Tempel des Smaragdbuddhas. Das ganze Gelaende ist ueber 200.000qm gross und von einer 1900m langen Mauer umgeben.
Nach der Fuehrung also weiter in die Mansion. Wir liessen uns doch breit schlagen, einen Tuk Tuk-Fahrer zu nehmen, mussten dafuer aber 10 Minuten in ein Juwelier-Geschaeft. Also gut! Aber zuerst einmal standen wir im Stau. Man, muss das denn auch noch sein? Wir haben doch keine Zeit - die Mansion schliesst um 16 Uhr und es ist schon nach 15 Uhr. Dann endlich der Stopp beim Juwelier. Wir sind kurz rein, haben uns ein paar Dinge angeschaut, aber das war's dann auch. Als wir rauskamen, war der Tuk Tuk-Fahrer geschockt. Wir hatten nichts gekauft und waren auch keine 10 Minuten im Geschaeft. Jetzt ist seine Kommission futsch! Oh man, dass er das so genau nimmt?! Er war am lamentieren wir bloede, aber wir ignorierten das, nahmen Platz im Tuk Tuk und warteten bis er sich beruhigt hatte. Er brachte uns letztendlich auch zur Mansion, aber froh war er nicht mit uns.
Naja, um ehrlich zu sein haetten wir uns die Mansion auch sparen koennen. Und dummerweise sind wir dort zuerst hingegangen. Jetzt hat das Elefantenmuseum geschlossen.
Was nun? Naja, so langsam koennten wir ja mal ans Essen denken. Es ist immerhin schon nach 16 Uhr. Ramona und Al jedoch hatten einen Mordsspass, jeweils zu versuchen, den anderen mit der Sprenkelanlage pitschnass zu machen. Wie die Kinder! :)
Wir hatten uns fuer ein vegetarisches Restaurant entschieden, das aber so weit weg lag, dass wir uns ein Taxi nehmen mussten. Dieses liess uns zwar in der Strasse, nicht aber vor dem Restaurant raus. Auf dem Weg zu diesem kamen wir an einem grossen Platz vorbei, auf dem Hunderte von Menschen in blauen T-Shirts standen. Was ist denn hier los? Da muessen wir aber mal nachschauen. Oha - hier ist Aerobic angesagt. Al und ich (Nicole) gingen gleich einen Schritt schneller ... und machten mit! Der Vorturner auf einer Buehne fand das auch witzig ermutigte uns immer wieder, weiter zu machen. Ramona hingegen zog es vor, sich das ganze Spektakel im Sitzen anzuschauen.
Nass geschwitzt ging es eine Stunde spaeter weiter. Das ausgewaehlte Restaurant sprach uns nicht wirklich an. Also weiter ... oh, da gibt's noch was Feines. Ups, aber das sieht fein aus. Macht doch nichts - wenn sie uns nicht wollen, koennen sie ja nein sagen. Sagten sie aber nicht. Und so hatten wir am Ende ein richtig leckeres Abendessen - sogar begleitet von Live-Musik.
Auf dem Weg zurueck zum Hostel versuchten wir dann nochmal unser Glueck mit dem goldenen stehenden Buddha. Und dieses Mal fanden wir ihn dann auch. Wir kamen zwar nicht mehr bis ganz vorne hin - aber zumindest haben wir ihn aus der Ferne gesehen.
Jetzt sollte es zum Grand Palace, in dem auch der Koenigspalast liegt, gehen. Wir nahmen einen Tuk Tuk-Fahrer. Tuk Tuks sind wie motorisierte Rikschas und man sieht sie in Thailand ueberall. Als wir ausstiegen, wurden wir gleich von den naechsten Tuk Tuk-Fahrern angehauen. Der Palast sei geschlossen und wir sollten uns erst etwas anderes anschauen. Ja, sicher doch! War klar, dass sie uns uebers Ohr hauen wollten. Wir ignorierten die Fahrer und gingen einfach weiter. Und siehe da - da ist doch der Eingang. Wer sagt es denn? Doch die im Reisefuehrer beschriebenen Hallen konnten wir einfach nicht finden. Ja, und selbst der riesengrosse 45m lange goldene liegende Buddha war mit keinem Wort erwaehnt. Hier stimmt etwas nicht ... ich las weiter und fand heraus, dass wir gar nicht im Grand Palace waren. Na toll!
Dieser hatte dann laut Reisefuehrer tatsaechlich Mittagspause, so dass wir uns entschieden, erst einmal zur Mansion und dem Elefantenmuseum zu fahren. Doch die Tuk Tuk-Fahrer wollten mehr. Sie wollten uns auch zu einem Juwelier oder einer Seidenfabrik fahren. Nein, nicht mit uns. Da laufen wir lieber! Es war zwar ein weiter weg und es war maechtig heiss, aber wir wollten uns nicht uebers Ohr hauen lassen. Allerdings troedelten wir auch maechtig rum, machten hier halt und guckten dort, so dass wir gegen 13 Uhr fast genau zwischen der Mansion und dem Grand Palace waren. Also sind wir erst wieder zurueck zum Grand Palace, zumal wir mit diesem Eintrittsticket auch in die Mansion kommen.
Wir goennten uns einen Fuehrer, der uns so einiges ueber den Palast erzaehlen konnte. 1782 wurde er errichtet und enthaelt nicht nur den koeniglichen Palast und die Thronhallen sondern auch einige Regierungsgebaeude und den Tempel des Smaragdbuddhas. Das ganze Gelaende ist ueber 200.000qm gross und von einer 1900m langen Mauer umgeben.
Nach der Fuehrung also weiter in die Mansion. Wir liessen uns doch breit schlagen, einen Tuk Tuk-Fahrer zu nehmen, mussten dafuer aber 10 Minuten in ein Juwelier-Geschaeft. Also gut! Aber zuerst einmal standen wir im Stau. Man, muss das denn auch noch sein? Wir haben doch keine Zeit - die Mansion schliesst um 16 Uhr und es ist schon nach 15 Uhr. Dann endlich der Stopp beim Juwelier. Wir sind kurz rein, haben uns ein paar Dinge angeschaut, aber das war's dann auch. Als wir rauskamen, war der Tuk Tuk-Fahrer geschockt. Wir hatten nichts gekauft und waren auch keine 10 Minuten im Geschaeft. Jetzt ist seine Kommission futsch! Oh man, dass er das so genau nimmt?! Er war am lamentieren wir bloede, aber wir ignorierten das, nahmen Platz im Tuk Tuk und warteten bis er sich beruhigt hatte. Er brachte uns letztendlich auch zur Mansion, aber froh war er nicht mit uns.
Naja, um ehrlich zu sein haetten wir uns die Mansion auch sparen koennen. Und dummerweise sind wir dort zuerst hingegangen. Jetzt hat das Elefantenmuseum geschlossen.
Was nun? Naja, so langsam koennten wir ja mal ans Essen denken. Es ist immerhin schon nach 16 Uhr. Ramona und Al jedoch hatten einen Mordsspass, jeweils zu versuchen, den anderen mit der Sprenkelanlage pitschnass zu machen. Wie die Kinder! :)
Wir hatten uns fuer ein vegetarisches Restaurant entschieden, das aber so weit weg lag, dass wir uns ein Taxi nehmen mussten. Dieses liess uns zwar in der Strasse, nicht aber vor dem Restaurant raus. Auf dem Weg zu diesem kamen wir an einem grossen Platz vorbei, auf dem Hunderte von Menschen in blauen T-Shirts standen. Was ist denn hier los? Da muessen wir aber mal nachschauen. Oha - hier ist Aerobic angesagt. Al und ich (Nicole) gingen gleich einen Schritt schneller ... und machten mit! Der Vorturner auf einer Buehne fand das auch witzig ermutigte uns immer wieder, weiter zu machen. Ramona hingegen zog es vor, sich das ganze Spektakel im Sitzen anzuschauen.
Nass geschwitzt ging es eine Stunde spaeter weiter. Das ausgewaehlte Restaurant sprach uns nicht wirklich an. Also weiter ... oh, da gibt's noch was Feines. Ups, aber das sieht fein aus. Macht doch nichts - wenn sie uns nicht wollen, koennen sie ja nein sagen. Sagten sie aber nicht. Und so hatten wir am Ende ein richtig leckeres Abendessen - sogar begleitet von Live-Musik.
Auf dem Weg zurueck zum Hostel versuchten wir dann nochmal unser Glueck mit dem goldenen stehenden Buddha. Und dieses Mal fanden wir ihn dann auch. Wir kamen zwar nicht mehr bis ganz vorne hin - aber zumindest haben wir ihn aus der Ferne gesehen.
Dienstag, Januar 27, 2004
Manila - Bangkok
Schon wieder eine kurze Nacht. Um 7.45 Uhr standen wir auf, da unser Taxi fuer 8.30 Uhr bestellt war. Im Taxi merkte ich, dass unser Flug nach Bangkok 20 Minuten frueher geht als wir geplant hatten. Aber wir hatten gluecklicherweise noch genug Zeit eingeplant.
Der Flug verlief ohne grosse Zwischenfaelle und Ramona und ich machten unseren ersten Plan, wie lange wir in Bangkok bleiben wollen. Vier Tage ... aber man kennt uns ja - Plaene sind dafuer da, um ueber den Haufen geschmissen zu werden. Wollen mal sehen, wie lange es dieses Mal anhaelt...
In Bangkok haben wir uns gleich ein Taxi genommen zum Youth Hostel. Hier hatten wir Glueck, denn sie waren fast ausgebucht - und wir planen ja nicht und buchen somit auch nicht im voraus. :)
Dann schauten wir uns gleich mal ein wenig in Bangkok um. Zur Kho San-Strasse sollten wir gehen ... jeder Tourist geht dorthin. OK, wollen doch mal sehen. Shops, Unterkuenfte, Restaurants, Kneipen, ... hier gab es einfach alles! Aber auch viel zu viele Touristen. Thais sieht man hier fast ueberhaupt nicht. Aber billig einkaufen kann man hier... Dennoch lieber schnell wieder weg.
Wir machten uns dann auf die Suche nach einem guten Restaurant. Es wurde langsam Zeit fuer ein Abendessen. Aber hier ist eine Tourist Information. Vielleicht bekommen wir hier eine Landkarte von Thailand. Doch wir kamen fast gar nicht so weit, danach zu fragen. Wir wurden sogleich bombadiert, wir sollten doch eine Nacht-City-Busfahrt mitmachen. Sie dauert nur 1,5 Stunden und ist kostenlos. Warum also nicht? Von dem Haken hatte man uns natuerlich erst etwas erzaehlt, als wir schon im Bus sassen. Die Tour war nur in Thai. Und Informationen in Englisch gibt es zwar, aber das Licht im Bus war ausgeschaltet. Naja, dennoch sahen wir so die Sehenswuerdigkeiten in Bangkok bei Nacht.
Wir gingen dann ins Ton Pho-Restaurant, dass auch unter den Thais sehr beliebt sein soll. Nun, fuer mich (Nicole) war es nicht wirklich was, da es ueberwiegend Seafood gab. Ausserdem wurde ich die ganze Zeit von den Moskitos angegriffen.
Nach dem Essen machten wir uns noch auf die Suche nach dem stehenden Buddha. Aber wir konnten ihn trotz Karte nicht finden. Dann sollten wir es morgen nochmal versuchen.
Der Flug verlief ohne grosse Zwischenfaelle und Ramona und ich machten unseren ersten Plan, wie lange wir in Bangkok bleiben wollen. Vier Tage ... aber man kennt uns ja - Plaene sind dafuer da, um ueber den Haufen geschmissen zu werden. Wollen mal sehen, wie lange es dieses Mal anhaelt...
In Bangkok haben wir uns gleich ein Taxi genommen zum Youth Hostel. Hier hatten wir Glueck, denn sie waren fast ausgebucht - und wir planen ja nicht und buchen somit auch nicht im voraus. :)
Dann schauten wir uns gleich mal ein wenig in Bangkok um. Zur Kho San-Strasse sollten wir gehen ... jeder Tourist geht dorthin. OK, wollen doch mal sehen. Shops, Unterkuenfte, Restaurants, Kneipen, ... hier gab es einfach alles! Aber auch viel zu viele Touristen. Thais sieht man hier fast ueberhaupt nicht. Aber billig einkaufen kann man hier... Dennoch lieber schnell wieder weg.
Wir machten uns dann auf die Suche nach einem guten Restaurant. Es wurde langsam Zeit fuer ein Abendessen. Aber hier ist eine Tourist Information. Vielleicht bekommen wir hier eine Landkarte von Thailand. Doch wir kamen fast gar nicht so weit, danach zu fragen. Wir wurden sogleich bombadiert, wir sollten doch eine Nacht-City-Busfahrt mitmachen. Sie dauert nur 1,5 Stunden und ist kostenlos. Warum also nicht? Von dem Haken hatte man uns natuerlich erst etwas erzaehlt, als wir schon im Bus sassen. Die Tour war nur in Thai. Und Informationen in Englisch gibt es zwar, aber das Licht im Bus war ausgeschaltet. Naja, dennoch sahen wir so die Sehenswuerdigkeiten in Bangkok bei Nacht.
Wir gingen dann ins Ton Pho-Restaurant, dass auch unter den Thais sehr beliebt sein soll. Nun, fuer mich (Nicole) war es nicht wirklich was, da es ueberwiegend Seafood gab. Ausserdem wurde ich die ganze Zeit von den Moskitos angegriffen.
Nach dem Essen machten wir uns noch auf die Suche nach dem stehenden Buddha. Aber wir konnten ihn trotz Karte nicht finden. Dann sollten wir es morgen nochmal versuchen.
Samstag, Januar 24, 2004
Dumaguete - Malapascua
Heute wollten wir auf die Insel Malapascua, die noerdlich der Insel Cebu liegt. Auf Malapascua kann man tauchen und dabei Haie beobachten. Dafuer nahmen wir natuerlich gerne wieder einen Reisetag in Kauf.
Wir nahmen die Faehre von Dumaguete nach Bato, auf die Insel Cebu. Hier wollten wir uns nicht auf die oeffentlichen Verkehrsmittel verlassen, da wir nur einen Tag Zeit hatten, um nach Malapascua zu kommen. Es durfte also nichts schief gehen. Am besten, wir mieten uns gleich einen Van. Das ist zwar teuer, aber das nehmen wir jetzt gerne in Kauf.
In Bato gab es tatsaechlich auch einige Vans, die auf die Reisenden warteten, um sie nach Cebu City zu fahren. Cebu City ist aber nur die Haelfte unserer Strecke - wenn ueberhaupt - und da wir dort nicht nochmal nach einem neuen Van suchen wollten, versuchten wir hier einen Fahrer zu finden, der uns die 10 Stunden nach Maya faehrt. Hier setzte Ramona ihre ganzen Verhandlungskuenste ein und schaffte es letztendlich, dass wir fuer einen klasse Preis die ganze Strecke in einem Van zurueck legen konnten. Teil der Vereinbarung war allerdings, dass wir bis Cebu noch 10 andere Personen mitnehmen. Also mussten wir erst noch eine halbe Stunde auf die naechste Faehre warten und gegen 13 Uhr ging es dann endlich los.
Der Fahrer raste wie wild, als wolle er einen neuen Rekord aufstellen. Innerhalb kuerzester Zeit waren wir in Cebu, wo wir nochmal anhielten, um die anderen Leute rauszulassen. Die Zeit, die der Fahrer auf der Fahrt nach Cebu reingefahren hatte, verloren wir jetzt wieder, als wir aus Cebu raus fahren wollte. Es ging einfach nicht voran.
Es wurde spaeter und spaeter, inzwischen war es schon dunkel, und ich glaube nicht, dass der Fahrer jemals soweit hoch im Norden der Insel gewesen ist. Er kannte den Weg naemlich nicht und musste sich am Ende immer durchfragen. Es blieb nicht aus, dass wir uns verfuhren.
Es war ca. 22 Uhr als wir in Maya ankamen. Klar, dass die letzte Faehre nach Malapascua schon weg war. Doch gluecklicherweise sass dort noch eine Chinesin, die schon nach Malapascua telefoniert hatte, und jetzt auf ein Boot wartete. Wir konnten mit ihr rueber fahren und waren ca. 1,5 Stunden spaeter da.
Gluecklicherweise hatten wir die Uebernachtung schon im voraus gebucht. So mussten wir so spaet nachts nur noch klar machen, dass wir morgen frueh beim Hai-Tauchgang dabei sein wollen.
Um 1.30 Uhr fielen wir todmuede ins Bett - und wieder stand uns eine kurze Nacht bevor.
Wir nahmen die Faehre von Dumaguete nach Bato, auf die Insel Cebu. Hier wollten wir uns nicht auf die oeffentlichen Verkehrsmittel verlassen, da wir nur einen Tag Zeit hatten, um nach Malapascua zu kommen. Es durfte also nichts schief gehen. Am besten, wir mieten uns gleich einen Van. Das ist zwar teuer, aber das nehmen wir jetzt gerne in Kauf.
In Bato gab es tatsaechlich auch einige Vans, die auf die Reisenden warteten, um sie nach Cebu City zu fahren. Cebu City ist aber nur die Haelfte unserer Strecke - wenn ueberhaupt - und da wir dort nicht nochmal nach einem neuen Van suchen wollten, versuchten wir hier einen Fahrer zu finden, der uns die 10 Stunden nach Maya faehrt. Hier setzte Ramona ihre ganzen Verhandlungskuenste ein und schaffte es letztendlich, dass wir fuer einen klasse Preis die ganze Strecke in einem Van zurueck legen konnten. Teil der Vereinbarung war allerdings, dass wir bis Cebu noch 10 andere Personen mitnehmen. Also mussten wir erst noch eine halbe Stunde auf die naechste Faehre warten und gegen 13 Uhr ging es dann endlich los.
Der Fahrer raste wie wild, als wolle er einen neuen Rekord aufstellen. Innerhalb kuerzester Zeit waren wir in Cebu, wo wir nochmal anhielten, um die anderen Leute rauszulassen. Die Zeit, die der Fahrer auf der Fahrt nach Cebu reingefahren hatte, verloren wir jetzt wieder, als wir aus Cebu raus fahren wollte. Es ging einfach nicht voran.
Es wurde spaeter und spaeter, inzwischen war es schon dunkel, und ich glaube nicht, dass der Fahrer jemals soweit hoch im Norden der Insel gewesen ist. Er kannte den Weg naemlich nicht und musste sich am Ende immer durchfragen. Es blieb nicht aus, dass wir uns verfuhren.
Es war ca. 22 Uhr als wir in Maya ankamen. Klar, dass die letzte Faehre nach Malapascua schon weg war. Doch gluecklicherweise sass dort noch eine Chinesin, die schon nach Malapascua telefoniert hatte, und jetzt auf ein Boot wartete. Wir konnten mit ihr rueber fahren und waren ca. 1,5 Stunden spaeter da.
Gluecklicherweise hatten wir die Uebernachtung schon im voraus gebucht. So mussten wir so spaet nachts nur noch klar machen, dass wir morgen frueh beim Hai-Tauchgang dabei sein wollen.
Um 1.30 Uhr fielen wir todmuede ins Bett - und wieder stand uns eine kurze Nacht bevor.
Donnerstag, Januar 22, 2004
Dumaguete
Ohne gefruehstueckt zu haben sind wir gleich zum Tauchshop, um unsere Tauchgaenge fuer den naechsten Tag festzulegen. Nachdem das erledigt war, brauchten wir Geld. Das war mal wieder nicht so einfach, da nicht jeder Automat all unsere verschiedenen Karten akzeptierte. Ausserdem mussten wir unseren Flug von Cebu nach Manila buchen. Das alles hat uns doch sehr aufgehalten.
Es gab ein nettes Mittagessen und den Nachmittag spazierten wir etwas durch die laute und stinkige Stadt bevor wir uns in ein Internet-Cafe setzten. Hier konnte man sich sogar die Cocktails an den Computer servieren lassen. Das war prima.
Ansonsten war der Platz nicht so reizvoll, da man viele fettleibige aeltere Maenner gesehen hat, die nur mit den Thai-Maedels ...
Es gab ein nettes Mittagessen und den Nachmittag spazierten wir etwas durch die laute und stinkige Stadt bevor wir uns in ein Internet-Cafe setzten. Hier konnte man sich sogar die Cocktails an den Computer servieren lassen. Das war prima.
Ansonsten war der Platz nicht so reizvoll, da man viele fettleibige aeltere Maenner gesehen hat, die nur mit den Thai-Maedels ...
Mittwoch, Januar 21, 2004
Carmen - Dumaguete
Bereits um 5.50 Uhr sind wir aufgestanden! Was war los? Wir wollten sehen, wie die Sonne ueber den Schokoladenhuegeln aufgeht. Leider nur war es etwas bewoelkt, so dass wir von dem Sonnenaufgang nicht wirklich viel hatten.
Ramona legte sich anschliessend nochmal hin. Ich bin dagegen mit Al in den Pool, wo wir eigentlich Laura und Jost nochmal treffen wollten. Aber die beiden hatten sich umentschieden und sind frueher abgereist als geplant.
Nach einer kalten Dusche weckten wir Ramona und es ging zum Fruehstueck. Naja, die Spiegeleier waren nicht so lecker, das Toastbrot nicht getostet und anstelle roter Tomaten bekamen wir gruene Tomaten. Auch der Kakao von den Chocolate Hills warf uns nicht vom Hocker. Wenn er wenigstens mit Milch gemacht waere...
Leider fing es dann an zu regnen. Und wie! Da hat man ja gar keine Chance, trocken zu bleiben. Gluecklicherweise mussten wir erst gegen 16 Uhr auschecken, so dass wir noch etwas Zeit hatten. Wir verkrochen uns auf unser Zimmer und informierten uns ueber Thailand.
Doch es wollte einfach nicht aufhoeren zu regnen. Im Gegenteil, es regnete immer heftiger. Somit konnten wir unsere Motorradtour durch die Huegel nun endgueltig abschreiben.
Gegen 14 Uhr stiegen wir in einen Minibus nach Tabligaran ein, von wo aus wir die Faehre nach Dumaguete nahmen. Hier checkten wir bei Harold's Mansion ein. Ziemlich guenstig und inkl. Fernseher - als ob wir den brauchen wuerden - und heisser Dusche!
Den Abend verbrachten wir im Internet-Cafe bzw. auf der Suche nach einem, wo wir unsere Hard Drives und Kameras anschliessen konnten. Eigentlich nichts Spannendes, aber als wir um 22.40 Uhr rausgeschmissen wurden, weil man um 23 Uhr schliesst, waren wir doch etwas verdutzt. Aber man erklaerte es uns: Hier in Dumaguete ist die Zeit tatsaechlich 20 Minuten im voraus. Es kann sich zwar keiner erklaeren, warum, aber ... es ist einfach so.
Ramona legte sich anschliessend nochmal hin. Ich bin dagegen mit Al in den Pool, wo wir eigentlich Laura und Jost nochmal treffen wollten. Aber die beiden hatten sich umentschieden und sind frueher abgereist als geplant.
Nach einer kalten Dusche weckten wir Ramona und es ging zum Fruehstueck. Naja, die Spiegeleier waren nicht so lecker, das Toastbrot nicht getostet und anstelle roter Tomaten bekamen wir gruene Tomaten. Auch der Kakao von den Chocolate Hills warf uns nicht vom Hocker. Wenn er wenigstens mit Milch gemacht waere...
Leider fing es dann an zu regnen. Und wie! Da hat man ja gar keine Chance, trocken zu bleiben. Gluecklicherweise mussten wir erst gegen 16 Uhr auschecken, so dass wir noch etwas Zeit hatten. Wir verkrochen uns auf unser Zimmer und informierten uns ueber Thailand.
Doch es wollte einfach nicht aufhoeren zu regnen. Im Gegenteil, es regnete immer heftiger. Somit konnten wir unsere Motorradtour durch die Huegel nun endgueltig abschreiben.
Gegen 14 Uhr stiegen wir in einen Minibus nach Tabligaran ein, von wo aus wir die Faehre nach Dumaguete nahmen. Hier checkten wir bei Harold's Mansion ein. Ziemlich guenstig und inkl. Fernseher - als ob wir den brauchen wuerden - und heisser Dusche!
Den Abend verbrachten wir im Internet-Cafe bzw. auf der Suche nach einem, wo wir unsere Hard Drives und Kameras anschliessen konnten. Eigentlich nichts Spannendes, aber als wir um 22.40 Uhr rausgeschmissen wurden, weil man um 23 Uhr schliesst, waren wir doch etwas verdutzt. Aber man erklaerte es uns: Hier in Dumaguete ist die Zeit tatsaechlich 20 Minuten im voraus. Es kann sich zwar keiner erklaeren, warum, aber ... es ist einfach so.
Sonntag, Januar 18, 2004
Pagsanjan - Bulan
Da wir nicht mit allen Touristen auf dem Fluss zum Wasserfall unterwegs sein wollten, waren wir bereits um 7.30 Uhr unterwegs. Wir bekamen Schwimmwesten umgebunden und los ging's ins Boot. Und hiermit sollen wir raften? Das ist doch ein Kanu? Haben wir hier etwa eine Kanufahrt gebucht? Dabei ist der Fluss doch wegen seiner schnellen Stroemungen bekannt geworden. Na denn kann's ja mal losgehen. Der einzige Weg zu diesem Wasserfall ist uebrigens ueber diesen Fluss.
Al sass hinter, Ramona vor mir. Ramona und ich waren natuerlich so clever, unter unseren Klamotten den Bikini zu tragen, schliesslich werden wir am Ende ja noch zu einem Wasserfall fahren und da koennen wir schwimmen. Wir machten uns beide noch ueber Al lustig, der seine Badehose natuerlich vergessen hatte. :) Wir hatten zwei starke Maenner im Boot, die fuer uns paddelten. Stark mussten sie auch sein, denn erst mal ging es gegen die Stroemung. Es war genial zu beobachten, wie flink die beiden paddelten und auch immer wieder aus dem Boot ausstiegen, um uns barfuss von den Steinen im Wasser abzustossen. Wir mussten immer wieder mal eine kurze Ruhepause fuer die beiden einlegen. Insgesamt dauerte die Fahrt etwa 45 Minuten. Von den wilden Tieren, die wir hier sehen sollten, bekamen wir allerdings nichts zu sehen. Vielleicht haetten wir wirklich erst um 8 Uhr losfahren muessen.
Oben angekommen mussten wir aus dem Boot aussteigen und ein Stueck zu Fuss laufen. Dann kamen wir zu einem Floss, mit dem es dann zu dem Wasserfall gehen sollte. Schon Wahnsinn, wie viel Wasser da den 10m hohen Berg runter geschossen kommt. Je naeher wir zum Wasserfall kamen, desto mehr spritzte es natuerlich und es war klar, dass wir hier nicht trocken raus kamen. Aber wir hatten ja unsere Bikinis an. Nur waren Ramona und ich so dumm gewesen und haben unsere Shorts und T-Shirts nicht ausgezogen. Jetzt war Al der lachende Dritte. Unter dem Wasserfall waren die Wassermassen so stark, dass man kaum atmen konnte. Wir fuhren noch ein Stueck weiter in den Felsen - hinter den Wasserfall - und konnten dann etwas in dem Fluss schwimmen. Das war ein riesen Spass. Und spaetestens jetzt waren wir auch wach!
Zurueck im Hotel gab's dann noch ein gutes Fruehstueck und wir trockneten unsere Klamotten in der heissen Sonne. Dann ging's auch schon wieder weiter. Unser naechstes grosses Ziel waren die Schokoladenhuegel auf der Insel Bohol. Da lag eine verdammt lange Strecke vor uns. War klar, dass wir das auch wieder ueber Land machen wollten. Schliesslich wollen wir ja etwas von dem Land sehen. Und fliegen kann ja jeder.
Wir nahmen also ein Tricycle zur Busstation und setzten unsere Reise bis Lucena in einem Jeepney fort. Von dort ging's mit einem Bus weiter nach Bulan.
Bulan erreichten wir nachts um 1 Uhr, 2 Stunden frueher als erwartet. Was tun jetzt? Wir sassen an der Bushaltestelle, die wie ein kleiner Warteplatz war, zusammen mit einigen anderen Reisenden. Der Fernseher lief und sie zeigten irgendwelche dummen amerikanischen Filme. Da ich schon im Bus nicht schlafen konnte, legte ich mich hier einfach auf den Boden und versuchte zu schlafen.
Al sass hinter, Ramona vor mir. Ramona und ich waren natuerlich so clever, unter unseren Klamotten den Bikini zu tragen, schliesslich werden wir am Ende ja noch zu einem Wasserfall fahren und da koennen wir schwimmen. Wir machten uns beide noch ueber Al lustig, der seine Badehose natuerlich vergessen hatte. :) Wir hatten zwei starke Maenner im Boot, die fuer uns paddelten. Stark mussten sie auch sein, denn erst mal ging es gegen die Stroemung. Es war genial zu beobachten, wie flink die beiden paddelten und auch immer wieder aus dem Boot ausstiegen, um uns barfuss von den Steinen im Wasser abzustossen. Wir mussten immer wieder mal eine kurze Ruhepause fuer die beiden einlegen. Insgesamt dauerte die Fahrt etwa 45 Minuten. Von den wilden Tieren, die wir hier sehen sollten, bekamen wir allerdings nichts zu sehen. Vielleicht haetten wir wirklich erst um 8 Uhr losfahren muessen.
Oben angekommen mussten wir aus dem Boot aussteigen und ein Stueck zu Fuss laufen. Dann kamen wir zu einem Floss, mit dem es dann zu dem Wasserfall gehen sollte. Schon Wahnsinn, wie viel Wasser da den 10m hohen Berg runter geschossen kommt. Je naeher wir zum Wasserfall kamen, desto mehr spritzte es natuerlich und es war klar, dass wir hier nicht trocken raus kamen. Aber wir hatten ja unsere Bikinis an. Nur waren Ramona und ich so dumm gewesen und haben unsere Shorts und T-Shirts nicht ausgezogen. Jetzt war Al der lachende Dritte. Unter dem Wasserfall waren die Wassermassen so stark, dass man kaum atmen konnte. Wir fuhren noch ein Stueck weiter in den Felsen - hinter den Wasserfall - und konnten dann etwas in dem Fluss schwimmen. Das war ein riesen Spass. Und spaetestens jetzt waren wir auch wach!
Zurueck im Hotel gab's dann noch ein gutes Fruehstueck und wir trockneten unsere Klamotten in der heissen Sonne. Dann ging's auch schon wieder weiter. Unser naechstes grosses Ziel waren die Schokoladenhuegel auf der Insel Bohol. Da lag eine verdammt lange Strecke vor uns. War klar, dass wir das auch wieder ueber Land machen wollten. Schliesslich wollen wir ja etwas von dem Land sehen. Und fliegen kann ja jeder.
Wir nahmen also ein Tricycle zur Busstation und setzten unsere Reise bis Lucena in einem Jeepney fort. Von dort ging's mit einem Bus weiter nach Bulan.
Bulan erreichten wir nachts um 1 Uhr, 2 Stunden frueher als erwartet. Was tun jetzt? Wir sassen an der Bushaltestelle, die wie ein kleiner Warteplatz war, zusammen mit einigen anderen Reisenden. Der Fernseher lief und sie zeigten irgendwelche dummen amerikanischen Filme. Da ich schon im Bus nicht schlafen konnte, legte ich mich hier einfach auf den Boden und versuchte zu schlafen.
Freitag, Januar 16, 2004
Banaue - Manila
Heute wollten wir mal wieder nur reisen und uns die Landschaft aus dem Bus ansehen. Ziel war Baler - hier gibt es die einzigen Krokodile auf den Philippinen.
An der Bushaltestelle in Banaue trafen wir noch mal auf Elvis, der sogar noch bis Solano mit uns reiste. In Solano stiegen wir dann in einen Bus, der bis nach Manila faehrt. Aber soweit muessen wir gar nicht mit fahren. Wir steigen vorher in Cabanatuan aus und wenn wir frueh genug an sind, dann steigen wir in den naechsten Bus nach Baler um. Es versprach also, ein ganz relaxter Tag zu werden.
Im Bus dann aber nach Cabanatuan schnappte ich (Nicole) mir nochmal den Lonely Planet, um etwas mehr ueber die Gegend um Baler und die Krokodile zu erfahren. Doch mich traf fast der Schlag. Ich hatte mich verlesen. Die Krokodile gab es gar nicht in Baler. Das gibt es doch gar nicht - wir fahren in die ganz falsche Richtung. Wir muessen in den Norden, nicht in den Sueden. Das darf doch einfach nicht wahr sein. Bin ich denn nicht mal in der Lage, einen Reisefuehrer zu lesen. Warum hatte ich mir das Buch nicht gestern abend noch geschnappt, so wie ich es eigentlich vorgehabt hatte? Ich war ziemlich angepisst. Es ist ja hier schliesslich nicht so, dass man mal eben nochmal zurueck fahren kann.
Al, Ramona und ich mussten also jetzt ganz schnell ueberlegen und unseren Plan umschmeissen. Wir entschieden uns, bis nach Manila zu fahren und von dort weiter nach Pagsanjan zum Raften.
In Manila kamen wir erst sehr spaet am Abend an. Wir goennten uns noch eine Kleinigkeit zu Essen bevor wir uns ins Taxi zum Youth Hostel setzten. Das waren nochmal 45 Minuten Fahrt. Aber immerhin liegt es in der Naehe zur Busstation, von der wir morgen frueh los muessen. Gegen Mitternacht fielen wir hundemuede ins Bett.
An der Bushaltestelle in Banaue trafen wir noch mal auf Elvis, der sogar noch bis Solano mit uns reiste. In Solano stiegen wir dann in einen Bus, der bis nach Manila faehrt. Aber soweit muessen wir gar nicht mit fahren. Wir steigen vorher in Cabanatuan aus und wenn wir frueh genug an sind, dann steigen wir in den naechsten Bus nach Baler um. Es versprach also, ein ganz relaxter Tag zu werden.
Im Bus dann aber nach Cabanatuan schnappte ich (Nicole) mir nochmal den Lonely Planet, um etwas mehr ueber die Gegend um Baler und die Krokodile zu erfahren. Doch mich traf fast der Schlag. Ich hatte mich verlesen. Die Krokodile gab es gar nicht in Baler. Das gibt es doch gar nicht - wir fahren in die ganz falsche Richtung. Wir muessen in den Norden, nicht in den Sueden. Das darf doch einfach nicht wahr sein. Bin ich denn nicht mal in der Lage, einen Reisefuehrer zu lesen. Warum hatte ich mir das Buch nicht gestern abend noch geschnappt, so wie ich es eigentlich vorgehabt hatte? Ich war ziemlich angepisst. Es ist ja hier schliesslich nicht so, dass man mal eben nochmal zurueck fahren kann.
Al, Ramona und ich mussten also jetzt ganz schnell ueberlegen und unseren Plan umschmeissen. Wir entschieden uns, bis nach Manila zu fahren und von dort weiter nach Pagsanjan zum Raften.
In Manila kamen wir erst sehr spaet am Abend an. Wir goennten uns noch eine Kleinigkeit zu Essen bevor wir uns ins Taxi zum Youth Hostel setzten. Das waren nochmal 45 Minuten Fahrt. Aber immerhin liegt es in der Naehe zur Busstation, von der wir morgen frueh los muessen. Gegen Mitternacht fielen wir hundemuede ins Bett.
Mittwoch, Januar 14, 2004
Banaue - Cambulo
Um 8 Uhr waren wir schon auf den Beinen. Mussten uns um die Verpflegung fuer die naechsten zwei Tage kuemmern. Und Elvis wollte uns um 8.30 Uhr ja schon abholen.
Unsere grossen Rucksaecke konnten wir im Banaue View Inn lassen und mit einem kleinen Rucksack bepackt machten wir uns auf. Regenkleidung liessen wir bewusst zurueck - obwohl es gestern abend noch heftig geregnet hatte. Warum? Ich (Nicole) kann's euch nicht mehr sagen. Als wir los sind, regnete es ja auch nicht. :)
Mit zwei Tricycles wurden wir erst zum Banaue Aussichtspunkt gefahren, der etwa 10 Minuten nordoestlich von Banaue liegt. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Reisterrassen.
Dann wurden wir noch ein Stueck weiter gefahren und los ging's mit dem Wandern. Wir waren noch nicht richtig unterwegs, da setzte schon der erste leichte Nieselregen ein. Ach, das bisschen, das macht uns ja nichts. Es ist ja warm, da kommt so eine Abkuehlung doch nur recht. Wir wanderten erst durch ein Stueck Wald und Elvis fuehrte uns schon ein bisschen in die philippinische Kultur.
Er erklaerte uns u.a. auch, warum so viele Philippinen so rote Lippen haben und warum die Strassen so rot bespritzt sind, so dass es aussieht als haette jemand mit Farbe gekleckst. Die Philippinen essen die Betel-Nuss mit einem Betelblatt und etwas Limonenpulver und kauen stundenlang darauf rum. Die Philippinen nennen es den philippinischen Kaugummi, aber in der Tat gibt es das nicht nur auf den Philippinen sondern z. Bsp. auch in Indien, Vietnam, Indonesien, Sri Lanka, ... Wenn man also lange genug auf der Nuss kaut, faerbt sich alles rot und man spuckt die dann rote Spucke einfach aus (daher auch die Flecken auf der Strasse). Der Koerper wird ausserdem total heiss und man soll sich richtig gut fuehlen.
Ich (Nicole) machte gleich mit Elvis aus, dass ich das auf jeden Fall spaeter mit ihm probieren werde.
Die Landschaft, durch die wir wanderten, wechselte vom Wald zu den Reisterrassen. Der Regen hatte natuerlich nicht nachgelassen. Im Gegenteil, es begann nun richtig heftig zu regnen und es war klar, dass wir nicht mehr lange laufen mussten, um richtig nass zu sein. Doch nicht nur das. Natuerlich wurden die nicht vorhandenen Wege richtig glitschig und unsere Wanderschuhe sind im Nassen sicher nicht die Besten. Wir hatten also erhebliche Muehe, Elvis zu folgen, ohne mit dem Fuss in die kniehoch mit Schlamm gefuellten Reisterrassen zu treten oder gar ganz hinein zu fallen. Oder sogar auf der falschen Seite abzurutschen und in den tiefen Abgrund zu stuerzen. Uns war schon sehr mulmig zu mute. Elvis lachte natuerlich viel ueber uns - klar, er hatte ja seinen Regenponcho dabei.
Nach stundenlangem Wandern durch den Regen und die Reisterrassen erreichten wir Cambulo. Hier besorgte Elvis den Schluessel fuer unsere Unterkunft und wir staunten nicht schlecht, als wir den offenen Kamin sahen. Es war klar, was passieren musste. Im Nu hatten wir unsere nassen Klamotten aus und standen in Unterwaesche vor Elvis, der bereits dabei war, das Feuer anzumachen. Wir draengelten uns vor das Feuer, da es natuerlich in der nassen Unterwaesche nicht wirklich warm war.
Elvis hatte natuerlich auch nicht vergessen, dass ich mit ihm die Betel-Nuss probieren wollte. Er machte sie fuer mich fertig, aber irgendwie traute ich mich dann nicht so recht. Ich wollte es mit ihm zusammen machen. Und dann begann er zu kauen und ich hatte die Nuss immer noch in meiner Hand. Al und Ramona sagten mir, dass ich jetzt nicht nein sagen koenne. Also gut. Die Nuss von der Hand in den Mund. Man, war die hart. Die kann man ja fast gar nicht zerbeissen. Und iiiih, wie eklig, voll bitter. Ich verzog das Gesicht in einer Tour. Muss witzig ausgesehen haben, denn Al und Ramona lachten nur. Und da ich nicht wusste, wie man die Nuss richtig kaut, hatte ich auch schnell alle Koernchen im ganzen Mund verstreut. Es war einfach widerlich. Selbst das Ausspucken fiel mir schwer. Mir lief die rote Spucke das Kinn runter und alle amuesierten sich praechtig. Die Hitze, die ich in meinem Koerper spueren sollte, spuerte ich nicht. Aber vielleicht kaute ich einfach nur nicht lange genug. Ich war froh, als ich die Nuss, die ja nun keine mehr war, endlich ausspucken konnte. Aber selbst der Nachgeschmack war widerlich.
Al und Ramona versuchten das dann auch - sie wussten natuerlich nun, worauf sie zu achten hatten und kauten somit auch laenger; was ihr einziges Ziel war. Pah! :)
Ich hatte die Betel-Nuss nun probiert und fuer mich war klar, dass ich das nicht nochmal brauche.
Der ganze Abend bestand mehr oder weniger darin, unsere Klamotten wieder zu trocknen. Elvis hatte fuer uns gekocht - Suppe und Reis mit Thunfisch und als es zum gemuetlichen Teil des Abends ging, nahm er die Gitarre und sang uns philippinische Lieder vor. Schoen!
Auf dem Weg heute Nachmittag hatte Elvis uns vom Banaue Reiswein vorgeschwaermt. Leider gab es den hier im abgelegenen Dorf nicht. Doch der Besitzer des Hauses hatte eine andere Leckerei fuer uns. Er lief im Schein einer Taschenlampe los, kreutz und quer durch die Reisterrassen, und besorgte ein Flaeschchen Gin fuer uns. Wir oeffneten die Flasche und waren sehr erstaunt was uns da fuer ein Geruch entgegen kam. Es war 80%iger Schnapps. Das war doch nie im Leben Gin. Aber mit den richtigen Zutaten gemischt schmeckte es prima.
Unsere grossen Rucksaecke konnten wir im Banaue View Inn lassen und mit einem kleinen Rucksack bepackt machten wir uns auf. Regenkleidung liessen wir bewusst zurueck - obwohl es gestern abend noch heftig geregnet hatte. Warum? Ich (Nicole) kann's euch nicht mehr sagen. Als wir los sind, regnete es ja auch nicht. :)
Mit zwei Tricycles wurden wir erst zum Banaue Aussichtspunkt gefahren, der etwa 10 Minuten nordoestlich von Banaue liegt. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Reisterrassen.
Dann wurden wir noch ein Stueck weiter gefahren und los ging's mit dem Wandern. Wir waren noch nicht richtig unterwegs, da setzte schon der erste leichte Nieselregen ein. Ach, das bisschen, das macht uns ja nichts. Es ist ja warm, da kommt so eine Abkuehlung doch nur recht. Wir wanderten erst durch ein Stueck Wald und Elvis fuehrte uns schon ein bisschen in die philippinische Kultur.
Er erklaerte uns u.a. auch, warum so viele Philippinen so rote Lippen haben und warum die Strassen so rot bespritzt sind, so dass es aussieht als haette jemand mit Farbe gekleckst. Die Philippinen essen die Betel-Nuss mit einem Betelblatt und etwas Limonenpulver und kauen stundenlang darauf rum. Die Philippinen nennen es den philippinischen Kaugummi, aber in der Tat gibt es das nicht nur auf den Philippinen sondern z. Bsp. auch in Indien, Vietnam, Indonesien, Sri Lanka, ... Wenn man also lange genug auf der Nuss kaut, faerbt sich alles rot und man spuckt die dann rote Spucke einfach aus (daher auch die Flecken auf der Strasse). Der Koerper wird ausserdem total heiss und man soll sich richtig gut fuehlen.
Ich (Nicole) machte gleich mit Elvis aus, dass ich das auf jeden Fall spaeter mit ihm probieren werde.
Die Landschaft, durch die wir wanderten, wechselte vom Wald zu den Reisterrassen. Der Regen hatte natuerlich nicht nachgelassen. Im Gegenteil, es begann nun richtig heftig zu regnen und es war klar, dass wir nicht mehr lange laufen mussten, um richtig nass zu sein. Doch nicht nur das. Natuerlich wurden die nicht vorhandenen Wege richtig glitschig und unsere Wanderschuhe sind im Nassen sicher nicht die Besten. Wir hatten also erhebliche Muehe, Elvis zu folgen, ohne mit dem Fuss in die kniehoch mit Schlamm gefuellten Reisterrassen zu treten oder gar ganz hinein zu fallen. Oder sogar auf der falschen Seite abzurutschen und in den tiefen Abgrund zu stuerzen. Uns war schon sehr mulmig zu mute. Elvis lachte natuerlich viel ueber uns - klar, er hatte ja seinen Regenponcho dabei.
Nach stundenlangem Wandern durch den Regen und die Reisterrassen erreichten wir Cambulo. Hier besorgte Elvis den Schluessel fuer unsere Unterkunft und wir staunten nicht schlecht, als wir den offenen Kamin sahen. Es war klar, was passieren musste. Im Nu hatten wir unsere nassen Klamotten aus und standen in Unterwaesche vor Elvis, der bereits dabei war, das Feuer anzumachen. Wir draengelten uns vor das Feuer, da es natuerlich in der nassen Unterwaesche nicht wirklich warm war.
Elvis hatte natuerlich auch nicht vergessen, dass ich mit ihm die Betel-Nuss probieren wollte. Er machte sie fuer mich fertig, aber irgendwie traute ich mich dann nicht so recht. Ich wollte es mit ihm zusammen machen. Und dann begann er zu kauen und ich hatte die Nuss immer noch in meiner Hand. Al und Ramona sagten mir, dass ich jetzt nicht nein sagen koenne. Also gut. Die Nuss von der Hand in den Mund. Man, war die hart. Die kann man ja fast gar nicht zerbeissen. Und iiiih, wie eklig, voll bitter. Ich verzog das Gesicht in einer Tour. Muss witzig ausgesehen haben, denn Al und Ramona lachten nur. Und da ich nicht wusste, wie man die Nuss richtig kaut, hatte ich auch schnell alle Koernchen im ganzen Mund verstreut. Es war einfach widerlich. Selbst das Ausspucken fiel mir schwer. Mir lief die rote Spucke das Kinn runter und alle amuesierten sich praechtig. Die Hitze, die ich in meinem Koerper spueren sollte, spuerte ich nicht. Aber vielleicht kaute ich einfach nur nicht lange genug. Ich war froh, als ich die Nuss, die ja nun keine mehr war, endlich ausspucken konnte. Aber selbst der Nachgeschmack war widerlich.
Al und Ramona versuchten das dann auch - sie wussten natuerlich nun, worauf sie zu achten hatten und kauten somit auch laenger; was ihr einziges Ziel war. Pah! :)
Ich hatte die Betel-Nuss nun probiert und fuer mich war klar, dass ich das nicht nochmal brauche.
Der ganze Abend bestand mehr oder weniger darin, unsere Klamotten wieder zu trocknen. Elvis hatte fuer uns gekocht - Suppe und Reis mit Thunfisch und als es zum gemuetlichen Teil des Abends ging, nahm er die Gitarre und sang uns philippinische Lieder vor. Schoen!
Auf dem Weg heute Nachmittag hatte Elvis uns vom Banaue Reiswein vorgeschwaermt. Leider gab es den hier im abgelegenen Dorf nicht. Doch der Besitzer des Hauses hatte eine andere Leckerei fuer uns. Er lief im Schein einer Taschenlampe los, kreutz und quer durch die Reisterrassen, und besorgte ein Flaeschchen Gin fuer uns. Wir oeffneten die Flasche und waren sehr erstaunt was uns da fuer ein Geruch entgegen kam. Es war 80%iger Schnapps. Das war doch nie im Leben Gin. Aber mit den richtigen Zutaten gemischt schmeckte es prima.
Montag, Januar 12, 2004
Sagada
Wir schliefen heute etwas laenger und machten einen auf gemuetlich. Wollten erst am spaeten Morgen weiter nach Banaue fahren. Nach einem leckeren Fruehstueck im Yoghurt House fanden wir heraus, dass es nur noch einen Bus gibt, aber schon in einer halben Stunde. Aber wir sind ja flexibel - dann bleiben wir eben noch einen Tag in Sagada.
Wir machten einen langen Spaziergang bei bulliger Hitze und verbrachten den Nachmittag im Internet-Cafe. Wir mussten alle drei unsere Fotos runterladen und bearbeiten. Und obwohl Sagada ein so kleines Doerfchen 'in the middle of nowhere' ist, hat es doch fantastische Internet-Verbindung und alle Extras, die wir benoetigten.
Wir machten einen langen Spaziergang bei bulliger Hitze und verbrachten den Nachmittag im Internet-Cafe. Wir mussten alle drei unsere Fotos runterladen und bearbeiten. Und obwohl Sagada ein so kleines Doerfchen 'in the middle of nowhere' ist, hat es doch fantastische Internet-Verbindung und alle Extras, die wir benoetigten.
Samstag, Januar 10, 2004
Baguio - Sagada
Da Baguio fuer uns nur eine Durchreisestation war, machten wir uns nach dem Fruehstueck schon wieder weiter. Sagada war unser Ziel. Ein weiterer Tag stand im Zeichen des Reisens.
Die Fahrt nach Bontoc dauerte bereits sieben Stunden und hier mussten wir in einen anderen Bus umsteigen, um nach Sagada zu kommen. Der Halsema Highway fuehrt durch eine grandiose Berglandschaft, aber Highway kann man das sicherlich nicht nennen. Die Bauleute scheinen in permanentem Kampf zwischen Natur und Hoehe; der Highway liegt auf 2255m auf seinem hoechsten Punkt.
Sagada ist ein kleines Doerfchen auf einer Hoehe von 1477m. Hier fuehlt man sich gleich zu Hause. Kein Laerm, keine Umweltverschmutzung und hier kann man ohne Probleme auf der Mitte der Strasse laufen und wird eventuell gelegentlich mal von einem vorbeifahrenden Auto oder Bus gestoert.
Wir checkten im Sagada Guesthouse ein und wollten gleich weiter zum Abendessen. Das Log Cabin wurde empfohlen, nicht nur wegen seines guten Essens sondern auch weil man hier vor offenem Feuer sitzen kann. Doch hier musste man vorbestellen. Wir sind dann weiter in ein anderes Restaurant, dessen Namen ich vergesse habe. Das liegt sicher auch daran, dass das Essen alles andere als gut war.
Die Fahrt nach Bontoc dauerte bereits sieben Stunden und hier mussten wir in einen anderen Bus umsteigen, um nach Sagada zu kommen. Der Halsema Highway fuehrt durch eine grandiose Berglandschaft, aber Highway kann man das sicherlich nicht nennen. Die Bauleute scheinen in permanentem Kampf zwischen Natur und Hoehe; der Highway liegt auf 2255m auf seinem hoechsten Punkt.
Sagada ist ein kleines Doerfchen auf einer Hoehe von 1477m. Hier fuehlt man sich gleich zu Hause. Kein Laerm, keine Umweltverschmutzung und hier kann man ohne Probleme auf der Mitte der Strasse laufen und wird eventuell gelegentlich mal von einem vorbeifahrenden Auto oder Bus gestoert.
Wir checkten im Sagada Guesthouse ein und wollten gleich weiter zum Abendessen. Das Log Cabin wurde empfohlen, nicht nur wegen seines guten Essens sondern auch weil man hier vor offenem Feuer sitzen kann. Doch hier musste man vorbestellen. Wir sind dann weiter in ein anderes Restaurant, dessen Namen ich vergesse habe. Das liegt sicher auch daran, dass das Essen alles andere als gut war.
Donnerstag, Januar 08, 2004
Talisay
Wir fruehstueckten bei Gloria um 9 Uhr und nahmen anschliessend ihr Angebot an, mit ihrem Boot rueber zum Taal-Vulkan zu fahren. Die Fahrt dauerte eine gute halbe Stunde und pitschnass kamen wir am anderen Ufer an.
Hier haetten wir uns auch Pferd leihen koennen, aber wir wollten lieber laufen. Wie gut wir daran taten. Zu Hunderten kamen die Pferde mit den Touristen an uns vorbei und wurden nicht gerade gut behandelt. Immer wieder wurden sie angetrieben, geschlagen. Dabei sassen oft sogar zwei oder mehr Personen auf dem Pferd. Ausserdem sahen diese nicht so aus als wuerden sie viel zu essen bekommen.
Wir liefen also zum Gipfel und sahen hin und wieder schon etwas Rauch aus der Erde kommen. Leider jedoch konnten wir wirklich nur bis zum Gipfel und mussten den gleichen Weg wieder zurueck. Aber da hinten gibt es ja noch einen Huegel. Den sollten wir dann eben auch erkunden. Doch daraus wurde auch nichts. Es war viel weiter, als wir gedacht haben und die Sonne schaffte uns doch ganz schoen.
So machten wir zwischendurch Rast an einem lauschigen Plaetzchen und bloedelten spaeter noch etwas am Strand rum. Ramona und Al lieferten sich einen spektakulaeren Kampf mit Bambusrohren.
Um 15 Uhr wurden wir wieder mit dem Boot abgeholt und fuhren zurueck zu Gloria. Dann erkundeten wir Talisay, ein kleines Doerfchen und planten unsere Weiterreise.
Zum Abendessen bekamen wir suess-sauren Fisch. Auch fuer mich (Nicole) ganz ok.
Hier haetten wir uns auch Pferd leihen koennen, aber wir wollten lieber laufen. Wie gut wir daran taten. Zu Hunderten kamen die Pferde mit den Touristen an uns vorbei und wurden nicht gerade gut behandelt. Immer wieder wurden sie angetrieben, geschlagen. Dabei sassen oft sogar zwei oder mehr Personen auf dem Pferd. Ausserdem sahen diese nicht so aus als wuerden sie viel zu essen bekommen.
Wir liefen also zum Gipfel und sahen hin und wieder schon etwas Rauch aus der Erde kommen. Leider jedoch konnten wir wirklich nur bis zum Gipfel und mussten den gleichen Weg wieder zurueck. Aber da hinten gibt es ja noch einen Huegel. Den sollten wir dann eben auch erkunden. Doch daraus wurde auch nichts. Es war viel weiter, als wir gedacht haben und die Sonne schaffte uns doch ganz schoen.
So machten wir zwischendurch Rast an einem lauschigen Plaetzchen und bloedelten spaeter noch etwas am Strand rum. Ramona und Al lieferten sich einen spektakulaeren Kampf mit Bambusrohren.
Um 15 Uhr wurden wir wieder mit dem Boot abgeholt und fuhren zurueck zu Gloria. Dann erkundeten wir Talisay, ein kleines Doerfchen und planten unsere Weiterreise.
Zum Abendessen bekamen wir suess-sauren Fisch. Auch fuer mich (Nicole) ganz ok.
Dienstag, Januar 06, 2004
Hong Kong
Um 7.15 Uhr traf ich (Nicole) mich mit Al und Nicole NL. Wir wollten zum Hongkong Park, wo um 8 Uhr eine kostenlose Tai Chi-Stunde stattfinden sollte. Ramona wollte lieber schlafen. Sie war wohl noch muede von der gestrigen Macau-Tour.
Wir waren bereits um 7.50 Uhr an Ort und Stelle und wir sahen einem aelteren Mann und einer Frau zu, die Tai Chi machten. Ob das unsere Lehrer sind? Es gesellten sich noch drei weitere Reisende zu uns und um 8 Uhr fanden wir heraus, dass die 'Lehrer' keine waren. Hmm, vielleicht gibt es ja welche in der Tai Chi-Ecke. Und tatsaechlich war dort eine ganze Gruppe. Allerdings sehen die nicht so aus, als wuerden sie das zum ersten Mal machen. Wir sprachen eine Frau aus der Gruppe an und sie freute sich sehr, dass wir daran interessiert sind. Wir waren herzlich eingeladen, mitzumachen. Zuerst die 24er-Uebung, dann die 48er. Wenn man Tai Chi sieht, sieht alles so einfach, rund und geschmeidig aus; aber das ist es ueberhaupt nicht. Wir hatten alle erhebliche Muehe, Arme und Beine richtig zu koordinieren. Dennoch hatten wir richtig Spass daran!
Nach dem Sport hatten wir uns ein gutes Fruehstueck verdient. Da es nicht weit war, wollten wir zu Al's Diner. Doch die oeffnen erst um 12 Uhr. Also weiter zum naechsten, hier ein Schild, Fruehstueck ab 9.30 Uhr. Wir entschieden uns, die 10 Minuten zu warten, nur um dann zu erfahren, dass es Fruehstueck erst ab 10.30 Uhr gab. Na toll. Es war uns wohl einfach nicht gegoennt.
Also fuhren wir zurueck, holten Ramona ab und kauften uns Brot und Kaese im Supermarkt und fruehstueckten im Victoria Park.
Nicole verabschiedete sich dann von uns, da sie noch 'ne Menge fuer ihre Weiterreise organisieren musste. Al, Ramona und ich brachten nochmal Waesche zur Waescherei und buchten dann unsere Fluege nach Manila und Bangkok. Dann weiter zur Post, wo wir wieder mal ueber eine Stunde verbrachten, um ein Paket aufzugeben.
Schnell noch etwas ins Internet und um 19 Uhr trafen wir uns wieder mit Nicole NL und gingen in den Times Square fuer unser Abschiedsessen. Das Essen war total lecker und wir goennten uns auch eine Flasche Rotwein. Einfach ein gelungener Abend.
Wir waren bereits um 7.50 Uhr an Ort und Stelle und wir sahen einem aelteren Mann und einer Frau zu, die Tai Chi machten. Ob das unsere Lehrer sind? Es gesellten sich noch drei weitere Reisende zu uns und um 8 Uhr fanden wir heraus, dass die 'Lehrer' keine waren. Hmm, vielleicht gibt es ja welche in der Tai Chi-Ecke. Und tatsaechlich war dort eine ganze Gruppe. Allerdings sehen die nicht so aus, als wuerden sie das zum ersten Mal machen. Wir sprachen eine Frau aus der Gruppe an und sie freute sich sehr, dass wir daran interessiert sind. Wir waren herzlich eingeladen, mitzumachen. Zuerst die 24er-Uebung, dann die 48er. Wenn man Tai Chi sieht, sieht alles so einfach, rund und geschmeidig aus; aber das ist es ueberhaupt nicht. Wir hatten alle erhebliche Muehe, Arme und Beine richtig zu koordinieren. Dennoch hatten wir richtig Spass daran!
Nach dem Sport hatten wir uns ein gutes Fruehstueck verdient. Da es nicht weit war, wollten wir zu Al's Diner. Doch die oeffnen erst um 12 Uhr. Also weiter zum naechsten, hier ein Schild, Fruehstueck ab 9.30 Uhr. Wir entschieden uns, die 10 Minuten zu warten, nur um dann zu erfahren, dass es Fruehstueck erst ab 10.30 Uhr gab. Na toll. Es war uns wohl einfach nicht gegoennt.
Also fuhren wir zurueck, holten Ramona ab und kauften uns Brot und Kaese im Supermarkt und fruehstueckten im Victoria Park.
Nicole verabschiedete sich dann von uns, da sie noch 'ne Menge fuer ihre Weiterreise organisieren musste. Al, Ramona und ich brachten nochmal Waesche zur Waescherei und buchten dann unsere Fluege nach Manila und Bangkok. Dann weiter zur Post, wo wir wieder mal ueber eine Stunde verbrachten, um ein Paket aufzugeben.
Schnell noch etwas ins Internet und um 19 Uhr trafen wir uns wieder mit Nicole NL und gingen in den Times Square fuer unser Abschiedsessen. Das Essen war total lecker und wir goennten uns auch eine Flasche Rotwein. Einfach ein gelungener Abend.
Sonntag, Januar 04, 2004
Hong Kong
Ich (Nicole) verbrachte den Morgen damit, das Buch 'Mein Weg fuehrt nach Tibet' auszulesen, das ich zusammen mit Ramonas Bibel nach Hause schicken wollte. Nicole NL und Ramona schliefen sowieso noch und Al machte sich heute alleine auf den Weg.
Am Nachmittag traf ich mich mit Nicole und Ramona im Schwimmbad. Wahnsinn - Anfang Januar und wir sind schon im Freibad. Es war herrlich. Fuer die Menschen hier jedoch scheint es noch zu kalt zu sein, denn die meisten hielten sich im Hallenbad auf. Sehr gut, um so mehr Platz haben wir im Pool. Was ausserdem total auffallend war, waren die ganzen Maenner, die sich hier in der Sonne aalten. Keine einzige Frau auf einer Sonnenliege - alles nur schon sowieso braun gebrannte Maenner. In solch geballter Form kennen wir das bei uns auch nicht. Aber wenn's schoen macht!??
Am Abend hatten wir ein leckeres Essen und schlossen so einen wunderbaren Faulenzer-Tag ab. :)
Am Nachmittag traf ich mich mit Nicole und Ramona im Schwimmbad. Wahnsinn - Anfang Januar und wir sind schon im Freibad. Es war herrlich. Fuer die Menschen hier jedoch scheint es noch zu kalt zu sein, denn die meisten hielten sich im Hallenbad auf. Sehr gut, um so mehr Platz haben wir im Pool. Was ausserdem total auffallend war, waren die ganzen Maenner, die sich hier in der Sonne aalten. Keine einzige Frau auf einer Sonnenliege - alles nur schon sowieso braun gebrannte Maenner. In solch geballter Form kennen wir das bei uns auch nicht. Aber wenn's schoen macht!??
Am Abend hatten wir ein leckeres Essen und schlossen so einen wunderbaren Faulenzer-Tag ab. :)
Freitag, Januar 02, 2004
Hong Kong
Wir hatten uns alle fuer 10 Uhr verabredet. Heute stand der Victoria Peak auf dem Programm sowie eine Bootsfahrt.
Da wir wunderschoenes Wetter hatten und wir nun endlich auch mal etwas von Hongkong sehen wollten, spazierten wir zum Victoria Peak. Zum 'Gipfel' dieses Huegels fuhren wir allerdings mit der Tram. Eine ziemlich kleine Bahn, die steil den Berg hinauf faehrt. Oben angekommen waren wir unter ganz vielen Touristen. Das waren wir aus China und Tibet gar nicht mehr gewohnt.
Ueberhaupt war es in Hongkong wieder eine Umstellung. Waehrend wir uns in China bei jedem 'Hello' angesprochen fuehlten, mussten wir uns hier erst einmal daran gewoehnen, dass hier fast jeder Englisch spricht und bei einem 'Hello' wohl eher jemand an einem Handy ist als dass man uns ansprechen will.
Gestaerkt mit Sandwich und Eis machten wir uns auf den Rueckweg, den wir laufen wollten. Klar, es ging ja auch bergab. :) Die Tram war jedenfalls abgeschrieben. Wir wollten lieber die Rolltreppen zurueck ins Zentrum nehmen, aber dummerweise waren sie um diese Zeit in die andere Richtung geschaltet, so dass wir tatsaechlich die Stufen hinunter laufen mussten.
Im Hafen angekommen stellten wir fest, dass es fuer eine Bootsfahrt eigentlich viel zu neblig und diesig ist. Also verschoben wir das und schalteten einen Gang zurueck. Wir setzten uns in ein Cafe und liessen unsere Seele baumeln.
Fuer den Abend hatten Nicole NL, Al und Ramona Kino angepeilt. Lord of the Rings 3. Fuer mich kam das ja gar nicht in Frage, lese immerhin immer noch an dem Buch. Aber ich hatte mir einiges vorgenommen fuer den Abend. Die letzten 100 Seiten sollten gelesen werden. Und puenktlich zum Ende des Filmes hatte ich auch das Buch ausgelesen. Endlich!
Da wir wunderschoenes Wetter hatten und wir nun endlich auch mal etwas von Hongkong sehen wollten, spazierten wir zum Victoria Peak. Zum 'Gipfel' dieses Huegels fuhren wir allerdings mit der Tram. Eine ziemlich kleine Bahn, die steil den Berg hinauf faehrt. Oben angekommen waren wir unter ganz vielen Touristen. Das waren wir aus China und Tibet gar nicht mehr gewohnt.
Ueberhaupt war es in Hongkong wieder eine Umstellung. Waehrend wir uns in China bei jedem 'Hello' angesprochen fuehlten, mussten wir uns hier erst einmal daran gewoehnen, dass hier fast jeder Englisch spricht und bei einem 'Hello' wohl eher jemand an einem Handy ist als dass man uns ansprechen will.
Gestaerkt mit Sandwich und Eis machten wir uns auf den Rueckweg, den wir laufen wollten. Klar, es ging ja auch bergab. :) Die Tram war jedenfalls abgeschrieben. Wir wollten lieber die Rolltreppen zurueck ins Zentrum nehmen, aber dummerweise waren sie um diese Zeit in die andere Richtung geschaltet, so dass wir tatsaechlich die Stufen hinunter laufen mussten.
Im Hafen angekommen stellten wir fest, dass es fuer eine Bootsfahrt eigentlich viel zu neblig und diesig ist. Also verschoben wir das und schalteten einen Gang zurueck. Wir setzten uns in ein Cafe und liessen unsere Seele baumeln.
Fuer den Abend hatten Nicole NL, Al und Ramona Kino angepeilt. Lord of the Rings 3. Fuer mich kam das ja gar nicht in Frage, lese immerhin immer noch an dem Buch. Aber ich hatte mir einiges vorgenommen fuer den Abend. Die letzten 100 Seiten sollten gelesen werden. Und puenktlich zum Ende des Filmes hatte ich auch das Buch ausgelesen. Endlich!
Mittwoch, Dezember 31, 2003
Hong Kong
Wir erreichten Shenzen gegen 12 Uhr und mussten jetzt erst einmal einen Ausreiseschein fuer China und einen Einreiseschein fuer Hongkong ausfuellen. Dann gab's den Stempel und schwups waren wir in Hongkong. Hongkong ist ja inzwischen unabhaengig und dementsprechend gibt es hier auch eine extra-Waehrung, den Hongkong-Dollar.
Nachdem wir Geld getauscht hatten, staerkten wir uns in einer Baeckerei. Gleich hier schon merkten wir, dass wir aus China draussen sind. Hier kann man Sachen kaufen, die wir von zu Hause kennen. Mensch, das ist ja klasse!
Mit der Metro fuhren wir dann zum Causeway Bay, wo wir fuer die naechsten Naechte unsere Zelte aufschlagen wollten. Die Region dort ist eine Gegend mit verdammt vielen Shopping-Moeglichkeiten und Restaurants. Es liegt auf Hongkong Island, direkt gegenueber von Kowloon, dem Festland.
Ob Nicole NL uns gleich hier treffen wird? Im Gaestehaus gab's erst einmal eine Dusche - heiss! Oh, tat das gut! Und dann war tatsaechlich Nicole NL schon da. Al wuerde Augen machen. Ich (Nicole) sprach mich mit Ramona und Nicole NL kurz ab und dann sollte ich Al ablenken. Nicole NL klopfte an der Tuer, die Al dann oeffnete und ... mensch, seine Freude war riesengross. Die Ueberraschung war gelungen! :)
Zusammen fuhren wir dann nach Lan Kwai Fong, das Kneipenviertel in Hongkong. Hier wollten wir heute abend ins Neue Jahr rutschen. Zuerst einmal brauchen wir aber etwas Festes im Magen. Da entdeckten wir 'Al's Diner'. Klar, dass wir dorthin mussten. Und das Essen war fantastisch! Jetzt konnten wir loslegen. Wir waren noch frueh an und ueberall noch war Happy Hour angesagt ...
Den Countdown verbrachten wir auf der Strasse, zusammen mit vielen Tausenden von Menschen. Fast wie zu Hause, nur das mit dem Countdown hatten sie hier noch nicht so richtig drauf. Das ging hier wild durcheinander und die Menschen fielen sich erst nacheinander in die Arme. Aber egal - es war ein gelungener Start ins Neue Jahr.
Bis in die fruehen Morgenstunden feierten wir in den Kneipen Hongkongs. Es war klar, dass morgen nicht viel auf dem Programm steht.
Frohes Neues Jahr!
Nachdem wir Geld getauscht hatten, staerkten wir uns in einer Baeckerei. Gleich hier schon merkten wir, dass wir aus China draussen sind. Hier kann man Sachen kaufen, die wir von zu Hause kennen. Mensch, das ist ja klasse!
Mit der Metro fuhren wir dann zum Causeway Bay, wo wir fuer die naechsten Naechte unsere Zelte aufschlagen wollten. Die Region dort ist eine Gegend mit verdammt vielen Shopping-Moeglichkeiten und Restaurants. Es liegt auf Hongkong Island, direkt gegenueber von Kowloon, dem Festland.
Ob Nicole NL uns gleich hier treffen wird? Im Gaestehaus gab's erst einmal eine Dusche - heiss! Oh, tat das gut! Und dann war tatsaechlich Nicole NL schon da. Al wuerde Augen machen. Ich (Nicole) sprach mich mit Ramona und Nicole NL kurz ab und dann sollte ich Al ablenken. Nicole NL klopfte an der Tuer, die Al dann oeffnete und ... mensch, seine Freude war riesengross. Die Ueberraschung war gelungen! :)
Zusammen fuhren wir dann nach Lan Kwai Fong, das Kneipenviertel in Hongkong. Hier wollten wir heute abend ins Neue Jahr rutschen. Zuerst einmal brauchen wir aber etwas Festes im Magen. Da entdeckten wir 'Al's Diner'. Klar, dass wir dorthin mussten. Und das Essen war fantastisch! Jetzt konnten wir loslegen. Wir waren noch frueh an und ueberall noch war Happy Hour angesagt ...
Den Countdown verbrachten wir auf der Strasse, zusammen mit vielen Tausenden von Menschen. Fast wie zu Hause, nur das mit dem Countdown hatten sie hier noch nicht so richtig drauf. Das ging hier wild durcheinander und die Menschen fielen sich erst nacheinander in die Arme. Aber egal - es war ein gelungener Start ins Neue Jahr.
Bis in die fruehen Morgenstunden feierten wir in den Kneipen Hongkongs. Es war klar, dass morgen nicht viel auf dem Programm steht.
Frohes Neues Jahr!
Montag, Dezember 29, 2003
Shaolin Si
Um 10 Uhr faehrt der Bus nach Shaolin. Aber vorher muessen wir ja unbedingt noch unsere Tickets nach Hong Kong besorgen. Wir waren um 9 Uhr im Reisebuero, doch auch hier konnte man uns nicht weiter helfen.
Al und Ramona brachten die Rucksaecke zur Gepaeckaufnahme waehrend ich mich um die Tickets kuemmerte. Da Ramona in Erwaegung zog, eventuell im Shaolin Tempel zu uebernachten, besorgte ich erst einmal nur Tickets fuer Al und mich. Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis ich endlich die Tickets in der Hand hielt. Wir bekamen fuer die ersten drei Stunden einen Sitzplatz, dann einen Liegeplatz. OK, damit koennen wir natuerlich leben.
Jetzt konnte es also zu den Kaempfern gehen. Doch zuallererst brachte man uns zu einem ganz anderen Tempel. Man wollte uns gar weis machen, dass dieser Tempel einer von vieren ist, die nur zusammen einen Sinn ergeben. Ja, sicher! Auf dem Schild am Eingang war davon aber nichts zu lesen.
Wir warteten also ca. 20 Minuten, dann ging es weiter. Zum Shaolin-Tempel, genau dort wo wir hinwollten. Doch wir waren mehr als enttaeuscht, vor allem Ramona, die sich schon seit wir in China angekommen sind, hierauf gefreut hatte. Schnell waren wir ueber die ganze Anlage gelaufen, wollten jetzt nur noch die Jungs sehen, wie sie kaempfen.
Als es endlich soweit war, war das auch fuer mich eine Enttaeuschung. Vieles hatten wir bereits in der Kong Fu-Schule in Chengdu gesehen, einiges davon in der Akrobatik-Show in Peking. Nein, so hatte ich mir das nun gar nicht vorgestellt. Nichts wie weg hier.
Zurueck in Zhengzhou besorgten wir nun fuer Ramona auch noch ein Zugticket. Komischerweise war es jetzt ueberhaupt kein Problem. Sie bekam direkt von Anfang an ihren Liegeplatz. Waren wir da heute morgen etwa an ein Haeschen geraten? Nun goennten wir uns ein richtig leckeres Essen im Pizza Hut.
Al und Ramona brachten die Rucksaecke zur Gepaeckaufnahme waehrend ich mich um die Tickets kuemmerte. Da Ramona in Erwaegung zog, eventuell im Shaolin Tempel zu uebernachten, besorgte ich erst einmal nur Tickets fuer Al und mich. Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis ich endlich die Tickets in der Hand hielt. Wir bekamen fuer die ersten drei Stunden einen Sitzplatz, dann einen Liegeplatz. OK, damit koennen wir natuerlich leben.
Jetzt konnte es also zu den Kaempfern gehen. Doch zuallererst brachte man uns zu einem ganz anderen Tempel. Man wollte uns gar weis machen, dass dieser Tempel einer von vieren ist, die nur zusammen einen Sinn ergeben. Ja, sicher! Auf dem Schild am Eingang war davon aber nichts zu lesen.
Wir warteten also ca. 20 Minuten, dann ging es weiter. Zum Shaolin-Tempel, genau dort wo wir hinwollten. Doch wir waren mehr als enttaeuscht, vor allem Ramona, die sich schon seit wir in China angekommen sind, hierauf gefreut hatte. Schnell waren wir ueber die ganze Anlage gelaufen, wollten jetzt nur noch die Jungs sehen, wie sie kaempfen.
Als es endlich soweit war, war das auch fuer mich eine Enttaeuschung. Vieles hatten wir bereits in der Kong Fu-Schule in Chengdu gesehen, einiges davon in der Akrobatik-Show in Peking. Nein, so hatte ich mir das nun gar nicht vorgestellt. Nichts wie weg hier.
Zurueck in Zhengzhou besorgten wir nun fuer Ramona auch noch ein Zugticket. Komischerweise war es jetzt ueberhaupt kein Problem. Sie bekam direkt von Anfang an ihren Liegeplatz. Waren wir da heute morgen etwa an ein Haeschen geraten? Nun goennten wir uns ein richtig leckeres Essen im Pizza Hut.
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